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Hiromu Takahashi ist einer der besten Wrestler bei NJPW
Hiromu Takahashi ist einer der besten Wrestler bei NJPW © NJPW
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München - Wrestler Hiromu Takahashi musste nach einem üblen Sturz beim NJPW G1 Special ins Krankenhaus. Nun meldet er sich erstmals zu Wort - auf kreative Art.

Eine Woche lang war die Wrestling-Welt in Sorge um einen der besten Showkämpfer der Gegenwart. Nun hat sich Hiromu Takahashi nach seiner Horror-Landung beim G1 Special in San Francisco erstmals zu Wort gemeldet.

Takahashi, amtierender Junior Heavyweight Champion der japanischen Liga NJPW, tat das auf recht eigenwillige Weise.

Er postete bei Twitter eine Zeichnung, auf der zu sehen ist, wie einer Comic-Version seiner selbst der Kopf abfliegt.

Darunter steht in drei Sprachen der Hinweis: "Es geht mir gut, danke!"

Brutale Landung auf dem Nacken

Der für seine spektakulären Aktionen bekannte Takahashi musste nach dem G1 Special in San Francisco ins Krankenhaus eingeliefert werden, es wird vermutet, dass er sich bei der üblen Landung Brüche im Nackenbereich zugezogen hat.

Takahashi sei "bei Bewusstsein und fähig zu sitzen und zu sprechen", hieß es am vergangenen Wochenende zunächst in einem Statement der Liga, die die derzeit zweitgrößte Showkampf-Promotion hinter WWE ist. 

Am Mittwoch vermeldete NJPW: Takahashi ist wieder in seiner japanischen Heimat. Genauere Angaben zu seinem Gesundheitszustand machten bis heute aber weder die Liga noch er selbst.

Takahashi kollabierte nach dem Kampf

Der 28-Jährige sollte bei einem Match gegen den maskierten Dragon Lee einen so genannten Phoenix Plex einstecken, der diesmal auf gefährliche Weise missriet: Takahashi landete bei dem Wurf ungebremst, schräg und mit vollem Körpergewicht auf den Nacken.

Kaum zu fassen: Takahashi brach das Match nicht ab, sondern führte es wie geplant mit einem Sieg zu Ende. Die Folgen der Landung scheinen erst nach Abklang des Adrenalins zu spüren gewesen zu sein. Laut Wrestling Observer kollabierte Takahashi hinter den Kulissen.

Wie schwer die Folgen der Bruchlandung sind, ist noch ungewiss. Wie gefährlich missglückte Wrestling-Aktionen sind, muss Aktiven und Fans aber nicht erst seit Takahashis Fall bewusst sein.

Ring-Unfälle endeten schon tödlich

Erst im vergangenen Jahr kollabierte Katsuyori Shibata nach einem Match gegen den damaligen Heavyweight-Champion Kazuchika Okada, musste wegen einer schweren Kopfverletzung notoperiert werden und seine Karriere beenden.

Ähnliche Unglücke im Ring haben auch schon zu Todesfällen geführt (Mitsuharu Misawa, Perro Aguayo Jr.) oder ihre Opfer zum Pflegefall gemacht: Der WWE-Wrestler Darren Drozdov landete bei einer missglückten Aktion im Rollstuhl, ebenso der mittlerweile verstorbene Japan-Star Hayabusa.

Auch Tom Billington alias Dynamite Kid - der bei NJPW in den Achtzigern stilbildender Pionier der Junior-Heavyweight-Wrestler war - ist mittlerweile gelähmt.

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