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München - Vince McMahon verkündet, dass Roman Reigns und Co. künftig in gewissen Grenzen bei RAW und SmackDown auftreten dürfen. TV-Bosse hatten zuvor Druck gemacht.

Erst vor wenigen Wochen wurde er von der Montags- zur Dienstagsshow von WWE transferiert, nun tauchte Topstar Roman Reigns doch wieder bei Monday Night RAW auf.

Und damit nicht genug: Ligachef Vince McMahon verkündete bei der Sendung eine Aufweichung des Roster-Splits. Eine "Wild Card Rule" erlaube es von nun an, dass wöchentlich vier SmackDown-Stars bei RAW auftauchen und umgekehrt.

Diesmal waren es - nach offizieller Zählung - neben Reigns WWE-Champion Kofi Kingston, Daniel Bryan und Lars Sullivan. Ein Drohbesuch Sullivans in seinem Büro war die Story-Erklärung dafür, dass McMahon von drei auf vier erhöhte. Um den Auftritt möglich zu machen, verschob WWE auch eine eigentlich für den Montag geplante Show des SmackDown-Kaders in Kentucky.

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Der Grund für die Verwässerung des "Superstar Shake-up" liegt auf der Hand - und bestätigte sich auch bald nach RAW.

Roman Reigns eigentlich von RAW zu SmackDown gewechselt

Medienberichten zufolge waren die US-amerikanischen TV-Partner von WWE durch schwächelnde Quoten in den vergangenen Wochen alarmiert und forderten McMahon zum Gegensteuern auf. Die RAW-Episode vergangene Woche sahen im Schnitt 2,158 Millionen Zuschauer, bei einem weiteren Einbruch droht ein schmerzhafter Sturz unter die 2-Millionen-Marke, die RAW bislang noch nie mit einer Live-Show unterboten hat. Auch SmackDown fiel auf ein Rekordtief.

Wie der Wrestling Observer berichtet, wurde von den Verantwortlichen von NBC Universal - dem Konzern hinter der RAW-Heimat USA Network - auch kritisch hinterfragt, warum Reigns zu SmackDown transferiert wurde.

Wissenswertes zum Thema Wrestling

Reigns - zu Beginn des Jahres nach einer erfolgreich angelaufenen Therapie seiner Leukämie-Erkrankung ins WWE-TV zurückgekehrt - war im April gewechselt, als Topstar bei RAW verblieb Reigns' langjähriger Shield-Weggefährte, Universal Champion Seth Rollins. SmackDown wird im Herbst im Fokus stehen, wenn die Sendung im Zuge eines Milliarden-Deals zum frei empfangbaren Fox Network ziehen wird und dort unter großem Druck steht, den Deal zu rechtfertigen. Dieser Schritt ist auch der offensichtliche Grund für die Reigns-Rochade.

Das Problem dabei: Auch Universal hat Milliarden investiert, um RAW bei sich zu halten und will folglich keine Schwächung. Die Wild Card Rule ist nun ein klares Zeichen, wie WWE das Dilemma auflösen will.

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