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Caster Semenya gewann 2012 und 2016 Olympia-Gold über 800 Meter
Caster Semenya gewann 2012 und 2016 Olympia-Gold über 800 Meter © Getty Images
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Caster Semenya empfindet die neue Testosteron-Regel der IAAF als verletzend und fehlerhaft. Die Südfrikanerin geht vor dem CAS gegen die Neuerung vor.

800-m-Olympiasiegerin Caster Semenya hat sich im Zuge ihres Verfahrens vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS erneut gegen die umstrittene "Testosteron-Regel" der IAAF ausgesprochen. Die 28-Jährige betonte am Dienstag, dass die Regel des Leichtathletik-Weltverbandes niemanden zu einem Start verhelfen dürfe.

In einer Erklärung ihres juristischen Beistandes hieß es, dass "sie und andere Frauen", die von den Vorschriften betroffen seien, "ohne Diskriminierungen in der Frauen-Klasse starten sollten". Die Bestimmungen der IAAF würden "niemanden stärken", sie stellten vielmehr "einen weiteren fehlerhaften und verletzenden Versuch" dar, "das weibliche Geschlecht zu überwachen".

Laut IAAF müssen Leichtathletinnen, die künftig bei internationalen Wettkämpfen antreten oder einen Weltrekord erzielen wollen, vom Gericht als weiblich oder intersexuell (oder äquivalent) anerkannt sein sowie ihren Blut-Testosteron-Spiegel über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten auf unter fünf nmol/L senken (etwa durch Verwendung von hormonellen Kontrazeptiva) und diesen danach kontinuierlich unter dem Richtwert halten.

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Die IAAF begründet ihren Schritt damit, dass hyperandrogene Athletinnen wie Semenya in bestimmten Disziplinen einen deutlichen Leistungsvorteil hätten. Semenya geht seit Montag vor dem CAS dagegen vor, für Ende März wird eine Entscheidung erwartet.

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