Tuchel: Keine Einsatzgarantie für Draxler
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München - Julian Draxler schwärmt bei SPORT1 von seinem PSG-Kollegen Kylian Mbappe und erklärt, warum er auch unter Thomas Tuchel noch kein Stammspieler ist.

Spielt er oder spielt er nicht?

Für Julian Draxler stellt sich diese Frage am Freitagabend einmal mehr, denn noch immer ist das einstige Supertalent bei Paris Saint-Germain noch nicht zum Stammspieler avanciert. Der 24-Jährige tut sich im Starensemble des Tabellenführers schwer - auch unter Neu-Trainer Thomas Tuchel.

Ob Draxler gegen den noch ungeschlagenen Tabellen-Neunten AS Saint-Etienne (PSG - AS Saint-Etienne ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) mit dem ehemaligen Dortmunder Neven Subotic zum Einsatz kommt? Fraglich!

"Die Situation bei Paris ist auf jeden Fall sehr ambitioniert. Der Konkurrenzkampf ist hoch, gerade auf meiner Position", beschreibt Draxler im Gespräch mit SPORT1 sein Dilemma.

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Draxler: "Mbappe ist phänomenal"

In der Offensive setzt Tuchel aktuell auf Angel Di Maria auf Linksaußen. Der deutsche Nationalspieler ist der Backup des Argentiniers. Die anderen Offensiv-Positionen bekleiden die Superstars Neymar, Edinson Cavani und Kylian Mbappe.

Letzterer sei "phänomenal", schwärmt Draxler: "Für sein Alter hat er eine unheimliche Präsenz auf dem Platz, fordert die Bälle und reißt das Spiel an sich. Sowas habe ich vorher noch nicht gesehen", beschreibt er das 19 Jahre junge französische Wunderkind. "Zusammen mit Neymar ist er jetzt schon der beste Spieler, mit dem ich jemals zusammengespielt habe."

Mbappe sei "im positiven Sinne sehr einfach gestrickt. Der will einfach nur Fußball spielen."

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Dass sich Draxler in dieser Saison bislang schwer tut und in drei Ligaspielen erst 32 Minuten zum Einsatz kam, ist auch dem enttäuschenden Sommer geschuldet. Dem WM-Debakel in Russland folgte eine Zwangspause im PSG-Trainingslager.

Draxler will sich bei PSG durchsetzen

"Ich bin spät aus dem Urlaub gekommen, hatte dann in Singapur gleich eine Verletzung und konnte nicht trainieren. Dann habe ich im ersten Spiel 20 Minuten gespielt und war nach einem Schlag auf die Wade wieder vier Tage raus", erklärt der Rechtsfuß. (SERVICE: Der 5. Spieltag der Ligue 1)

Der Ex-Schalker, der sich selbst als "ruhig und gelassen" bezeichnet, will den Start der Saison daher "noch nicht so hoch hängen". Sich damit abfinden aber auch nicht.

Draxler will sich bei Paris durchsetzen und verzichtete daher auch bewusst auf einen Sommer-Wechsel.

"Ich darf nicht in meiner Komfortzone bleiben, sondern ich muss da raus und im Training auch mal richtig dazwischenhauen. Am Ende muss ich hoffen, dass Thomas Tuchel von mir überzeugt ist", sagt er.

"Tuchel macht viele Späße"

Von seinem neuen Trainer hat der Weltmeister von 2014 indes einen guten Eindruck. Der Ex-Mainzer sei "ein fachlich sehr guter Trainer". Tuchel mache "viele Späße, das Training ist abwechslungsreich und er fordert viel von uns".

Man brauche allerdings nicht versuchen, "mit 80 Prozent auf den Platz zu gehen und das Training mal eben so abzuspielen. Das merkt er sofort und dann haut er auch dazwischen", verrät Draxler.

So, wie er es fortan bei Paris vorhat. Vielleicht darf er damit gegen Saint-Etienne endlich so richtig loslegen. (SERVICE: Die Tabelle der Ligue 1)

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