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Im Spiel gegen Montpellier kommt es zum heftigen Kabinen-Streit zwischen Julian Draxler und Neymar. Der deutsche Nationalspieler erklärt den Streit.

Nach der enttäuschenden Rückrunde mit Paris Saint-Germain erklärt Julian Draxler, warum der französische Meister nach dem bitteren Aus in der Champions League gegen Manchester United plötzlich nicht mehr an die gewohnten Leistungen anknüpfen konnte und wie es zum Streit mit Superstar Neymar kommen konnte.

Kabinen-Zoff mit Neymar

Der deutsche Mittelfeldspieler hatte sich nach der 2:3-Pleite gegen HSC Montpellier in der Meisterschaft einen heftigen Disput mit dem Torjäger geliefert. Im kicker spielte Draxler den Kabinen-Zoff allerdings herunter.

"Ich hatte eine Meinungsverschiedenheit mit ihm, wie sie immer mal vorkommt. Nur: Wenn es mit Neymar passiert, kommt es meistens in die Presse. Wenn man anderer Meinung ist, dann muss man das auch sagen, egal wer einem gegenübersteht. Er war sauer, ich war sauer, ein Wort gab das andere, dann war die Sache auch schnell wieder vergessen. Nichts Wildes eigentlich, aber es hat schon gezeigt, dass wir mental ziemlich angeschlagen waren", erklärte der 25-Jährige.  

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Laut der französischen Le Parisien soll Draxler dabei dem brasilianischen Superstar vorgeworfen haben, dass er zu eigensinnig spiele. Das soll sich Neymar nicht gefallen lassen und Draxler angebrüllt haben: "Wer bist du denn, so mit mir zu reden? Du spielst nur Rückpässe!"

Bei Worten soll es dem Bericht nach nicht geblieben sein. Der 27 Jahre alte Brasilianer soll auch handgreiflich geworden sein. Unter großer Anstrengung mussten Tuchel und Sportdirektor Antero Henrique laut Le Parisien die beiden Streithähne trennen, um Schlimmeres zu vermeiden.

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PSG scheitert an Manchester United

Draxler versucht, den sportlichen Wendepunkt der Saison in Worte zu fassen. "Ich bin der Meinung, dass wir bis zum Champions-League-Aus im Achtelfinale gegen Manchester United sehr gut gearbeitet und als Mannschaft einen Schritt nach vorne gemacht haben. Aber wir haben es nicht geschafft, diesen K.o. zu verarbeiten", erklärte Draxler den Einbruch in der Rückrunde. 

"Manchester United sei ein Riesen-Klub, aber es sei sicher nicht die Mannschaft gewesen, gegen die man ausscheiden musste", berichtete der Nationalspieler weiter. "Nach unserem dominanten Auftritt beim 2:0 im Hinspiel hat ja keiner geglaubt, dass wir das noch verlieren. Und dann passiert es durch einen Elfmeter in der letzten Minute", beschreibt Draxler die Situation. Das sei schon ein harter Schlag gewesen.

"Wir haben es dann nicht mehr geschafft, Gas zu geben. Aber nicht weil wir keine Lust hatten, sondern weil wir alle so enttäuscht waren", sagte der Mittelfeldspieler weiter.

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So sprang für Paris aus den letzten fünf Spielen in der Ligue 1 nur ein Sieg bei zwei Unentschieden und zwei Niederlagen heraus.

Darüber hinaus unterlagen die Pariser Ende April auch noch im Endspiel der Coupe de France gegen Stade Rennes nach Elfmeterschießen.

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