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München - All Elite Wrestling (AEW) macht WWE Konkurrenz. Cody Rhodes, Kenny Omega, Chris Jericho und Co. haben Großes vor und einen großen TV-Deal in der Tasche.

All Elite Wrestling, eine neuen Konkurrenzliga für den Marktführer WWE, hat ihr Debüt hinter sich und ist dabei die Showkampf-Szene nachhaltig zu verändern.

Wer und was steckt hinter dem ambitionierten Projekt? SPORT1 erzählt die Geschichte von AEW.

Vier Wrestler im Mittelpunkt

Die Gruppierung "The Elite" um den früheren WWE-Wrestler Cody Rhodes sowie die Young Bucks Nick und Matt Jackson verkündete die Formation der Promotion in der Nacht von Silvester auf Neujahr via YouTube.

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Milliardär Shahid Khan (geschätztes Vermögen: 6 Milliarden Euro) finanziert die Liga als Investor, sein Sohn Tony Khan ist ihr Chef. Rhodes, die Jacksons und Wrestler-Kollege Kenny Omega agieren als ausführende Vize-Präsidenten, Codys Ehefrau Brandi Rhodes ist Chief Brand Officer, die Rolle, die bei WWE Stephanie McMahon hat. Den zu Triple H analogen Posten als Head of Talent Relations übernahm der Independent-Veteran Christopher Daniels. Legende Jim Ross ist als Kommentator und Chefberater an Bord.

WWE-Legende Chris Jericho trat bei NJPW Wrestling Dontaku als maskierter Angreifer auf
WWE-Legende Chris Jericho trat bei NJPW Wrestling Dontaku als maskierter Angreifer auf © NJPW

Die prominentesten Wrestler, die bei AEW an Bord sind, sind neben Cody und Omega das langjährige WWE-Ass Chris Jericho, der kurz nach der AEW-Gründung einen Millionen-Deal unterschrieb sowie Jon Moxley, der frühere Dean Ambrose, der WWE im Frühjahr 2019 aus Frust verließ und bei der AEW-Premierenshow Double or Nothing am 25. Mai sein Überraschungsdebüt feierte.

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AEW (All Elite Wrestling) - das Roster:

- Cody (bei WWE bekannt als Cody Rhodes)
- The Young Bucks (Nick & Matt Jackson)
- Kenny Omega
- Chris Jericho
- Jon Moxley (Dean Ambrose bei WWE)
- Hangman Page
- Pac (Neville bei WWE)
- Dustin (Dustin Rhodes, bei WWE bekannt als Goldust)
- Brandi Rhodes
- SoCal Uncensored (Christopher Daniels, Frankie Kazarian und Scorpio Sky)
- The Lucha Bros. (Fénix & Pentagón Jr.)
- Santana & Ortiz (ehemals LAX)
- Shawn Spears (Tye Dillinger bei WWE)
- Joey Janela
- Penelope Ford
- Maxwell Jacob Friedman
- Dr. Britt Baker
- Jungle Boy (Sohn des verstorbenen Schauspielers Luke Perry)
- Jimmy Havoc
- The Best Friends (Trent Beretta & Chuck Taylor)
- Sonny Kiss
- Sammy Guevara
- Aja Kong
- Hikaru Shida
- Yuka Sakazaki
- Nyla Rose
- Brandon Cutler
- Kip Sabian
- Bea Priestly
- Michael Nakazawa
- Ace Romero
- Sadie Gibbs
- Allie
- CIMA
- Angélico
- Jack Evans
- Darby Allin
- Leva Bates
- Private Party (Isiah Kassidy & Marq Quen)
- Luchasaurus
- Peter Avalon
- Riho
- Marko Stunt
- Orange Cassidy

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Milliardärs-Familie schiebt AEW an

Den Grundstein für die neue Liga legten Cody - Sohn der 2015 verstorbenen Legende Dusty Rhodes - und die Bucks mit dem Erfolg der Veranstaltung All In am 1. September: Erstmals seit dem Ende von WCW gelang es einer US-Liga außer WWE, mehr als 10.000 Zuschauer zu einer Wrestling-Show zu locken.

Im November wurde dann die Mutterfirma All Elite Wrestling, LLC gegründet. Sie hat ihren Sitz in Jacksonville, wo die Khan-Familie operiert: Der Autoteile-Unternehmer Shahid Khan ist Besitzer des NFL-Teams Jacksonville Jaguars, sein Sohn Shahid ist dort im Management aktiv, wie auch beim Premier-League-Fußballklub FC Fulham, der ebenfalls zum Portfolio seines Vaters gehört. Der 36 Jahre alte Sohn Tony ist Wrestling-Fan - und hat sich deshalb für das Projekt von Cody und den Jacksons begeistern lassen.

Das erklärte Ziel Tony Khans lautet, dabei zu helfen "eine wahrhaft goldene Ära des Wrestling einzuläuten, diese Zeit zur besten Zeit zu machen, um ein Wrestling-Fan zu sein".

Das Konzept der Liga ist etwas anders angelegt als das von WWE: weniger Fokus auf Entertainment-Einlagen, mehr auf eine sportlich-athletische Präsentation. Rhodes kündigte an: "Siege und Niederlagen werden bei uns mehr gelten, als sie je im Wrestling gegolten haben." Auch will er kein großes Autorenteam einstellen und stattdessen den Wrestlern mehr kreative Freiheiten geben. Rhodes grenzte sich auch von der von vielen WWE-Fans nostalgisch zurückgesehnten "Attitude Era" klar ab.

Auch politische Statements hat AEW bereits gesetzt, unter anderem mit der Ankündigung, dass die weiblichen Wrestler auf demselben Niveau bezahlt werden sollen wie die männlichen.

TV-Show AEW Dynamite ist angelaufen

Seit dem 2. Oktober gibt es jeden Mittwoch eine wöchentliche Live-Show auf dem US-Sender TNT, wo früher auch WCW Monday Nitro lief. Der Name der Show lautet AEW Dynamite - einen TV-Deal in Deutschland gibt es noch nicht.

AEW strebte eigentlich eine Kooperation mit der japanischen Liga NJPW an, momentan ist NJPW aber verpartnert mit Codys bisherigem Co-Arbeitgeber Ring of Honor, der nun auch seinen Platz in der umgepflügten Wrestling-Landschaft finden muss. Bei All In traten noch viele ROH-Stars an, nun allerdings ist die neue Liga ein Konkurrent.

Schon fix sind Kooperationsvereinbarungen von AEW mit der chinesischen Liga OWE und der mexikanischen AAA.

WWE wollte AEW verhindern

Die Formation von AEW veränderte die Wrestling-Landschaft nachhaltig, talentierte Wrestler haben nun einen zweiten attraktiven Arbeitgeber in den USA, der ihnen den Lebensunterhalt sichern kann.

Das ändert die Machtverhältnisse zwischen WWE und ihren Wrestlern, speziell denen mit auslaufenden Verträgen, die nun eine Alternative und damit auch einen neuen Verhandlungshebel haben, der WWE zu vielen Lohnerhöhungen zwingen wird.

Nicht verwunderlich, dass schnell Berichte durchsickerten, dass WWE die Gründung von AEW mit einem Mega-Angebot für Rhodes und die Bucks gern verhindert hätte.

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