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Dario Quenstedt wechselte zur Saison 2019/20 zum THW Kiel
Dario Quenstedt wechselte zur Saison 2019/20 zum THW Kiel © Getty Images
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Dario Quenstedt ist der Senkrechtstarter im deutschen Tor. In den Länderspielen gegen Kroatien sind alle Augen auf den Kieler gerichtet, der sich anschickt, Silvio Heinevetter das EM-Ticket abzuluchsen.

Dario Quenstedt war bester Laune, als er zusammen mit Kapitän Uwe Gensheimer und Co. den Flieger bestieg. Mit dem Abflug nach Zagreb begann für den Torhüter vom THW Kiel sein ganz persönliches EM-Casting. Quenstedt schickt sich an, Stammkeeper Silvio Heinevetter das EM-Ticket abzuluchsen.

"Ich freue mich sehr auf die Woche, speziell auf die beiden Länderspiele als Highlight", sagte Quenstedt dem SID. Er fühle sich "topfit und sehr gut".

Der Keeper weiß: In den Spielen gegen den zweimaligen Olympiasieger Kroatien am Mittwoch (19.30 Uhr) in Zagreb und am Samstag in Hannover (14.30 Uhr) werden alle Augen auf ihn gerichtet sein.

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Heinevetter vs. Quenstedt um EM-Ticket

Der Kampf ums deutsche Tor sorgt beim letzten Nationalmannschaftslehrgang des Jahres für die größte Spannung. Europameister Andreas Wolff dürfte für die EM im Januar gesetzt sein, um den Platz an dessen Seite kämpfen Routinier Heinevetter (192 Länderspiele) und eben Shootingstar Quenstedt (13 Einsätze).

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"Mit der Nominierung habe ich die Möglichkeit, mich zu zeigen", sagte Quenstedt: "Es kommt jetzt darauf an, das Vertrauen des Bundestrainers mit einer entsprechenden Leistung zu würdigen."

Für den früheren Torhüter Andreas Thiel war Prokops Entscheidung aber noch kein klarer Fingerzeig Richtung EM. "Heinevetter ist bei diesen Länderspielen nicht dabei, aber ich glaube nicht, dass es bereits eine Entscheidung in Richtung EM ist. Dario Quenstedt hat sich mit seinen Leistungen in den letzten Wochen die Chance verdient", erklärte Thiel bei SPORT1.

Starkes Torhüter-Duo mit Landin beim THW Kiel

Das Vertrauen von Bundestrainer Christian Prokop ("Leistung war ausschlaggebend") hat sich Quenstedt redlich verdient. Seit seinem Wechsel im Sommer vom SC Magdeburg nach Kiel besticht der 30-Jährige mit starken Auftritten.

An der Seite des dänischen Weltmeisters und Olympiasiegers Niklas Landin bekam Quenstedt erstaunlich viele Spielanteile und avancierte zum Senkrechtstarter der bisherigen Bundesliga-Saison.

"Für Dario hat sich der Wechsel sehr gelohnt", sagte Prokop: "Er hatte viele Spiele, wo er als Nummer zwei reinkam und sofort Leistung gebracht hat." Genau das erhofft sich der DHB-Coach nun auch in der Nationalmannschaft an der Seite von Wolff.

Für Quenstedt ist die Berufung eine späte Genugtuung. Einige in der Branche hatten den Junioren-Weltmeister von 2009 schon als ewiges Talent abgestempelt, das 2012 zwar sein erstes Länderspiel absolvierte, es danach aber nie ganz in die erste Reihe schaffte.

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Wechsel erweist sich als richtig

Doch mit dem Wechsel nach Kiel und den gezeigten Leistungen landete Quenstedt plötzlich wieder auf dem Radar des Bundestrainers.

"Diese Nominierung zeigt mir, dass der eingeschlagene Weg raus aus der Komfortzone und Wechsel nach Kiel und die damit neu gesteckten Ziele richtig waren", sagt Quenstedt.

Am Mittwoch in Zagreb wird er sein 14. Länderspiel absolvieren, die EM ist plötzlich zum Greifen nah.

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