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Johannes Bitter war der erste neue Coronafall im DHB-Team
Johannes Bitter war der erste neue Coronafall im DHB-Team © Imago
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Der Handball versinkt im Corona-Chaos. Der nächste Nationalspieler wird positiv auf das Coronavirus getestet, ein Liga-Topspiel wird abgesagt.

In der deutschen Handball-Nationalmannschaft ist nach Torhüter Johannes Bitter auch Rückraumspieler Marian Michalczik positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilte dessen Michalcziks Verein Füchse Berlin am Mittwoch mit, ein zweiter Test bestätigte den positiven Erstbefund.

Michalczik, der wie Bitter mit dem DHB-Team am Sonntag in Tallinn gegen Estland (35:23) und zuvor am Donnerstag in Düsseldorf gegen Bosnien-Herzegowina (25:21) gespielt hatte, zeigt keine Symptome und befindet sich bis auf Weiteres in Quarantäne.

Erst am Dienstagabend hatte der Deutsche Handballbund (DHB) die Infektion von Bitter veröffentlicht. Bitter und Michalczik waren während der Länderspielwoche noch mehrmals negativ getestet worden.

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Liga-Topspiel abgesagt

Die positiven Tests beim DHB haben Auswirkungen auf den Bundesliga-Spielplan: Das für den Mittwochabend angesetzte Topspiel zwischen der SG Flensburg-Handewitt und MT Melsungen sagte die HBL "in enger Abstimmung mit den betroffenen Klubs" ab.

"Es ist eine rein präventive Maßnahme. Wir wollen auf Nummer sicher gehen", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann dem SID.

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Von den sieben deutschen Nationalspielern in den Reihen der beiden Klubs war im Rahmen der Lehrgangswoche keiner positiv getestet worden. "Da nach wie vor eine Infektionsgefahr nicht gänzlich auszuschließen ist, schützt die HBL GmbH vorsorglich Spieler und Personen in deren Umfeld", hieß es in der HBL-Mitteilung.

Die weiteren für den heutigen Mittwoch angesetzten vier Begegnungen werden wie geplant ausgetragen. Die am Donnerstag angesetzten Partien des THW Kiel gegen die Füchse Berlin und TSV Hannover-Burgdorf gegen Frisch Auf Göppingen stehen allerdings auf der Kippe. Die Füchse beantragten nach dem positiven Testergebnis bei Michalczik eine Verlegung des Spiels in Kiel.

3. Liga setzt vorerst aus

Wegen der Coronavirus-Pandemie wird zudem die Handball-Saison in der 3. Liga sowie in der Jugend-Bundesliga bis zum Jahresende ausgesetzt. Das gab der DHB am Mittwoch ebenfalls bekannt. Die Wiederaufnahme ist Stand jetzt zum zweiten Wochenende im Januar geplant, "sofern dies die weitere Entwicklung" zulässt.

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"Unser oberstes Ziel ist es weiterhin, verantwortungsvoll Möglichkeiten für Handball zu schaffen. Priorität haben dabei Wiederaufnahme und Fortführung des Trainings", sagte DHB-Vorstandschef Mark Schober: "Dies gilt insbesondere für die Nachwuchstalente. Unabhängig von der formalen Einordnung als Profi- oder Amateursport kämpfen wir für alle Mannschaften auf politischer Ebene darum, dass sie trainieren können, wenn sie dies tun wollen."

Von insgesamt 131 Mannschaften der 3. Liga (72 Männer, 59 Frauen) habe derzeit ein Drittel keine Erlaubnis, weiter zu trainieren, teilte der DHB weiter mit. Etwa die Hälfte dürfe den Spielbetrieb auch ohne Zuschauer nicht aufnehmen.

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