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Mauro Ranallo bei einem Interview mit Ronda Rousey
Mauro Ranallo bei einem Interview mit Ronda Rousey © Imago
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München - WWE und der populäre Kommentator Mauro Ranallo gehen getrennte Wege. Ex-Wrestler Wade Barrett scheint dafür in neuer Rolle zurückzukehren.

Die Wrestling-Liga WWE verliert einen ihrer beliebtesten Kommentatoren: Die Promotion vermeldete am Montag den Abgang von Mauro Ranallo - mit Betonung darauf, dass er im gegenseitigen Einvernehmen erfolgt sei.

Hauptgrund scheint die familiäre Situation Ranallos zu sein, seine Mutter ist seit mehreren Wochen schwer erkrankt.

Mauro Ranallo verließ WWE schon einmal fast

Der auch als Box- und MMA-Experte profilierte Ranallo - der in den USA unter anderem auch den Mega-Fight zwischen Floyd Mayweather und Manny Pacquiao sowie auch den zwischen Mayweather und Conor McGregor kommentierte - war seit Ende 2015 bei WWE aktiv. Was damals als großer Coup empfunden wurde, erwies sich als schwierige Verbindung: Im Frühjahr 2017 gab es eine erste Trennung, die WWE in schlechtem Licht erscheinen ließ.

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Ranallo geht offen damit um, dass er an einer bipolaren Störung und daraus resultierenden Depressionen leidet, damals legten Kommentare seines Freundes Bas Rutten nahe, dass öffentliche Häme von Ranallos Kommentatoren-Kollege John Bradshaw Layfield die Probleme akut verschärft hätten. Ranallo selbst erklärte später, dass die zwischenzeitliche Trennung nichts mit JBL zu tun gehabt hätte, was aber vor dem Hintergrund von Ruttens Aussagen und diverser detaillierter Medienberichte über die Situation wie eine Schutzbehauptung wirkte.

WWE gelang es damals, den Bruch - der auch andere interne Gründe gehabt haben soll - noch zu kitten. Ranallo, wegen seiner Mischung aus Kenntnisreichtum und Emotion ("Mamma Mia!") sehr beliebt bei den meisten Fans, blieb doch und bekam einen neuen Posten: Er kommentierte beim Drittkader NXT, nicht mehr bei der größeren TV-Show SmackDown.

Ranallo tat sich bei NXT vor allem bei den großen und vielgelobten Matches mit den NXT-Könnern wie Johnny Gargano, Tommaso Ciampa und Adam Cole hervor, die durch ihn zusätzlöich aufgewertet wurden. Die Reibungen hinter den Kulissen waren dort auch geringer, hörten aber nicht ganz auf - im vergangenen Jahr gab es neue Irritationen um öffentliche Sticheleien des Kommentatoren-Kollegen Corey Graves.

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In den vergangenen Wochen fehlte Ranallo und obwohl schnell durchsickerte, dass die Abwesenheit diesmal familiäre und keine anderen Gründe hatte, scheint die Trennung nun endgültig zu sein, der 50-Jährige verdeutlichte in einem Statement bei Facebook, dass sich seine Prioritäten verschoben haben.

"Ich freue mich, dass ich mir meinen Kindheitstraum erfüllen konnte und im Sports Entertainment arbeiten konnte und wünsche WWE für die Zukunft alles Gute", schrieb er: "Ich möchte mich nun mehr Zeit haben für andere Projekte, meine Aktivitäten zum Thema psychische Gesundheit und für das Wohlergehen von meiner Mutter und mir selbst."

Einen Ersatz für Ranallo scheint WWE schon gefunden zu haben: Vergangene Woche kommentierte der britische Ex-Wrestler Wade Barrett bei NXT mit, der seit seinem WWE-Aus 2016 nur noch als Kommentator in der Branche aktiv ist. Der frühere Anführer der Gruppierung The Nexus - der sich unter seinem bürgerlichen Namen Stu Bennett inzwischen auch als Action-Schauspieler versucht - verhandelt dem Pro Wrestling Insider zufolge mit WWE über einen Langzeitvertrag in der neuen Rolle.

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