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München - WWE-Boss Vince McMahon verkündet bei Monday Night RAW eine neue Regel, die SmackDown-Gastauftritte erlaubt. Nicht nur Roman Reigns nutzt sie.

Schon vor dem Start der TV-Woche deutete WWE eine Aufweichung des Roster Split an, nun ist sie offiziell.

Bei Monday Night RAW tauchte nicht nur der erst kürzlich zu SmackDown gewechselte Topstar Roman Reigns wieder auf, auch zwei weitere Wrestler der Dienstagsshow unterbrachen eine Ansprache von Ligachef Vince McMahon.

Der bei WrestleMania 35 entthronte WWE-Champion Daniel Bryan forderte in seinem ersten Auftritt seit der Megashow ein Rückmatch gegen Kofi Kingston, ebendieser Kingston war dann auch vor Ort und stellte sich der Herausforderung.

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Vince McMahon verkündet "Wild Card Rule"

McMahon verkündete dann einen vermeintlichen Geistesblitz, um solche Auftritte auch künftig möglich zu machen: Eine "Wild Card Rule" würde ab sofort einer bestimmten Anzahl von Wrestlern offiziell erlauben, zu der jeweils anderen Show eingeladen zu werden.

Der Ligaboss sprach zunächst von drei Wrestlern und erhöhte später auf vier, als sich auch der monströse Lars Sullivan Zutritt zu RAW verschaffte und nach einer Attacke auf No Way Jose in McMahons Büro stürmte.

Die neue Regel ist eine offensichtliche Reaktion auf den jüngsten Quoten-Abwärtstrend in den USA, dem WWE schon im vergangenen Dezember einen "Neustart" entgegenzusetzen versuchte - der aber nicht verhinderte, dass sich der Trend seitdem nur weiter verschärfte.

Zwei WrestleMania-Rückmatches

Auf besagten Neustart spielte Reigns bei seinem Auftritt auch an und erinnerte McMahon an sein Versprechen, dass nun die Fans die Shows regieren würden. Er merke davon nichts, es seien weiter die McMahons am Ruder - er dagegen wolle von nun an überall dort sein, wo seine Fans ihn sehen wollten.

McMahon steckte Reigns schließlich in ein WrestleMania-Rückmatch mit Drew McIntyre, der das Eröffnungssegment auch noch beehrte. Außerdem fixierte er das Kingston-Bryan-Match als Hauptkampf der Show.

Die weiteren Geschehnisse:

- Nach AJ Styles' Attacke gegen Universal Champion Seth Rollins vergangene Woche ging der Streit der beiden weiter: Rollins äußerte den Wunsch gegen seinen MITB-Gegner zu kämpfen, Vince McMahon aber verfügte, dass die beiden stattdessen als Partner gegen Baron Corbin und Bobby Lashley antreten mussten. Das funktionierte eine Weile, bis Styles Rollins versehentlich mit dem Phenomenal Forearm traf - und ihn dann im Stich ließ. Corbin pinnte dann Rollins mit dem End of Days.

- Sami Zayn beschimpfte einmal mehr das Publikum, diesmal jedoch nicht ohne Echo: Braun Strowman unterbrach und verfolgte ihn in den Backstage-Bereich und warf ihn in einen Müllcontainer - der dann auch von einem entsprechenden Wagen geleert wurde.

- Robert Roode bekam gegen Ricochet die Chance, ihm dessen Platz im Money-in-the-Bank-Match abspenstig zu machen. Ricochet verteidigte diesen aber mit seinem 630 Splash.

- Lacey Evans besiegte eine lokale Wrestlerin und verkündete anschließend, dass sie Becky Lynch bei Money in the Bank entthronen würde. Gleichzeitig warnte sie alle Teilnehmerinnen des Leitermatches vor dem Versuch, ihre Titelchance gegen sie einzulösen. Lynch tauchte dann auf und attackierte Evans, die sich aber dem Dis-Arm-Her-Griff entwand und flüchtete.

- Die Viking Raiders besiegten die Tag Team Champions Zack Ryder und Curt Hawkins, es scheint nur eine Frage der Zeit, bis sie das auch in einem Titelmatch tun werden.

- Das Match zwischen Reigns und McIntyre endete mit einer Disqualifikation McIntyres, als Reigns' aktuelle Rivalen Shane McMahon und Elias eingriffen und Reigns attackierten (Vince stellte später klar, dass das nicht als Teil der "Wild Card Rule" zählen würde). The Miz kam zu Hilfe und vertrieb seinen Money-in-the-Bank-Gegner Shane, Elias aber konnte McIntyre noch dabei helfen, Reigns einen Claymore Kick zu verpassen.

- Ein Match von The Revival gegen Karl Anderson und Luke Gallows endete ergebnislos, nachdem die Usos auftauchten und sich weiter über die Rückenrasur von The Revival vergangene Woche lustig machten - die Strafaktion dafür, dass Revival ihren Flirt mit der neuen Liga AEW nicht beenden möchten, geht offenbar weiter.

- Zum Abschluss gab es das erste WWE-Titelmatch bei RAW seit drei Jahren, nach rund 17 Minuten und einer spannenden, an Kontern reichen Schlusssequenz siegte Kingston, als er aus dem LeBell Lock flüchten und den Trouble in Paradise Kick anbringen konnte.

- Last but not least: eine neue Ausgabe von Bray Wyatts skurril-verstörendem Firefly Fun House gab es auch wieder.

Die Ergebnisse von WWE Monday Night RAW am 6. Mai 2019:

Lucha House Party besiegen drei lokale Wrestler
Ricochet besiegt Robert Roode
Lacey Evans besiegt Allie Catrina
Non Title Match: The War Raiders besiegen Curt Hawkins & Zack Ryder
Roman Reigns besiegt Drew McIntyre
The Revival vs. Karl Anderson & Luke Gallows - No Contest
WWE Title Match: Kofi Kingston (c) besiegt Daniel Bryan

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