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Die deutsche Frauen-Mannschaft ist nach dem Aus im WM-Viertelfinale gegen Schweden am Boden. Bundestrainerin Voss-Tecklenburg mahnt zur Ruhe und fordert Sachlichkeit.

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat am Morgen nach dem Viertelfinal-Aus bei der WM gegen Schweden (1:2) und der verpassten Olympia-Qualifikation Zuversicht verbreitet.

"Wir müssen darin auch eine Chance sehen, dass es uns Zeit und einen Rahmen gibt, Entwicklungen anzuschieben, Veränderungsprozesse kontinuierlich weiterzugehen und bei der EM 2021 eine gute Rolle zu spielen", sagte die 51-Jährige vor der Abreise am Sonntagmorgen vom Teamquartier in Bruz.

Per Bus ging es um kurz nach 9.30 Uhr zum Bahnhof Rennes und von dort per Schnellzug nach Paris. Aus der französischen Hauptstadt reiste der zweimalige Weltmeister in Gruppen in die jeweiligen Heimatorte. "MVT" kündigte eine "sachliche Analyse" der WM an: "Da nehmen wir uns Zeit dafür, und dann setzen wir uns im August beim DFB zusammen."

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Die Nacht sei "kurz und lang" gewesen, sagte Voss-Tecklenburg, "weil wir spät im Bett waren und die Nacht nicht umgeht". Mit ihren eigenen Entscheidungen hadere sie nicht, "aber man reflektiert. Wir haben unsere Entscheidungen aus Überzeugung getroffen und stehen dahinter. Wir hoffen, dass wir alle daran wachsen".

Keeperin Schult: "Hatten keinen einfachen Weg"

Auch Torhüterin Almuth Schult stellte sich den wartenden Reportern. "Wir hatten keinen einfachen Weg in den letzten Jahren, mit einigen Trainerwechseln", sagte die 28-Jährige: "Aber wir haben eine große Euphorie und großen Siegeswillen gezeigt in vier Spielen. Es ist einfach enttäuschend, dass wir das im fünften Spiel nicht konnten."

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Sie glaube dennoch nicht, dass der Olympiasieger den Anschluss an die Weltspitze verloren habe. "Wir haben schon oft genug gezeigt mit dieser Mannschaft, dass wir oben in der Weltspitze mitspielen können. Man sollte jetzt nicht alles kaputtreden", so die Wolfsburgerin: "Wir sind eine junge Mannschaft. Ich hoffe, dass wir den Prozess dann auch mal mit einem Erfolg krönen können." 

Ein Ziel habe das DFB-Team trotz des  Ausscheidens erreicht. "Es war ja nicht alles schlecht, wir haben viele Menschen begeistert. Das war unser Ziel, dass wir Leute für den Frauenfußball einnehmen", sagte Schult: "Das haben wir geschafft. Und das wollen wir weitermachen."

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