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Der zweimalige Weltfußballer kam im WM-Finale 1998 trotz eines krampfhaften Anfalls am Morgen zum Einsatz. Zinédine Zidanes Sternstunde konnte er aber nicht verhindern.

Als der Spielberichtsbogen vor dem WM-Finale 1998 die Runde machte, fehlte vollkommen überraschend der Name des besten Fußballers der Welt.

Der zweimalige Weltfußballer Ronaldo im Endspiel gegen Frankreich nicht in der brasilianischen Startelf? Das kann doch eigentlich nicht sein, die gesamte Fußballwelt rätselte. Ein Mysterium, hinter dem eine ganz simple Erklärung steckte.

"Acht oder neun Stunden vor dem Finale wurde er im Hotel von einem krampfartigen Anfall geschüttelt. "Eine schreckliche Szene, wir dachten, er würde sterben", erinnert sich der damalige Teamkollege Cesar Sampaio im Interview mit The Blizzard.

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Roberto Carlos musste dem Angreifer sogar die Zunge aus dem Hals ziehen und rettete damit wohl sein Leben.

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Drängte Nike auf Ronaldo-Einsatz? 

Ronaldo war also noch zu Untersuchungen im Krankenhaus, als die Aufstellung verkündet wurde. Trainer Mario Zagallo plante Ersatzmann Edmundo für die Startelf ein. Doch 40 Minuten vor dem Anpfiff tauchte Ronaldo plötzlich in der Kabine der Selecao auf und meldete sich einsatzbereit.

Bis heute halten sich Gerüchte, dass die brasilianische Regierung und Nationalmannschaftssponsor Nike auf einen Einsatz des mittlerweile 43-Jährigen gedrängt hatten.

Doch es half am 12. Juli 1998 nichts. Die Brasilianer waren beim 0:3 (0:2) gegen die Équipe Tricolore auch mit Ronaldo chancenlos, weil auf der Gegenseite einer der besten Fußballer der Geschichte eine Sternstunde erlebte.

Zinédine Zidane erledigte den Rekordweltmeister fast im Alleingang. Einmal eine Ecke von rechts, dann eine Ecke von links und der Mittelfeldspieler wuchtete jeweils am ersten Pfosten den Ball per Kopf ins kurze Eck. Das Spiel war frühzeitig entschieden, Emmanuel Petit machte den Sturz des Titelverteidigers Brasilien in der Nachspielzeit perfekt.

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