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München - Beim Premier-League-Spiel der Tottenham Hotspur gegen den FC Everton geraten Lloris und Son aneinander. Zur Freude von José Mourinho, wie er verrät.

Über das Ergebnis sprach am Ende keiner mehr.

Durch ein mühsames 1:0 gegen den FC Everton, begünstigt durch ein Eigentor von Michael Keane, bleiben die Tottenham Hotspur weiter in Schlagdistanz zu den internationalen Plätzen der Premier League. Doch für Aufregung sorgte eine Szene in der Halbzeitpause.

Als die Spurs-Spieler in Richtung Kabine trotteten, kam Kapitän und Torhüter Hugo Lloris angerannt, schnappte sich Mitspieler Heung-Min Son und geigte ihm verbal die Meinung. Es kam sogar zu Schubsereien, sodass die Teamkollegen dazwischen gehen mussten.

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Lloris liefert sich Handgemenge mit Son

Doch was brachte den französischen Schlussmann derart in Rage? Er war nicht einverstanden mit der Defensivleistung des Stürmers, als Richarlison kurz vor dem Halbzeitpfiff eine große Chance zum Ausgleich für das Team von Carlo Ancelotti bekam.

Und was sagte Trainer José Mourinho zu der Aktion seines Keepers? "Das ist toll", lautete der Kommentar des Portugiesen.

Genau das wolle er von seinen Spielern sehen, erklärte der exzentrische Startrainer. "Das ist wahrscheinlich die Konsequenz aus unseren Besprechungen", klärte Mourinho auf. "Wenn Sie jemanden dafür verantwortlich machen wollen, dann mich."

Er habe seine Jungs dafür gerügt, dass sie nicht kritisch genug im Umgang miteinander seien. "Ich habe sie gebeten, anspruchsvoller miteinander umzugehen. Son ist ein großartiger Junge, aber der Kapitän hat ihm gesagt, dass er mehr für das Team arbeiten müsse", meinte Mourinho.

Mourinho will keinen "Fairplay-Pokal"

Der Trainer erklärte, dass er eine offene Meinungsdiskussion seiner Spieler durchaus fördere, wenn auch nicht vor den TV-Kameras. Der Portugiese, bekannt für seine Provokationen, machte aus seiner Einstellung keinen Hehl. "Mit einem Team aus guten und netten Jungs ist das Einzige, was man am Ende der Saison gewinnt, der Fairplay-Pokal. Und ich war nie daran interessiert, den zu gewinnen", sagte er.

Seine Einstellung habe ihn schließlich auch in der Vergangenheit zum Erfolg geführt: "Ich kann Ihnen versichern, dass meine Erfolgsteams große Streits hatten."

Zumal der Zwist zwischen Son und Lloris nach Angaben des Keepers nach dem Spiel auch wieder vorbei war. "Das ist Teil des Fußballs", sagte er im englischen TV. "Das gehört in die Kabine - außerhalb könnt ihr sagen, was ihr wollt. Es gibt kein Problem. Als das Spiel zu Ende war, konntet ihr sehen, dass wir mehr als glücklich waren."

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