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Bundestrainer Joachim Löw hofft für die WM in Russland weiter auf Stammkeeper Manuel Neuer
Joachim Löw plant fest mit Manuel Neuer bei der Wm © Getty Images
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Der Bundestrainer plant für die Vorbereitung auf die WM fest mit seiner Nummer eins. Neuer selbst spricht über schwierige Phasen seiner Verletzungpause.

Fußball-Nationaltorhüter Manuel Neuer wird nach seiner langen Verletzungspause mit der Nationalmannschaft ins WM-Trainingslager nach Südtirol (23. Mai bis 7. Juni) reisen.

Das bestätigte Bundestrainer Joachim Löw vor dem Halbfinal-Hinspiel der Champions League zwischen Bayern München und Titelverteidiger Real Madrid bei Sky. Wann der Bayern-Keeper und DFB-Kapitän nach Eppan kommt, ließ Löw offen.

Theoretisch könnte Neuer mit den Bayern noch im Finale der Königsklasse am 26. Mai in Kiew beschäftigt sein. Löw geht davon aus, dass Neuer nach seiner siebenmonatigen Leidenszeit wegen eines Mittelfußbruchs noch auf den WM-Zug aufspringt.

"Er ist wieder im Training und macht Tag für Tag Fortschritte. Aber natürlich muss er ein bisschen aufholen", sagte der Bundestrainer.

Neuer selbst geht fest davon aus, in Russland dabei zu sein. "Ich denke schon, dass ich dabei bin und auch spielen kann. Und das will ich auch", sagte der 32-Jährige dem Magazin stern.

Er sei "topzufrieden", wie der Heilungsprozess laufe, erklärte aber auch: "Ich wäre natürlich gern noch ein Stück weiter."

Der Kapitän der DFB-Auswahl und des deutschen Meisters Bayern München hofft, noch auf einen Einsatz für seinen Klub zu kommen: "Da muss alles passen, aber es hat mich in der Reha schon sehr motiviert, dass wir noch in zwei Wettbewerben sind - DFB-Pokal und Champions League. Das hat mir Perspektiven eröffnet für diese Saison." Er könne aber "nicht von nichts kommen und sagen: 'Ich spiele hier ein Finale.' Die Leistung im Training wird entscheidend sein."

Neuer spricht über schwierige Phase

Neuer gewährte Einblicke in sein Seelenleben während seiner Zwangspause: "Natürlich gab es den Punkt, an dem die Heilung stagnierte. Da musste ich schon schlucken und habe mich gefragt: Warum geht das nicht weiter. Was hat das zu bedeuten, was macht gerade mein Körper mit mir?", meinte der gebürtige Gelsenkirchener.

Die Anfangsphase sei die "härteste Phase" gewesen, beteuerte der Weltmeister: "Die Rückschläge waren eher emotionaler Natur. Sie kamen zu einer Zeit, als sich hier im Verein einiges getan hat. Zum Beispiel der Trainerwechsel im Herbst von Ancelotti zu Heynckes. Ich musste erst einmal wieder alle neuen Trainer auf den Stand bringen bezüglich meiner Verletzung." Am meisten vermisst habe er "dieses Gefühl, gebraucht zu werden.

Neuer hatte sich im September den dritten Mittelfußbruch seiner Karriere zugezogen. Er trägt seitdem im linken wie im rechten Fuß zur Stabilisierung eine Titanplatte. Seit Ende März befindet er sich wieder im Training auf dem Platz. Sein Vertreter Sven Ulreich hielt zuletzt stark und gilt als Außenseiterkandidat für eine WM-Nominierung.

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