United-Legende verteidigt Mourinho
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Jose Mourinho steht bei Manchester United zunehmend unter Druck, die Pressekonferenz am Freitag fällt sehr kurz aus. Von einem Klub-Idol erhält er Rückendeckung.

Jose Mourinho steht bei Manchester United zunehmend unter Druck. Zudem bringt der Portugiese die Presse immer mehr gegen sich auf.

Am Freitag bestellte der Coach die Medienvertreter schon um 8.30 Uhr zur Pressekonferenz - nur um diese nach etwas mehr als drei Minuten schon wieder zu beenden.

Auf die Frage, warum es zurzeit so schlecht läuft, sagte Mourinho bloß: "Aus vielen unterschiedlichen Gründen."

Und das Nachhaken eines Journalisten, ob er diese denn auch nennen werde, beantwortete Mourinho schlicht mit: "Nein."

Mourinho schildert knapp die Krise

Nach seinen einsilbigen Antworten folgten noch ein paar Sätze zum kommenden, noch sieglosen Gegner Newcastle United (Premier League: Manchester United - Newcastle United am Samstag, ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) und zur momentanen Heimschwäche.

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Ob es Zeit sei, den Fans nach nur einem Heimsieg in dieser Saison etwas zurückzugeben, wurde Mourinho noch gefragt. "Es ist wahr. Eine Heimniederlage in der gesamten Saison", spielte der Trainer in Stichworten auf das Vorjahr an, "eine Niederlage in sieben Spielen. Drei Unentschieden. Nicht das Gefühl einer Niederlage, aber auch nicht die Freude eines Sieges."

"In vielen Ligen spiegeln die Tabellen im September und Oktober nicht wider, was in ein paar Monaten oder sogar am Ende der Saison passieren wird", fügte Mourinho hinzu.

Die Frage, ob die Fans sicher sein könnten, dass er alles tue, um die Krise zu bewältigen, beantwortete der Portugiese gar nicht, sondern starrte nur in den Raum.

Sieglos-Serie zu wenig? "Akzeptiere es"

Ein weiteres Spiel ohne Dreier wäre für United dennoch die vierte Pflichtaufgabe in Folge ohne Sieg. Ob er es akzeptiere, dass das für einen Klub wie ManUnited nicht gut genug sei, lautete die letzte Frage eines Medienvertreters: "Ich akzeptiere es", sagte Mourinho bloß.

Der 55-Jährige soll kurz vor dem Rauswurf bei United stehen, beim mageren 0:0 gegen Valencia am Dienstag in der Champions League riefen die Fans am Ende der Partie sogar: "Attack, attack, attack!", da ihnen die Mannschaft zu defensiv eingestellt war. Uniteds letzten Heimsieg im Old Trafford gab es am ersten Spieltag der Premier-League-Saison. 

Klub-Idol Giggs stärkt Mourinho

Dennoch erhielt Mourinho Unterstützung von Vereinsidol Ryan Giggs.

"Ich finde, er sollte seinen Job behalten", sagte der walisische Nationaltrainer auf einer Pressekonferenz.

"Meine Haltung hat sich nicht geändert. United geht durch eine schwierige Zeit im Moment, aber wechsel nun (den Trainer, Anm. d. Red.) und du bist in ein, zwei Jahren vermutlich wieder in der gleichen Position", sagte Giggs.

Sollte Mourinho entlassen werden, könnte womöglich Ex-Real-Trainer Zinedine Zidane übernehmen. Der Franzose wurde von englischen Medien zuletzt als heißer Kandidat gehandelt.

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