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Frankfurt am Main - Eintracht Frankfurt erkämpft sich im Hinspiel gegen Chelsea ein Remis und hat damit noch alle Chancen auf das Finale. Das sehen auch die Spieler so. Die Stimmen.

Eintracht Frankfurt hat in der Europa League einen Sieg im Hinspiel gegen den FC Chelsea verpasst, nach dem 1:1 (1:1) aber weiter alle Chancen auf den Finaleinzug (Service: Spielplan der Europa League).

Luka Jovic brachte die Eintracht in der 23. Minute in Führung, Pedro glich in der 45. Minute aus (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker).

Nach dem Abpfiff überwog bei den Frankfurtern der Stolz. Im Rückspiel traut sich der Bundesligist noch alles zu.

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SPORT1 fasst die Stimmen von RTL, DAZN und aus der Mixed Zone zusammen.

Sebastian Rode: "Ich habe einige Blessuren davon getragen. Ich bin schon kaputt jetzt. Es war ein sehr intensives Spiel, wir haben versucht, das eigene Tor zu verteidigen. Wir haben gegen einen hervorragenden Gegner gespielt, der den Ball sehr gut hat laufen lassen. Wir sind zu viel hinterhergelaufen. Wir haben es nicht geschafft, die Bälle festzumachen und für Entlastung zu sorgen. Ärgerlich, dass wir kurz vor der Halbzeit das Gegentor kassiert haben. Nächste Woche ist noch alles drin. Wir freuen uns darauf, da wollen wir es schaffen."

Fredi Bobic: "Du willst natürlich nie zu Hause ein Gegentor bekommen. Aber es war auch absolut verdient. Chelsea hat uns phasenweise schon vor Riesenprobleme gestellt. Aber wie die Mannschaft in der zweiten Halbzeit sich aus dieser Umklammerung herausgequält hat, was sie die letzten 15 Minuten nochmal abgerissen hat, war à la bonne heure. Mentalität, Leidenschaft - wir haben heute alles gesehen, was Fußball ausmacht."

über Kostic: "Vor allem in der ersten Halbzeit war er sehr viel unterwegs. Aber dann hat Chelsea das schon clever gemacht und ihn ein bisschen aus dem Spiel genommen. Gerade in der zweiten Halbzeit haben sie ihn, wenn er nach vorn ging, sehr schnell gedoppelt. Da hat er es nicht einfach gehabt. Aber Filip ist einer, der immer wieder anläuft. Dadurch hat er immer wieder ein paar Löcher gerissen. Er hat wieder alles das gezeigt, was ihn ausmacht."

über das Gegentor: "Man kann das verteidigen, wir sind da eigentlich schon dran. Dann sind wir ein bisschen zu passiv, schauen eher zu. Der erste Kontakt von Pedro ist Weltklasse. Wie er ihn annimmt und dann mit dem Fuß ins Eck abschließt, das ist eine Bewegung. Diese individuelle Extraklasse hat man heute bei Chelsea sehr oft gesehen. Aber natürlich können wir das besser verteidigen."

Makoto Hasebe: "1:1 ist kein schlechtes Ergebnis. Aber wir haben ein Gegentor bekommen, das ist ein bisschen bitter. Aber in London ist noch alles möglich. Wir haben Chancen."

über Chelsea: "Das war noch eine Stufe höher als Inter Mailand, Benfica oder Schachtjor Donezk. Aber wir haben dennoch ein Unentschieden geschafft. Wir müssen auswärts mindestens ein Tor schießen. Das ist eine schwere Aufgabe, aber das schaffen wir."

über den fehlenden Rebic: "Ante ist ein sehr wichtiger Spieler. Mit seiner Schnelligkeit ist er gegen Chelsea gefährlich. Ich freue mich, dass er im Rückspiel wieder dabei ist."

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über die Kraftreserven: "Wir haben 46 Spiele hinter uns. Das habe ich noch nie erlebt und ich bin schon 35 Jahre alt. Aber der Kopf entscheidet meiner Meinung nach alles. Ich hoffe, dass wir noch fünf Spiele alles geben können."

über die anstehende Aufgabe gegen Leverkusen: "In der Bundesliga haben wir ganz große Chancen. Es ist ein bisschen eng. Aber außer mir sind alle jung. Deswegen schaffen wir das."

Gelson Fernandes: "Es ist alles offen. Wir können immer noch alles erreichen. Das war der stärkste Gegner in unserem Stadion. Sie haben Qualität, sie haben gezeigt, dass sie gut Fußball spielen können. Wenn man sieht, wer reinkommt… Wir sind an unsere Grenzen gegangen. Wir haben alles gegeben. Natürlich fehlen uns ein paar Stürmer, die sind auch wichtig für uns. Aber mit denen, die wir hatten, haben wir alles gegeben. Wir können stolz auf uns sein. Ich weiß nicht, wie viel Eintracht Frankfurt vor drei, vier Jahren gegen solche Gegner kassiert hätte. Das Tor vor der Halbzeit ist blöd."  

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Danny Da Costa: "Das ist der absolute Wahnsinn, was hier im Stadion abgeht. Es war so laut, man hat kaum sein eigenes Wort verstanden. Das ist eine ganz besondere Atmosphäre, die wir hier in unseren Heimspielen haben. Chelsea ist eine Mannschaft mit Wahnsinns-Qualität. Wir konnten nicht über 90 Minuten alles im Vollsprint absolvieren. Aber wir hatten hintenraus noch Chancen. Vielleicht hat uns etwas die Frische gefehlt, aber wir haben es ganz gut gemacht."

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Ich denke, es war ein absoluter Achtungserfolg gegen eine absolute Topmannschaft. Meine Mannschaft hat für mich ein Topspiel gemacht. Was ärgerlich war, war das Tor vor der Pause, das hat sich abgezeichnet. Trotz allem dürfen wir sehr stolz auf unsere Leistung sein. Mit einem 1:1 nach London zu fahren, ist nicht einfach, aber das wird nächste Woche noch einmal ein heißer Tanz. Wir haben auswärts eine Aufgabe zu lösen, dass wir ein Tor schießen müssen. Aber was haben wir zu verlieren? Die Trümpfe hat sicherlich Chelsea in der Hand, aber das heißt noch nicht, dass sie nach Baku gehen."

Hütter (auf der PK): "Ich bin sehr stolz. Die Zuschauer haben uns mit ihrer Euphorie wieder angesteckt. Teilweise mussten wir viel leiden, haben aber zum Ende große Leidenschaft gezeigt. Ich bin davon überzeugt, dass wir bei Chelsea an der Stamford Bridge noch alle Chancen haben. Dann ist Ante Rebic auch wieder mit dabei. Er wird uns mit seiner Wucht und Dynamik gut tun. Wir müssen aber auch mindestens ein Tor erzielen."

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