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WWE hat den nächsten Draft zwischen RAW und SmackDown im Oktober offiziell verkündet. Er soll anders laufen als der zuletzt gewohnte "Superstar Shake-up".

Nur ein halben Jahr nach dem letzten "Superstar Shake-up" verkündet WWE den nächsten großen Kader-Tausch zwischen Monday Night RAW und SmackDown Live.

Die Showkampf-Liga bestätigte am Sonntag vor der Großveranstaltung Clash of Champions die Berichte über einen neuen, zweitägigen Draft bei SmackDown am 11. Oktober in Las Vegas und bei RAW am 14. Oktober in Denver.

WWE Draft nach TV-Beben

SmackDown wechselt in der Woche davor in den USA sowohl den Sender als auch den Sendeplatz: Statt dienstags auf dem USA Network läuft die Show künftig freitags auf bei Fox. Die Station des Medienmoguls Rupert Murdoch hat sich das eine Milliardensumme kosten lassen (ebenso wie USA den Verbleib von RAW für die kommenden fünf Jahre).

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Zwei Tage vor dem SmackDown-Wechsel feiert auch die neue TV-Show der Konkurrenzliga AEW Premiere, die WWE mit der Beförderung des Drittkaders NXT zum USA Network als parallel laufende Konkurrenzshow kontert.

Der Draft soll zum anderen dazu dienen, eine möglichst große Zahl an Zuschauern, die durch den Senderwechsel neugierig werden dürften, zu halten. Zum anderen soll WWE die Roster künftig auch wieder strikter trennen wollen. Um das Ereignis groß zu inszenieren, sind für die beiden Shows auch "Persönlichkeiten" von Fox und dem USA-Mutterkonzern NBC Universal angekündigt, die die Wechsel bekannt geben sollen.

Diese sollen auch wieder als "richtiger" Draft behandelt werden, bei denen die Wrestler vermeintlich gewählt statt zugelost werden. Der Draft heißt diesmal deshalb auch nicht "Superstar Shake-up" wie die vergangenen drei Ausgaben seit 2017.

Hulk Hogan und Co. bei SmackDown

Beim letzten Shake-up kurz nach WrestleMania 35 im Frühjahr wechselte unter anderem Topstar Roman Reigns von RAW zu SmackDown, schon in Erwartung dessen, dass SmackDown im Herbst mit neuer Bedeutung aufgeladen würde.

Bald darauf verwischte WWE aber unter dem Eindruck schwächelnder Quoten die Kadertrennung durch die "Wild Card Rule", die den Stars beider Shows auch Auftritte bei der jeweils anderen ermöglichte. Diese Regel dürfte abgeschafft werden.

Die erste SmackDown-Ausgabe bei Fox am 4. Oktober wird ähnlich konzipiert sein wie RAW Reunion, die Legendenshow, die in diesem Jahr die stärkste Quote einfuhr: Als Feier des 20. Geburtstags der einst auf dem Höhepunkt der Attitude Era eingeführten Show sind Auftritte von Hulk Hogan, Ric Flair, Bill Goldberg, Sting, dem Undertaker, Brock Lesnar, Kurt Angle, Lita, Mick Foley, Booker T, Trish Stratus, Jerry "The King" Lawler und Mark Henry angekündigt.

Autorenwechsel bei RAW und SmackDown

Verschiebungen gab es bei RAW und SmackDown zuletzt auch hinter den Kulissen: Wie der Wrestling Observer berichtete, bekamen beide Shows einen neuen Chefschreiber. Bei SmackDown verließ "Head Writer" Ryan Ward seinen Posten, offiziell aus persönlichen Gründen. Nachfolger werde der langjährige WWE-Autor Ed Koskey, bislang in selber Funktion bei RAW.

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Bei der Montagsshow übernahm Jonathan Baeckstrom den Job, bisher bei der Cruiserweight-Show 205 Live. Koskey wird bei SmackDown mit dem Exekutivdirektor und früheren WCW-Chef Eric Bischoff zusammenarbeiten (der sich aus dem kreativen Bereich raushalten soll), Baeckstrom mit dem für RAW zuständigen Paul Heyman.

Das letzte Wort bei beiden Shows hat selbstredend weiterhin WWE-Boss Vince McMahon, der zuletzt vor allem bei SmackDown viel umgeworfen haben soll, was der nun scheidende Ward erdacht hätte.

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