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München - Neymar fehlt unentschuldigt beim Trainingsstart von PSG. Der Verein kündigt Konsequenzen an. Neymars Vater erklärt, Paris habe vom Fernbleiben seines Sohnes gewusst.

Der Termin-Zoff um Neymar geht in die nächste Runde.

Der brasilianische Superstar hatte am Montag unentschuldigt beim offiziellen Trainingsstart des Teams von Thomas Tuchel gefehlt - und sich damit den Ärger des Vereins zugezogen.

"Paris Saint-Germain stellt fest, dass Neymar Jr. nicht zur besprochenen Zeit am abgemachten Ort erschienen ist. Dies geschah ohne die vorherige Genehmigung des Vereins", hieß es in einem offiziellen Statement des französischen Meisters.

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Der Verein bedauere diese Situation und werde die entsprechenden Konsequenzen ziehen.

"Er war heute nicht beim Trainingsauftakt anwesend. Er hätte kommen sollen, ist aber nicht gekommen. Aber er wusste, dass er hätte da sein müssen", führte Leonardo aus: "Wir werden uns über die Folgen beraten, wie wir es bei jedem Angestellten tun würden - und sie dann umsetzen."

Papa Neymar widerspricht PSG

In einem Interview mit Fox Sports Brazil will Neymars Vater allerdings nichts von einem unentschuldigten Fernbleiben seines Sohnes wissen. Er sei fest davon überzeugt, dass der Klub zugestimmt habe, dass der Torjäger nicht vor dem 15. Juli zurückkommen müsse. Neymar wolle bis dahin Termine für seine eigene gemeinnützige Organisation wahrnehmen.

"Der Grund für seine Abwesenheit ist bekannt und wurde vor einem Jahr mit dem Jahresplan seines Instituts festgelegt, und wir konnten ihn nicht ändern", erklärte Neymar Sr.

Später fügte er RMC hinzu: "Wir haben kommerzielle und institutionelle Programme. Diese Daten wurden vor einem Monat geplant. PSG wurde informiert - sie waren letztes Jahr sogar bei der Veranstaltung anwesend. Das Neymar-Institut organisiert diese Veranstaltungen jedes Jahr und jeder kennt die Daten. Wir haben die diesjährigen Termine für den 10. Juli angesetzt."

Neymar habe PSG vor vier Wochen mitgeteilt, am 13. Juli am Fives-Turnier teilzunehmen und anschließend am 15. Juli nach Paris zurückzukehren.

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Paris öffnet Tür für Abschied

Am Montag hatte Paris Saint-Germain Neymar die Tür für einen vorzeitigen Abschied geöffnet.

"Neymar kann PSG verlassen, wenn es ein Angebot gibt, das alle Seiten zufriedenstellt", sagte Sportdirektor Leonardo am Montagabend in einem Interview mit Le Parisien. Zudem bestätigte er, dass es bereits ersten, allerdings oberflächlichen Kontakt mit Neymars Ex-Klub FC Barcelona gegeben habe, von dem der Olympiasieger von 2016 im Sommer 2017 für 222 Millionen Euro an die Seine gewechselt war.

Neymar-Rückkehr zu FC Barcelona rückt näher

Was genau das für Neymar heißt, bleibt abzuwarten - zumindest eine Geldstrafe dürfte den 27-Jährigen erwarten, der am späten Sonntagabend europäischer Zeit noch Brasiliens Triumph bei der Copa América im eigenen Land vor Ort im Stadion mitverfolgt hatte.

Wann Neymar ins PSG-Training zurückkehren werde, darauf hatte Leonardo keine Antwort: "Das Einzige, was ich weiß, ist, dass er nicht am verabredeten Tag da war, dem 8. Juli."

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Er habe in den vergangenen Wochen sowohl mit dem Spieler selbst als auch mit dessen Umfeld gesprochen - und es sei allen Beteiligten klar, dass Neymar den Verein verlassen wolle. Sicher sei aktuell jedoch nur eines: "Er hat noch drei Jahre Vertrag bei uns. Und da wir noch kein Angebot erhalten haben, können wir über nichts diskutieren", erklärte Leonardo.

Barca-Präsident Josep Maria Bartomeu hatte vor einigen Tagen erklärt: "Wir wissen, dass Neymar PSG verlassen will, aber wir wissen auch, dass PSG ihn nicht gehen lassen will. Von daher stellt sich die Frage nicht."

Nun haben die Pariser jedoch öffentlich Gesprächsbereitschaft signalisiert. Eine Rückkehr Neymars zum FC Barcelona ist dadurch wahrscheinlicher denn je - die Frage ist nur, zu welchem Preis.

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