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Der FC Bayern steht einmal mehr im Endspiel um den DFB-Pokal. Einen souveränen Sieg konnte der Topfavorit in den ersten fünf Runden nicht einfahren - im Gegenteil.

"Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!"

Ein Klassiker, den die Fans des FC Bayern mit großer Regelmäßigkeit anstimmen. 22 Mal standen die Münchner bereits im Finale des DFB-Pokals. Dass der FCB auch in diesem Jahr wieder im Berliner Olympiastadion zu Gast ist, ist trotzdem nicht selbstverständlich.

Selten musste der Rekordsieger (18 Titel) soviel kämpfen, kratzen, beißen und zittern wie in dieser Pokalsaison.

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Auftakt bei Drochtersen/Assel (1:0)

Ein Gegner, der vielen Bayern-Fans vor dem Spiel womöglich gar kein Begriff war. Der Viertligist schlug sich wacker und die Bayern mühten sich in der Frühphase der Saison gerade so zum Einzug in die nächste Runde. Ein erzwungener Pflichtsieg.

2. Runde beim SV Rödinghausen (2:1)

Wenn sich der Außenseiter (wieder ein Regionalligist) nach dem Spiel selbst feiert, ist das kein gutes Zeichen für den Topfavoriten. Das Duell mit Rödinghausen steht symbolisch für die enttäuschende Hinrunde der Roten.

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Nur phasenweise souverän, unnötiges Gegentor, eine Mannschaft auf der Suche nach sich selbst. Knackpunkt war der verschossene Elfmeter von Renato Sanches, der die Vorentscheidung hätte bedeuten können.

Achtelfinale bei der Hertha (3:2 n.V.)

Auf der einen Seite ein verdienter Sieg. Bayern war die bessere Mannschaft, machte sich aber einmal mehr selbst das Leben schwer. Ein Blackout von Mats Hummels sorgte für (aus Bayern-Sicht) unnötige Spannung.

Serge Gnabry markierte einen Doppelpack, Kingsley Coman entschied das Spiel in der Verlängerung.

Viertelfinale gegen Heidenheim (5:4)

Vier Gegentore gegen einen Zweitligisten. Und das auch noch in der heimischen Allianz Arena. Ein historischer Kick, der in der verrückten Geschichte des DFB-Pokals seinesgleichen sucht.

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Die Bayern spielten nach einer frühen Roten Karte für Niklas Süle (Notbremse) 75 lange Minuten in Unterzahl. 1:0, 1:2, 4:2, 4:4 - und ein Handelfmeter von Robert Lewandowski bringt die Entscheidung in der 84. Minute.

Halbfinale bei Werder Bremen 3:2

Ein weiteres Beispiel für die verwunderlichen Schwächephasen der Bayern in der Saison 2018/19. Eine klare 2:0-Führung wird innerhalb von zwei Minuten wieder hergeschenkt. Yuya Osako traf zum Anschluss (74.) - und dann schenkte Joshua Kimmich den Ball nur Sekunden nach dem Anstoß her, Milot Rashica besorgte den Rest (75.).

Wie schon im Viertelfinale fällt die Entscheidung nach einem Elfmeter. Einem äußerst fragwürdigen Elfmeter, verursacht von Theodor Gebre Selassie, der Kingsley Coman zu Fall brachte.

Fazit

Souverän war kein einziges Spiel der Bayern auf dem Weg ins Finale. Wenn sie den Pokal dennoch gewinnen sollten, wird das aber wohl niemand mehr interessieren.

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