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München - WWE berichtet, dass Braun Strowman sich bei dem Schock-Stunt zu Beginn von Monday Night RAW schwer verletzt hätte. Die Realität ist etwas anders.

Es war die spektakulärste Aktion, die sich Paul Heyman bei seiner Premiere als neuer Kreativchef von WWE Monday Night RAW einfallen ließ - und Braun Strowman war wohl nicht zufällig Hauptdarsteller.

Das Match des angeblich rund 170 Kilo schweren Strowman gegen Bobby Lashley endete damit, dass das "Monster Among Men" Lashley einen Tackle durch die LED-Wand im Eingangsbereich des TV-Sets verpasste.

Feuerwerk und Explosionen untermalten den inszenierten Stunt, an dessen Ende Strowman und Lashley von Sanitätern abtransporiert wurden. WWE setzte alles daran, die Aktion als gefährlich und folgenschwer zu verkaufen, behauptete gar, Strowman hätte sich bei der Aktion möglicherweise einen Milzriss zugezogen, eine schwere Verletzung, die lebensbedrohlich sein kann - wenn sie real wäre.

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Aber wie geht es Strowman wirklich?

Gerissene Milz, gesprengtes Becken?

In der offiziellen WWE-Mitteilung ist die Rede von einer Beckenverletzung bei Strowman (im englischen Original: "separated pelvis" - verrenktes oder gesprengtes Becken) und dass seine Milz gerissen sein "könnte", während Lashley glimpflich davongekommen sei.

Nichts davon stimmt, wie der Wrestling Observer berichtet, hat Strowman ebenso wenig eine akute Verletzung davongetragen wie Lashley. Bekannt ist allerdings, dass sich Strowman zuletzt mit echten Verletzungen anderer Art herumplagte - und es ist wahrscheinlich, dass WWE den Schock-Stunt nutzen wird, um ihm eine Erholungspause zu gönnen.

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Braun Strowman immer wieder von Verletzungen geplagt

Bevor er vor zwei Monaten aus dem Leitermatch bei Money in the Bank geschrieben wurde (aus Story-Gründen, nicht wegen einer Verletzung), fiel auf, dass sein rechter Trizeps bandagiert war - ein Alarmsignal, denn der frühere Strongman hat schon mehrere Arm-Operationen hinter sich.

Auch im Beinbereich scheint Strowman Probleme zu haben: In den vergangenen Wochen fiel auf, dass Strowman schwere Beine hatte und eine seiner Spezialaktionen nicht mehr zeigte, den Sprint-Tackle außerhalb des Rings. Er erwischte seine Gegner nur noch ohne vorherigen Rundlauf um den Ring.

Wie lange Strowman tatsächlich pausieren wird, ist unklar und liegt völlig in der Hand der Liga. Dass WWE von einem Milzriss spricht, spricht eigentlich für eine längere Auszeit - andererseits ist Strowman das "Monster Among Men" und unerwartet frühe, übermenschlich anmutende Comeback-Storys gehören bei WWE zum Konzept: Schon 2017 übertrieb WWE eine Verletzung Strowmans und ließ ihn früher als angekündigt zurückkehren.

RAW-Quote steigert sich deutlich

Der Knalleffekt zum Start der neuen Ära verfehlte sein Ziel nicht: Heymans erstes RAW verzeichnete in den USA einen Quoten-Anstieg von 9,7 Prozent.

Auffällig war vor allem, dass es Heyman gelang, das Zuschauerinteresse zwischen der ersten und der zweiten Stunde von 2,47 auf 2,68 Millionen zu steigern. Zuletzt war der Trend immer in die andere Richtung gegangen.

Ermutigend auch: Vor allem die junge Zielgruppe unter 20 blieb in weit höherem Maß dran.

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