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SG Dynamo Dresden v MSV Duisburg - Second Bundesliga
Dynamo Dresden ist bereits aus dem Pokal ausgeschieden © Getty Images
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In der ersten Runde des DFB-Pokals blamiert sich Dresden gegen einen Regionalligisten. Bremen feiert einen Kantersieg, Leverkusen und Wolfsburg quälen sich weiter.

Zweitligist Dynamo Dresden hat sich im DFB-Pokal kräftig blamiert. Die Sachsen unterlagen beim Viertligisten SV Rödinghausen mit 2:3 (2:2, 2:2) n.V. und schieden damit zum siebten Mal in der ersten Runde des Cup-Wettbewerbs aus. Rödinghausen feierte unterdessen eine starke Premiere im DFB-Pokal.      

Der in der 109. Minute eingewechselte Maximillian Hippe gelang in der Nachspielzeit der Verlängerung (120.+3) der umjubelte Siegtreffer für den Underdog. Zuvor hatten Linus Meyer (20.) und Simon Engelmann (45.+1) für die Hausherren jeweils egalisiert. Haris Duljevic (11.) und Aias Aosman (25.) hatten die Gäste aus Sachsen zweimal in Führung geschossen.

Vor 3862 Zuschauern im Stadion von Drittligist Sportfreunde Lotte machte der Underdog Dresden über die komplette Distanz das Leben schwer, der Sieg des Außenseiters geht in Ordnung. 

Werder ohne Probleme

Der sechsmalige Cupsieger Werder Bremen hat seine Pflichtaufgabe in der ersten DFB-Pokal-Runde ohne Mühe erfüllt. Beim Regionalligisten Wormatia Worms gewann der Fußball-Bundesligist souverän mit 6:1 (5:1).

Neuzugang Yuya Osako (9.), Florian Kainz (21.), Philipp Bargfrede (31.), Kapitän Max Kruse (41./Foulelfmeter), Maximilian Eggestein (45.+1) und Johannes Eggestein (79.) trafen für das Team von Trainer Florian Kohfeldt. Cedric Mimbala erzielte das zwischenzeitliche 1:4 (44.). (LIVETICKER zum Nachlesen)

Käuper fällt verletzt aus

"Ich bin sehr zufrieden. Das war ein sehr seriöser Auftritt", freute sich Werder-Coach Florian Kohfeldt. "Wir waren konzentriert und haben kaum etwas zugelassen. Das hat mit sehr gut gefallen."

Einziger Wermutstropfen der Werderaner: Mittelfeldspieler Ole Käuper hat sich am Fuß verletzt und fällt wohl länger aus. "Das sah leider nicht gut aus und tut mir wirklich leid für den Jungen", so Kohfeld.

Für Werder, das nach dem Einzug in die zweite Runde um 332.000 Euro reicher ist, beginnt der Alltag in der Bundesliga am kommenden Samstag mit dem Spiel gegen Hannover 96.

Leverkusen zittert sich weiter

Bayer Leverkusen ist mit einem konzentrierten, aber glanzlosen Auftritt in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Die Werkself siegte eine Woche vor dem Bundesliga-Auftakt 1:0 (1:0) beim tapfer kämpfenden baden-württembergischen Oberligisten 1. CfR Pforzheim.

Lucas Alario erzielte per Foulelfmeter (27.) den entscheidenden Treffer für den Europa-League-Teilnehmer und zerstörte damit alle Träume der Pforzheimer auf ein Wunder in ihrem ersten DFB-Pokalspiel seit 19 Jahren. (LIVETICKER zum Nachlesen)

Nach einer Ecke von Nationalspieler Julian Brandt wurde Bayer-Kapitän Sven Bender von Akiyoshi Saito umgerissen, Schiedsrichter Frank Willenborg entschied korrekt auf Foulelfmeter, den Alario sicher verwandelte. Kai Havertz (32.) und Kevin Volland mit einem Freistoß an die Latte verpassten vor der Pause die Vorentscheidung.

Pforzheim mit couragierter Leistung

Unter der knallenden Sonne im Norden des Schwarzwaldes nutzte Leverkusens Trainer Heiko Herrlich eine Trinkpause, um energisch auf seine Mannschaft einzureden, die immer wieder Probleme mit den Kontern der Gastgeber hatte. 

Ein Tor wollte den couragiert auftretenden Pforzheimern trotz guter Ansätze in der Offensive aber nicht gelingen. CfR-Trainer Gökhan Gökce hatte im Vorfeld der Partie noch das Ziel ausgerufen "mindestens einmal das Stadion jubeln zu lassen".

Zuletzt hatte der FC Pforzheim, der 2010 mit dem VfR Pforzheim zum CfR fusionierte, 1999 in der zweiten Pokalrunde gegen den SC Freiburg verloren.

Herrlich zeigt sich erleichtert

Die Werkself startet am Samstag in Gladbach (18.30 Uhr) ohne "Sechser" Julian Baumgartlinger in die Bundesliga. Der Österreicher musste kurz vor der Pause nach einem Zweikampf im Mittelfeld mit einer Bänderverletzung im linken Knie ausgewechselt werden.

Laut Trainer Heiko Herrlich wird Baumgartlinger sogar mehrere Wochen ausfallen: "Das Innenband scheint wohl gerissen zu sein. Er wird noch am Abend ein MRT machen."

"Ich bin froh, dass wir die Hürde genommen haben. Der Platz war sehr uneben und hoch gewachsen. Das hat uns den technischen Vorteil und Geschwindigkeit genommen", sagte Bayer-Coach Heiko Herrlich. 

Nürnberg zieht in nächste Runde ein

Der 1. FC Nürnberg ist im Pokal dank Mikael Ishak knapp an einer Blamage vorbeigeschrammt. Der Club kam beim Fünftligisten SV Linx nach einer indiskutablen Vorstellung nur zu einem mühevollen und glücklichen 2:1 (1:1). Eine Woche vor dem Ligaauftakt bei Hertha BSC wartet auf FCN-Trainer Michael Köllner noch jede Menge Arbeit. (LIVETICKER zum Nachlesen)

Ishak brachte den neunmaligen deutschen Meister und viermaligen Pokalsieger in der 15. Minute in Führung. Marco Rubio gelang für den südbadischen Oberligisten aus dem 1200-Seelen-Dorf mit einem fragwürdigen Foulelfmeter (20.) der Ausgleich. Erneut Ishak sorgte spät für die Entscheidung (88.).

"Es war ein typisches Pokalspiel für die erste Runde. Wir sind froh, dass wir unser Ziel geschafft haben", sagte FCN_Coach Michael Köllner. "Nach einer strittigen Entscheidung war auf einmal der Gegner wieder im Spiel. Dann läuft das Spiel, wie man es als Trainer nicht unbedingt will. Wir haben unsere Chancen liegen lassen."

Wölfe schleppen sich in nächste Runde

Der VfL Wolfsburg hat sich mit viel Mühe in die zweite Runde des DFB-Pokals geschleppt. Beim Viertligisten SV Elversberg gewann der Cupsieger von 2015 mit 1:0 (0:0) - ist für seinen knackigen Start in die Bundesliga in einer Woche aber noch nicht vollends gewappnet. (LIVETICKER zum Nachlesen)

Neuzugang Daniel Ginczek (76.) erlöste mit seinem späten Treffer die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia, die am kommenden Samstag gegen Vizemeister Schalke 04 in die Liga startet und danach zum Europa-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen reisen muss.

Zuletzt waren die Niedersachsen 2011 gegen den damaligen Regionalligisten RB Leipzig in der ersten Pokalrunde gescheitert. 

Mainz trotzt Unterzahl

Der FSV Mainz 05 hat trotz einer schnellen Roten Karte für Neuzugang Moussa Niakhate die Auftakthürde im DFB-Pokal gemeistert. Der Bundesligist siegte am Samstag beim Zweitligisten Erzgebirge Aue 3:1 (1:0) und zog in die zweite Runde ein. Dabei spielte Mainz nach dem frühen Platzverweis des französischen U21-Nationalspielers Niakhate schon ab der 3. Minute in Unterzahl.

Die in der 2. Bundesliga nach zwei Spielen noch tor- und sieglosen Sachsen mussten wie in den beiden Vorjahren den bitteren Erstrunden-K.o. hinnehmen.

Alexandru Maxim (31./65.) traf doppelt für die Mainzer, die rund eine Woche vor dem Bundesliga-Auftakt gegen den VfB Stuttgart Steigerungspotenzial offenbarten. Zudem war der eingewechselte Robin Quaison (59.) erfolgreich. Der Ehrentreffer gelang Pascal Testroet (83.). 

Oberhausen chancenlos

Zweitliga-Schlusslicht SV Sandhausen hat im DFB-Pokal sein erstes Erfolgserlebnis in dieser Saison gefeiert.

Die Mannschaft von Trainer Kenan Kocak gewann ihr Erstrundenmatch beim Viertligisten Rot-Weiß Oberhausen 6:0 (2:0) und kann nach den beiden Ligapleiten bei der SpVgg Greuther Fürth (1:3) und gegen Bundesliga-Absteiger Hamburger SV (0:3) etwas durchatmen.

Die Treffer für die Gäste beim Tabellenführer der Fußball-Regionalliga West erzielten vor 5000 Zuschauern Fabian Schleusener (7.), Felix Müller (25./90.+2), Philipp Förster (46.) per Foulelfmeter, Tim Kister (61.) und Markus Karl (83.).

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