K.o.-König Taylor schlägt seinem Gegner Lichter aus
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München - Nonito Donaire gewinnt das Viertelfinale im Bantamgewicht der WBSS gegen Ryan Burnett. Josh Taylor gewinnt im Superleichtgewicht durch KO gegen Ryan Martin.

Superleichtgewicht Josh Taylor ist bei der World Boxin Super Series in Glasgow mit einem weiteren Niederschlag ins Halbfinale eingezogen.

Der Schotte schickte seinen amerikanischen Kontrahenten Ryan Martin in der 7. Runde auf die Bretter.

Im Bantamgewicht setzte sich Nonito Donaire durch und sicherte sich durch seinen Sieg gegen den bis dahin ungeschlagenen Weltmeister Ryan Burnett gleichzeitig den WBA-Titel.

Taylor schlägt wieder zu

Schon beim Einmarsch von Superleichtgewicht Taylor ließ das Publikum keinen Zweifel, wer sein Favorit war. Josh Taylor, der Commonwealth-Sieger von 2014, brachte die Halle schon allein durch seine Anwesenheit zum Kochen.

Angefeuert durch die Stimmung brauchte der 27-Jährige auch nicht lange, um in den Kampf zu kommen. Von Beginn an setzte er Martin mit abwechselnden Schlägen Richtung Kopf und Körper unter Druck. Allerdings fehlte ihm am Anfang noch die richtige Reichweite, so dass seine Schläge oft ins Leere gingen.

Aber ab der dritten Runde fand er die Reichweite immer besser und drängte den Amerikaner zunehmend in die Defensive. Ab der sechsten Runde konnte man die Überlegenheit Taylors auch deutlich im Gesicht von Martin sehen. Das rechte Auge begann zusehends zuzuschwellen und ein Cut über dem linken Auge schränkte seine Sicht zusätzlich ein.

In Runde sieben machte der Mann aus Edinburgh dann seinem Ruf alle Ehre und schickte Martin mit einem schnellen Haken auf die Bretter. Trotzdem hatte er danach für seinen Gegner nur die besten Worte: "Ich musste alles raushauen, um Martin heute zu schlagen. Einen großen Dank und Kompliment dafür."

Damit steht Josh Taylor nun bei zwölf KO’s in 14 Profikämpfen. Im Halbfinale der World Boxing Super Series kämpft er mit dem Weißrussen Iwan Barantschyk um den Einzug ins Finale der Muhammad-Ali-Trophy.

Burnett knockt sich selber aus

Im Viertelfinale des Bantamgewicht sollte es der große Abend für Ryan Burnett werden. Der bisher ungeschlagene WBA-Weltmeister hatte das Halbfinale der Muhammad-Ali-Trophy fest im Blick.

Zu Beginn sah auch alles so aus, als würde sich der Kampf an das Drehbuch halten. Die ersten Runden sahen zwei gleichwertige Gegner mit leichten Vorteilen für Burnett. Aber Runde vier sollte dem Mann aus Belfast zum Verhängnis werden.

Bei einem rechten Haken verfehlte er Nonito Donaire und zog sich eine Verletzung im Rücken zu, musste aufs Knie und wurde angezählt. Aber er wollte nicht aufgeben und brachte die Runde noch zu Ende. Doch in der Pause musste seine Ecke das Handtuch werfen.

World Boxing Super Series: So lief die erste Runde

Donaire zollte ihm dann auch großen Respekt: "Burnett ist ein großer Kämpfer. So wollte ich nicht gegen ihn gewinnen. Aber ein Sieg ist ein Sieg."

Dass der frühe Technische K.o. seines neun Jahre jüngeren Kontrahenten ein Glücksfall für ihn war, wollte der Mann von den Philippinen aber nicht stehen lassen: "Alter ist nichts als eine Nummer und ich konnte meine Schnelligkeit heute gut nutzen."

Damit kürt sich Donaire zum neuen WBA-Weltmeister im Bantamgewicht und wagt auch einen kleinen Ausblick auf den Kampf im Halbfinale. Sein Gegner ist der Südafrikaner Zolani Tete: "Ich sah seinen letzten Kampf und freue mich auf ihn. Wenn ich in den Ring steige, bin ich absolut bereit für den Kampf."

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