Zwischen Genie und Buhmann: Özils Weg beim DFB
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Mesut Özil muss aktuell viel Kritik für seine Abrechnung mit dem DFB aushalten. Sein ehemaliger Schalke-Trainer Norbert Elgert gibt ihm jetzt Rückendeckung.

Viel Kritik prasselt derzeit auf Mesut Özil nach seiner Abrechnung mit dem DFB und dem damit einhergehenden Rücktritt aus der Nationalmannschaft ein. Unter anderem bezeichnete ihn Bayern-Präsident Uli Hoeneß als "Alibi-Kicker, der seit Jahren Dreck spielt."

Umso mehr wird es Özil erleichtern, von einer in Fußball-Deutschland respektierten Persönlichkeit Rückendeckung zu erfahren. Diese gibt ihm nun sein ehemaliger Jugendtrainer bei Schalke 04, Norbert Elgert.

Bereits vor der WM wollte sich 61-Jährige in der Sache neutral positionieren, bezweifelte aber nicht Özils Leidenschaft für Deutschland und seine Nationalelf: "Er ist ein sehr stolzer Mensch, der nicht einfach für Deutschland auflaufen würde, wenn sein Herz nicht auch für das Land schlagen würde."

Mit der erneuten Eskalation des Themas nach Özils veröffentlichter Stellungnahme sieht sich der U19-Trainer der Knappen jetzt allerdings in der Pflicht, Özil zur Seite zu stehen.

Elgert: "Seelische Rückendeckung" für Özil

Gegenüber der WAZ greift Elgert seine Rolle als ehemaliger Mentor des 29-Jährigen wieder auf. Vor 13 Jahren habe er Özil als "hochanständigen Menschen" kennen gelernt, für den er ihn auch heute noch halte.

Zwar möchte Elgert die Situation und die Aussagen der verschiedenen Parteien nicht bewerten. Aber er stellt klar, dass seine Tür für seinen ehemaligen Jugendspieler immer offen steht: "Wenn Mesut mich braucht, dann bin ich für ihn da. Er hat meine seelische Rückendeckung."

Aus Elgerts Sicht resultierten Problematiken wie diese vor allem durch mangelnden Austausch zwischen den Beteiligten: "Probleme und Konflikte entstehen immer dann, wenn Menschen nicht miteinander kommunizieren. Das weiß ich aus eigener Erfahrung."

Der langjährige Schalke-Trainer hatte Özil 2005 entdeckt und aus der Jugend von Rot-Weiß Essen nach Gelsenkirchen geholt. Für Schalke machte Özil bis zu seinem Wechsel zu Werder Bremen 30 Bundesliga-Spiele.

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