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CM Punk verlor bei UFC 225 klar gegen Mike Jackson
CM Punk verlor bei UFC 225 klar gegen Mike Jackson © Getty Images
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München - CM Punk ist bei der UFC gescheitert, zu WWE dürfte es aber auch kein Zurück geben. Er hat sogar zu seinen alten Freunden jeglichen Kontakt abgebrochen.

Zweimal versuchte er sich als echter Kämpfer bei der UFC, zweimal scheiterte er krachend.

Für CM Punk, den ehemaligen WWE-Topstar, gibt es nach seiner Pleite gegen Mike Jackson im Juni 2018 keine Zukunft mehr bei der weltgrößten MMA-Liga. Was bei Wrestling-Fans schnell zu einem üblichen Reflex führte: der Frage, ob es für ihn ein Comeback bei WWE geben könnte. Oder anderswo - bei der neu gegründeten Liga AEW vielleicht.

Nun hat die Vergangenheit einerseits gezeigt, dass nichts unmöglich ist - und ein kleiner Inkognito-Auftritt für eine Independent-Liga alter Weggefährten im April 2019 entfachte die Hoffnungen vieler Fans auch neu. Aber so heftig wie der Bruch Punks mit WWE und dem Wrestling an sich war: Es wäre eine dicke Überraschung, gäbe es noch ein Zurück. Zu vergiftet ist die Beziehung nach Punks spektakulärem Abgang 2014 (SPORT1 erklärt: So funktioniert die Showkampf-Liga WWE).

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CM Punk vom Wrestling "entkoppelt"

Punk hatte WWE damals im Streit verlassen und ihr unter anderem vorgeworfen, durch einen fahrlässigen Umgang mit einer Infektionserkrankung sein Leben in Gefahr gebracht zu haben.

Punk selbst - noch immer bei der UFC unter Vertrag und seit November 2018 Kommentator bei der mit ihr verbundenen Liga CFFC - hat eine Rückkehr zum Wrestling immer wieder ausgeschlossen, nach eigenen Angaben schaut er es sich auch nicht mehr an, weder WWE noch andere Ligen. Er habe sich vom Wrestling "entkoppelt".

Wie ernst das gemeint ist, wurde kurz nach Punks UFC-Pleite noch einmal deutlich - als ein langjähriger Freund und Kollege aufs Bitterste mit ihm abrechnete.

WWE-Kommentator rechnete ab

"Vielleicht war es doch nicht die richtige Entscheidung, alle im Stich zu lassen, die an deiner Seite standen, auch dann, wenn sie es nicht gesollt hätten - nur damit du uns den Rücken zuwendet?", twitterte WWE-Kommentator Corey Graves nach Punks verlorenem UFC-Kampf - und ergänzte: "Keine Wut, nur Traurigkeit."

Graves, der noch mit zahlreichen Wortmeldungen nachlegte, stellte klar, dass es nicht Punks Bruch mit WWE ist, den er kritisiert - sondern der mit denen, die dort seine Freunde waren.

"Ich bin einfach verletzt und angepisst, dass ein Mann, den ich als eine Art großen Bruder sah, sich von mir und allen, die ihn geliebt und unterstützt haben, abgewandt hat. Nur wegen des Firmennamens auf meinem Gehaltsschecks", schob Graves bei Fightful nach.

2015 Alternative Press Music Awards
2015 Alternative Press Music Awards © Getty Images

Jeder Kontakt zu alten WWE-Kollegen abgebrochen

Tatsächlich hat Punk nach übereinstimmenden Medienberichten den Kontakt zu allen früheren WWE-Kollegen abgebrochen, die noch bei der Liga aktiv sind.

Dem Wrestling Observer zufolge hielt Punk nach seinem Abgang nur noch wenige Freundschaften aufrecht, unter anderem die zu Graves. Als WWE-Arzt Chris Amann Punk dann wegen übler Nachrede verklagte - Punk gewann den Prozess - habe Punk alle Bande gekappt. Seine Freundin AJ Lee verließ WWE zu diesem Zeitpunkt.

Graves berichtet, dass Punk ihm die kalte Schulter gezeigt hätte, als er sich nach einer WWE-Show in Punks Heimatstadt Chicago mit ihm verabredet hätte. Punk hätte gesagt, dass er kein Interesse mehr am Kontakt mit WWE-Angestellten hätte.

Bruch auch mit Colt Cabana

Dem Observer zufolge gehen die Ex-Kollegen unterschiedlich damit um: Die einen seien sauer, andere hätten Verständnis - auch vor dem Hintergrund, dass Punk durch den Prozess in einer schwierigen Situation gewesen sei und womöglich gefürchtet hätte, dass Plaudereien mit alten Kollegen zu seinem Nachteil hätten werden können.

Dass dieser Prozess nun vorbei ist, scheint das Verhältnis von Punk zu seinen alten Kumpels aber nicht verbessert zu haben - im Gegenteil: Letztlich ist offensichtlich sogar Punks Freundschaft mit seinem langjährigen Weggefährten Colt Cabana zerbrochen, bei dessen Podcast Punk mit WWE und Amann abrechnete.

Cabana wurde von Amann mitverklagt - und klagte später selber gegen Punk: Dieser hatte ihm angeblich zugesichert, die Prozesskosten aufzuteilen und sich nicht daran gehalten. Punk hat mittlerweile mit einer Gegenklage geantwortet.

Freundschaft zu Corey Graves war eng

Ex-Wrestler Graves - der schon 2002 als "Sterling James Keenan" mit Punk in der Independent-Szene zusammen im Ring stand - fühlt sich von Punk ebenfalls verschaukelt.

Graves sei "on the road" gewesen, als sein eigener Sohn zur Welt gekommen sei und Punk habe ihn vor ihm im Arm gehalten, Punk hätte also eine enge Freundschaft gekündigt. "Die oberste Regel des Punkrock ist Loyalität und dieser Typ hat alle betrogen", schrieb Graves: "Ich liebe dich immer noch, Freund und es tut mir leid, dass du verloren gegangen bist."

Sollte Punk doch irgendwann einen Sinneswandel hinlegen und wieder beim Wrestling landen, hätte er dort viele klärende Gespräche vor sich. Anzeichen für einen Sinneswandel bei Punk gibt es aktuell aber ohnehin keine.

Mini-Comeback weckt keine echten Hoffnungen

Auch sein Mini-Comeback 2019, bei dem er mit einer Maske einen Wrestler der Mini-Liga MKE Wrestling attackierte, lässt bei näherer Betrachtung keine echten Hoffnungen aufkeimen. Punk hatte schon Jahre vorher in einem Interview angekündigt, dass Gag-Auftritte für alte Independent-Freunde, die "sehr Monty Python" seien, die einzigen seien, die er sich im Wrestling-Ring noch vorstellen könnte.

Punks Inkognito-Aktion in Wisconsin war genau das - und er hinterließ dabei auch keinesfalls den Eindruck, als ob er an einer ernsthaften Rückkehr arbeiten würde. Er war körperlich nicht austrainiert, seine Standard-Aktion, den "Go to Sleep", führte er auffällig schlampig aus.

Im November 2018 erst wurde Punk in einem Interview gefragt, was es bräuchte, um ihn wieder zum Wrestling zurück zu bringen. Seine Antwort: "Eine Zeitmaschine."

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