vergrößernverkleinern
Matthias Sammer war von 2006 bis 2012 Sportdirektor beim DFB
Matthias Sammer war von 2006 bis 2012 Sportdirektor beim DFB © Getty Images
teilenE-MailKommentare

Für Matthias Sammer hat der deutsche Fußball nach dem WM-Debakel viel drängendere Probleme als die Diskussion über den Rücktritt von Mesut Özil aus dem DFB-Team.

Matthias Sammer rät im Lichte der Aufregung um Mesut Özils Rücktritt aus der Nationalmannschaft dazu, "nicht zu vergessen, dass wir im deutschen Fußball ein inhaltliches Problem haben."

Wie der frühere Sportvorstand von Bayern München in seiner Funktion als Eurosport-Experte ausführte, sei "Mesut ein unangenehmes Thema, das mit vielen Fehlern behaftet ist, es ist aber nicht das Problem des deutschen Fußballs."

Sammer (50) regt auch für die Bundesliga eine Qualitätsdebatte an, von der er Rekordmeister Bayern München ausnimmt. Man habe sich "ein bisschen hinter der Nationalmannschaft versteckt, weil die Turniere immer entsprechend gut liefen, zumindest bis zum Halbfinale." Das Niveau etwa beim Confed Cup 2017 sei allerdings "sehr überschaubar" gewesen.

Özil-Rücktritt für Matthäus kein Verlust

"Ich hoffe", sagte Sammer, "dass es gelingt darüber zu reden, dass es letztlich um Fußball geht. Fußball hat immer etwas mit Leistung zu tun. Diese Themen muss man strukturieren, organisieren und auch darüber reden können." Der deutsche Fußball müsse sich "als Maßstab die Weltspitze" setzen - sowohl in der Bundesliga als auch in der Nationalmannschaft und im Nachwuchsbereich. In den Mittelpunkt der Ausbildung gehöre etwa auch "das Anderssein von Spielern als ein Credo der Freiheit."

---

Lesen Sie auch:

Erdogan lobt Özil für Rücktritt aus DFB-Team

Reaktionen auf Özils Rücktritt

---

Nächste Artikel
previous article imagenext article image