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München - Niko Kovac blickt kurz nach seinem Start bei AS Monaco zurück auf seine Bayern-Zeit. Zudem verrät der Kroate, welche Trainer ihn besonders geprägt haben.

Die Rückkehr nach Frankfurt bereitete Niko Kovac sichtlich Freude.

Er habe "sehr viele nette Menschen" wiedergetroffen und fiebere weiter mit der Eintracht, verriet Kovac am Samstag nach dem 1:1 im Testspiel zwischen seinem neuen Arbeitgeber AS Monaco und dem Klub, mit dem er 2018 den DFB-Pokal gewonnen hatte.

Dazwischen lag bekanntlich eine nicht immer einfache Zeit beim FC Bayern, in der Kovac jedoch 2019 das Double holte - und die dennoch im November 2019 ein vorzeitiges Ende fand.

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Kovac: "Man kann nicht alle glücklich machen"

"Ich habe verstanden, was passiert ist, und es wird mir nutzen", sagte Kovac nun bei L'Équipe rückblickend über seine Zeit in München und stellte fest: "Man kann nicht alle glücklich machen."

Auf die Frage, was er beim deutschen Rekordmeister gelernt habe, sagte Kovac zuallererst: "Dass der Druck in München sehr groß ist!"

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Er habe bei Bayern "mit hochklassigen Spielern zusammengearbeitet. Das ist ein großer Unterschied zur Arbeit mit jungen Spielern. Ich habe großartige Beispiele gesehen wie Franck Ribéry oder Arjen Robben. Sie sind nicht einfach nur gut, weil Gott ihnen Talent geschenkt hat, sondern weil sie sehr hart arbeiten."

Auf die Frage, ob er im Umgang mit den Bayern-Stars zu streng gewesen sei, holte Kovac zu einer längeren Erklärung aus.

"Wenn du nicht spielst, bist du unglücklich. Und wenn du ein Star bist und nicht spielst, bist du sehr unglücklich und der Stress für den Trainer ist noch größer", meinte der Kroate. Schließlich gehe es gerade für die Nationalspieler zusätzlich um ihren Platz in den Nationalteams.

Daher sei es "nicht leicht, damit umzugehen, aber wir waren da, um Titel zu gewinnen - und wir haben drei gewonnen (neben dem Double 2019 auch den Supercup 2018, Anm. d. Red.)."

Kovacs Vorbilder: Trapattoni, Hitzfeld und Daum

Kovac verriet zudem, welche Trainer ihn in seiner Entwicklung am meisten geprägt hätten - und nannte dabei unter anderem zwei Erfolgstrainer des FC Bayern.

"Giovanni Trapattoni war ein top Trainer und ein fantastischer Mensch, genau wie Ottmar Hitzfeld", schwärmte Kovac, der außerdem Christoph Daum nannte.

Dieser habe zwar keine große Karriere als Spieler gehabt, "aber sein Spielverständnis hat eine neue Ära für Trainer eingeläutet, mit methodischen Trainingseinheiten. Alles war klar und strukturiert. Er hat von Psychologie gesprochen, er war ein Vorreiter."

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