Medien-Schelte: Müller erklärt "Yo Mann"-Debatte
teilenE-MailKommentare

München - "Yo, Mann!" Thomas Müller soll bei manchen Teamkollegen mit einem misslungenen Scherz ins Fettnäpfchen getreten sein. Er weist das amüsiert zurück.

Ein Spaß von Thomas Müller, über den angeblich nicht jeder Kollege im DFB-Team lachen konnte: Es war eine kleine Geschichte, die nach dem WM-Debakel für Gesprächsstoff sorgte – worüber Müller sich nun amüsiert zeigt.

"An den Begriff 'Yo, Mann!' kann ich mich jetzt nicht ganz erinnern", sagte Müller bei der Pressekonferenz vor dem Auftakt der Nations League gegen Frankreich (Donnerstag, ab 20.45 Uhr im LIVETICKER). Und er wies im selben Atemzug die damit zusammenhängenden Berichte zurück, wonach die Nationalmannschaft menschlich gespalten wäre.

Müller soll ins Fettnäpfchen getreten sein

Anlass für das Dementi: ein Ende August veröffentlichter, auf viel Echo gestoßener Bericht des Spiegel.

Es ging darin um die Grüppchenbildung innerhalb des Teams, um eine gewisse Kluft zwischen den Spielern mit Migrationshintergrund (angebliche Selbstbezeichnung: "Kanaken") und denen ohne ("Kartoffeln"). Eine Kluft, die vor dem Hintergrund des Falls Mesut Özil zusätzliche Brisanz gewonnen hätte.

Über Müller hieß es in dem Artikel, dass er bei dem Thema teamintern schon ins Fettnäpchen getreten sei: "Manch­mal imi­tiert er das Rap­per-Ge­ha­be sei­ner Mit­spie­ler. Er kommt dann mit den Ar­men fuch­telnd an­ge­lau­fen und sagt: 'Yo, man!'. Das ist nicht ab­wer­tend ge­meint, son­dern lus­tig. Aber das fin­den die Kol­le­gen eben manch­mal nicht lus­tig."

Über Müller ("der Pfer­de mag und mit sei­ner Frau Lisa zu Hau­se in Ot­ter­fing Ur­laub macht") hieß es wiederum, dass er mit seinem Lebensstil auch manchmal Spott auf sich ziehe.

ANZEIGE: Jetzt das Trikot des DFB-Teams kaufen - hier geht es zum Shop

"Wir verstehen uns echt gut"

Bei der DFB-PK lachte Müller, als er auf den Bericht angesprochen wurde. Und er versicherte: Alles ganz harmlos. Es könne keine Rede davon sein, "dass ich das täglich oder auch grundsätzlich zu anderen Spielern sage, um zu provozieren".

Nach Müllers Angaben ist die Lesart, dass es einen Riss innerhalb des Teams gebe, schlicht falsch: Es sei schlicht so, dass es einfach Spieler gebe, "die auch im Privatleben ähnliche Interessen haben". Und demzufolge dann wohl auch Spieler, bei denen das nicht der Fall ist.

Von einer Spaltung der Mannschaft aber könne man nun wirklich nicht sprechen: "Wir verstehen uns echt gut. Wenn man keinen Erfolg hat, wird viel gesucht und nicht immer gefunden, aber trotzdem nach außen getragen. Ich kann absolut verneinen, dass es irgendwelche Risse im Team gibt."

--- 

Lesen Sie auch: 

Darum geht's in der Nations League

Neuer: Keine Sonderrolle für Gündogan

Nächste Artikel
previous article imagenext article image