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Mauricio Pochettino fordert lautstark Neuzugänge für die Spurs © Getty Images
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München - Tottenham ist eine feste Größe in der Premier League. Um weiter im Konzert der Großen mitzumischen, müssen die Spurs ihre Zurückhaltung auf dem Transfermarkt ablegen.

Im Norden Londons könnte sich Historisches ereignen.

Noch ist nicht genau abzusehen, wann dieser Moment eintreten wird - aber beim englischen Topklub Tottenham Hotspur kündigt sich Geschichtsträchtiges an: Die erste Neuverpflichtung des Sommers.

Spurs seit Januar 2018 ohne Neuzugang

Was andernorts nichts Außergewöhnliches ist, käme bei den Spurs einer Sensation gleich. Schließlich datiert die bislang letzte Neuverpflichtung vom 31. Januar 2018. Damals stieß ein gewisser Lucas Moura zum Team.

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Seither passierte während der Transferperioden in Sachen Zugängen bei den Nordlondonern: nichts.

Trotz dieser "No Deal Strategy" legte Maurizio Pochettino mit seinem Team in den vergangenen Jahren eine beachtliche Konstanz an den Tag.

Im dritten Jahr in Folge gelang die Qualifikation für die Champions League, wo man in diesem Jahr erst im Finale am Premier-League-Rivalen FC Liverpool scheiterte.

Da es in diesem Zeitraum gelang, die Leistungsträger im Team zu halten, war der Erfolg vor allem der mannschaftlichen Geschlossenheit zu verdanken.

Eriksen zu Real Madrid?

Doch nach dem verlorenen Finale in der Königsklasse kündigte Mittelfeldstar Christian Eriksen bereits an, sich einer neuen Herausforderung widmen zu wollen. Der Däne wird schon länger mit Real Madrid in Verbindung gebracht.

Sein Abgang könnte Tottenhams Shoppingtour in Gang setzen.

Ein Einkaufszettel liegt offenbar schon vor. Der Guardian berichtete zuletzt von einer Liste, die Pochettino Klubchef Daniel Levy vorgelegt haben soll. Namen wie Tanguy Ndombélé (Olympique Lyon), Donny van de Beek (Ajax Amsterdam), Nicolò Zaniolo (AS Rom) und Ryan Sessegnon (FC Fulham) sollen draufstehen.

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Laut El Confidencial soll Pochettino zudem jüngst mit seinem argentinischen Landsmann Giovani Lo Celso telefoniert haben, um den Mittelfeldspieler von Real Betis Sevilla von einem Wechsel nach London zu überzeugen.

Das Problem in allen Fällen: das Geld.

Knausern statt Klotzen

Tottenhams Enthaltsamkeit auf dem Transfermarkt war nicht unbegründet. Der Umzug von der alten White Hart Lane in den neuen Fußballtempel unmittelbar daneben ging erst mit Verzögerung über die Bühne. Und vor allem verschlang der Bau des neuen Prunkstücks am Ende über eine Milliarde Euro.

Klubboss Levy scheute daher in der jüngeren Vergangenheit jegliches finanzielles Risiko.

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Bereits vor dem Final-Duell mit Liverpool setzte Pochettino seinen Boss indirekt unter Druck und verknüpfte auch seinen Verbleib mit den weiteren Entwicklungen.

Pochettino fordert Neuzugänge

"Wenn wir im nächsten Jahr wieder im Champions-League-Finale stehen und mit Manchester City und Liverpool um den Titel in der Premier League spielen wollen, brauchen wir Verstärkungen", sagte Pochettino in einem Interview mit El Partidazo de Cope. "Citys Ziel war, die Champions League zu gewinnen, unseres war, unser Stadion fertig zu bauen."

Statt in Steine soll nun in Beine investiert werden.

Allerdings müssen die Spurs gerade erfahren, dass sich die Dinge auf dem Transfermarkt während ihrer Abwesenheit im vergangenen Jahr weiterentwickelt haben. Heißt etwa: Die aufgerufenen Preise der anderen Klubs passen mit den Vorstellungen der Nordlondoner aktuell noch nicht zusammen.

Im Falle Lo Celsos soll Betis laut El Confidencial 80 Millionen Euro verlangen, die Spurs bieten aber nur die Hälfte. Auch bei Ndombélé herrscht bezüglich der veranschlagten Ablöse von 75 Millionen Euro noch keine Einigkeit.

Bis sich im Norden Londons auch tatsächlich Historisches ereignet, dürfte es daher noch einige Zeit dauern.

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