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Robert Lewandowski wurden gute Chancen auf den Ballon d'Or eingeräumt
Robert Lewandowski wurden gute Chancen auf den Ballon d'Or eingeräumt © Getty Images
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Lionel Messi kann 2020 nicht zum siebten Mal den Ballon d'Or gewinnen. Die Auszeichnung wird wegen der Coronakrise nicht verliehen.

Im Jahr 2020 wird kein Ballon d'Or vergeben.

Die jährlich von France Football verliehene prestigeträchtige Individualtrophäe für den besten Fußballer des Jahres fällt in diesem Jahr wegen der Coronapandemie aus.

Es ist das erste Mal nach 63 Jahren, dass es keinen Ballon-d'Or-Gewinner geben wird.

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"Außergewöhnliche Umstände, außergewöhnliche Bestimmungen", teilte das Magazin mit. "Mangels hinreichend fairer Bedingungen" habe sich France Football dagegen entschieden. Tatsächlich wäre die Beurteilung aufgrund der verschiedenen Szenarien in den Ligen - während die französische Ligue 1 mit Kylian Mbappé oder Neymar abgebrochen wurde, ging die Bundesliga bekanntermaßen zu Ende - verzerrt gewesen.

"Die Kandidaten sitzen nicht im selben Boot, einige Spieler hatten eine verkürzte Saison. Wie können wir also eine faire Bewertung anstellen?", heißt in der Mitteilung.

Weltfußballer-Wahl noch möglich

Das heißt allerdings nicht, dass 2020 kein Weltfußballer gekürt wird. Denn die Wahl wird vom Fußball-Weltverband FIFA organisiert und heißt "The Best FIFA Men's Player".

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Der Ballon d'Or - französisch für Goldener Ball - wird seit 1956 von der französischen Fußball-Zeitschrift France Football vergeben. Zwischen 2010 und 2015 schufen FIFA und France Football die gemeinsame Auszeichnung "FIFA Ballon d'Or", seit 2016 gibt es allerdings wieder zwei Trophäen. Seit 2018 existiert zudem eine Wahl für die beste weibliche Fußballspielerin.

Die Auszeichnung wird jährlich durch eine Abstimmung unter den Trainern und Kapitänen der Nationalmannschaften sowie von internationalen Medienvertreter vergeben.

Lionel Messi ist als sechsmaliger Sieger der erfolgreichste Profi. Cristiano Ronaldo hat den Preis fünf Mal abgeräumt, Franz Beckenbauer (1972, 1976) und Karl-Heinz Rummenigge (1980, 1981) setzten sich als beste Deutsche jeweils zwei Mal durch.

Pérez sprach sich für Benzema aus

Noch am Sonntag hatte Real Madrids Präsident Florentino Pérez nach dem Gewinn der spanischen Meisterschaft die besondere Auszeichnung für seinen Top-Torjäger Karim Benzema gefordert. 

Der Franzose hatte den Titel-Triumph mit seinen Ligatoren 20 und 21 gegen Villarreal perfekt gemacht - und bekam ein dickes Lob von seinem Chef. "Benzema sollte den Ballon d'Or bekommen", sagte der 73-Jährige. "Ich habe keinen Spieler gesehen, der ein so gutes Jahr wie er hatte."

Wenn man auf die nackten Zahlen blickt, stimmt das allerdings nicht: Robert Lewandowsi hat beim FC Bayern in der Bundesliga schließlich 34 Tore geschossen. Insgesamt bringt es der Pole auf 57 Scorerpunkte in 43 Pflichtspielen, darunter 51 Tore. Zum Vergleich: Benzema liegt bei wettbewerbsübergreifend 37 Torbeteiligungen in der laufenden Saison (46 Spiele).

Lewandowski galt als Favorit

Tatsächlich wurden Lewandowski gute Chancen auf den Ballon d'Or eingeräumt. Wie die englische Sun in Kooperation mit dem Wettanbieter Ladbrokes zuletzt berichtete, war der polnische Stürmer des FC Bayern München Favorit bei dem englischen Buchmacher. Der 31-Jährige hat mit 3:1 demnach die niedrigste Quote.

"51 Tore sind eine Hausnummer. Lewy hat Vertrauen in seine Qualitäten. Man kann schon mal darüber nachdenken, einen Spieler aus der Bundesliga zum Weltfußballer zu machen. Warum nicht?", warb Bayern-Trainer Hansi Flick kürzlich für seinen Goalgetter. Auch für den ehemaligen niederländischen Weltklasse-Stürmer Robin van Persie war Lewandowski Favorit auf die Auszeichnung.

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