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München - Am Montag berichtete die "L'Equipe", dass Paris Saint-Germain Neymar bei einem guten Angebot ziehen lassen würde. Doch wohin könnte der Superstar wechseln?

Das Ende einer Rekord-Ehe?

Neymar soll den Klub-Verantwortlichen zuletzt mitgeteilt haben, dass er Paris Saint-Germain gerne verlassen würde. Nun berichtete L'Equipe, dass auch der Klub bereit wäre, den Superstar ziehen zu lassen. Doch welcher Verein kommt für einen Transfer in Frage? Und vor allem: Welcher kann ihn sich überhaupt leisten?

Denn der Brasilianer steht sinnbildlich für die neue Entwicklung auf dem Transfermarkt. Jeder Klub der Welt würde ihn – wenn es um seine Qualitäten geht - gerne verpflichten, doch kaum einer wird ihn sich leisten können.

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PSG verpflichtete Neymar im Sommer 2017 für die astronomische Ablösesumme von 222 Millionen Euro. Bis heute Rekord.

Keine Ausstiegsklausel bei Neymar

Deutlich unter dieser Ablöse wird der Scheichklub den Offensiv-Star wohl nicht ziehen lassen wollen. Auch weil der 27-Jährige in Paris noch drei Jahre Vertrag hat und sich im besten Fußballer-Alter befindet. Eine Ausstiegsklausel gibt es nicht. Hinzu kommt das fürstliche Gehalt von rund 30 Millionen Euro im Jahr.

Es stellt sich also die Frage, welcher Top-Klub realistisches Interesse hat, Neymar zu verpflichten. Zumal dieser zuletzt extrem verletzungsanfällig war und momentan auch die Copa América wegen einer Knöchelverletzung verpasst.

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FC Barcelona und Real Madrid sind mögliche Abnehmer

Die wahrscheinlichste Option dürfte eine Rückkehr zum FC Barcelona sein. Das mag wegen der unschönen Art und Weise der Trennung überraschend sein. Neymar hatte wütende Klub-Verantwortliche und eine Pattsituation zwischen dem Verein und seinem Vater (der auch als sein Berater fungiert) in Katalonien hinterlassen.

Allerdings hat der Ausnahmekicker nie den Kontakt nach Barcelona abreißen lassen und gestand, mit dem vorschnellen Abschied einen Fehler gemacht zu haben. In der Kabine des spanischen Meisters hat er noch viele Befürworter, allen voran Lionel Messi, dessen Stimme bekanntlich Gewicht hat.

Trotzdem ist fraglich, ob Barca an einem Transfer interessiert ist, zumal die Katalanen kurz vor der Verpflichtung von Antoine Griezmann stehen. Falls der Franzose kommt, erscheint ein Blockbuster-Deal mit Neymar finanziell undenkbar.

Legt Real nach Hazard nochmal nach?

In Spanien gibt es aber noch ein potenzielles Ziel: Madrid. Genauer gesagt: Real Madrid. Bei dem großen Rivalen des FC Barcelona hatte eine Verpflichtung von Neymar bislang keine Priorität, die finanziellen Mittel sind aber wohl vorhanden, wie die ausgelassene Shopping-Tour der Königlichen zeigt.

Bei der Vorstellung von Neuzugang Eden Hazard skandierten die Fans den Namen eines anderen PSG-Stars: Kylian Mbappé. Falls der Klub von Coach Zinedine Zidane den 20-Jährigen aber nicht liefern kann, wäre dessen Teamkollege Neymar eine hoch interessante Alternative.

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Real-Präsident Florentino Perez ist vor allem ein Fan von dessen Marketing, das auch den Königlichen gut zu Gesicht stehen würde. Der Brasilianer ist hinter Cristiano Ronaldo der Fußballer mit den meisten Followern in den sozialen Netzwerken und würde noch mehr Glanz in das Estadio Bernabeu bringen.

Könnte Neymar in die Premier League wechseln?

Ein anderes potenzielles Ziel ist die Premier League. Der harte und robuste Spielstil auf der Insel mag zwar nicht wirklich zu dem trickreichen Edeltechniker passen, die finanzielle Stärke der englischen Klubs macht sie aber zu einer interessanten Option.

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Manchester United ist ein denkbarer Abnehmer. Falls Paul Pogba die Red Devils verlassen sollte, hätte der Verein das nötige Kleingeld, um einen Deal dieser Größenordnung einzufädeln.

Neymar könnte im Old Trafford einen Neuaufbau anführen. Das Problem ist nur, dass United in der nächsten Saison nicht für die Champions League qualifiziert ist.

Stadtrivale Manchester City startet als Meister selbstverständlich in der Königsklasse. Der Scheichklub sollte außerdem über die finanziellen Mittel verfügen, um Neymar nach Manchester zu holen.

Sportlich könnte er sich gut in das Spielsystem von Trainer Pep Guardiola einfügen. Allerdings müsste der Spanier sein gut funktionierendes Kollektiv für Neymar wohl teilweise auflösen.

Eines gilt auf jeden Fall: Wenn ein Spieler wie Neymar auf dem Markt ist, werden die Top-Klubs auf jeden Fall über einen Transfer nachdenken. 

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