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Niklas Kaul stellte ein Götzis eine persönliche Bestleistung auf
Niklas Kaul stellte ein Götzis eine persönliche Bestleistung auf © Getty Images
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Niklas Kaul verpasst beim Zehnkampfmeeting in Götzis das Podest nur knapp. ERr und zwei weitere Deutsche unterbieten die WM-Norm. Ein Kanadier wird zum Seriensieger.

Zehnkämpfer Niklas Kaul hat beim prestigeträchtigen Mehrkampfmeeting in Götzis das Podium knapp verpasst.

Die 21 Jahre alte deutsche Zukunftshoffnung kämpfte sich mit einer persönlichen Bestleistung von 8336 Punkten auf Platz vier, der EM-Vierte von Berlin erreichte zudem die Norm (8200) für die WM in Katar (27. September bis 6. Oktober). Den Sieg holte sich zum vierten Mal in Folge der Kanadier Damian Warner mit 8711 Punkten.

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Kaul hatte einen besonderen Motivator: "Meine Mutter hat mir gesagt: Du musst wissen, was du hier willst", sagte der ehemalige U20-Weltmeister, der von dem starken Resultat überrascht war, bei leichtathletik.de. Der WM-Dritte Kai Kazmirek (8224) wurde Sechster, knapp vor Tim Nowak (8209), der die WM-Norm ebenfalls überbot. Manuel Eitel (8128) als Neunter und Mathias Brugger (8060) auf Platz elf rundeten ein gutes deutsches Mannschaftsergebnis ab.

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Schäfer beste deutsche Frau

Bei den Frauen landete Siebenkampf-Vizeweltmeisterin Carolin Schäfer (Frankfurt) mit 6426 Punkten auf Platz vier. "Im Endeffekt bin ich jetzt richtig stolz", sagte Schäfer, die sich auch über die Olympia-Norm freute. Sophie Weißenberg  wurde Achte und verpasste mit einer persönlichen Bestleistung von 6293 Punkten die WM-Norm (6300) hauchdünn. Den Sieg holte sich die britische Vize-Europameisterin Katarina Johnson-Thompson überlegen mit 6813 Punkten (Jahresweltbestleistung).

Warner mit Zehnkampf-Weltrekord über 100 Meter

Weltrekordhalter und Weltmeister Kevin Mayer (Frankreich) war bei den Männern ebenso wie Europameister Arthur Abele (Fußprobleme) nicht am Start. Der Olympia-Dritte Warner, der den insgesamt fünften Triumph in Götzis feierte und eine Jahresweltbestleistung aufstellte, hatte gleich zum Auftakt für Aufsehen gesorgt. Der 29-Jährige stellte über 100 m in 10,12 Sekunden einen "Zehnkampf-Weltrekord" auf, nie zuvor war ein Athlet in einem Zehnkampf über die kurze Sprintstrecke schneller gelaufen.

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Das Comeback von Vizeweltmeister Rico Freimuth missglückte hingegen völlig. Der 31-Jährige gab bereits am Samstag nach dem Kugelstoßen auf, nach enttäuschenden 13,19 Metern verließ Freimuth nach drei Disziplinen wortlos das Stadion. Freimuth war im Vorjahr in Götzis nach sieben Disziplinen ausgestiegen - wegen "mentaler Müdigkeit". Der BWL-Student brach daraufhin seine Saison ab, um sich zu erholen.

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