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Röhler sieht positive Aspekte der wettkampflosen Zeit
Röhler sieht positive Aspekte der wettkampflosen Zeit © AFP/SID/ANDREJ ISAKOVIC
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Für Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler hatte die weitgehend wettkampflose Zeit im Corona-Sommer 2020 durchaus positive Aspekte.

Für Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler hatte die weitgehend wettkampflose Zeit im Corona-Sommer 2020 durchaus positive Aspekte. "Da war die neue familiäre Situation, die ich genießen konnte. Aber ich wollte auch meinem Körper mal die Chance geben, nach zehn Jahren Leistungssport Luft zu holen", sagte der 29-Jährige der WAZ: "Dieses verrückte Jahr 2020 hat mir die Möglichkeit dazu gegeben. Ich bin wirklich zufrieden mit der Entscheidung. Und ich lag ja nicht ein Jahr lang rum."

Röhler war im Vorjahr Vater geworden. Während Olympia in Tokio und die EM in Paris nicht stattfanden, verzichtete Röhler kurz nach der Geburt seines Sohnes auf den Start bei der DM in Braunschweig. Sein Rivale Johannes Vetter verbesserte im September den deutschen Rekord auf 97,76 m, die zweitbeste je geworfene Weite, was Röhler durchaus beeindruckte.

"Ich habe es nicht live gesehen, sondern in der Aufzeichnung. Das war natürlich eine enorme Leistung. Ein Wurf, der nicht alle Jahre passiert. Das habe ich respektvoll wahrgenommen, mit der Leistung ist Johannes in die Geschichtsbücher eingegangen", sagte Röhler, der vor Vetter mit 93,90 m die nationale Bestmarke hielt.

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Vetters Traumwurf bestärkte Röhler aber darin, dass die magische Grenze im Speerwerfen fallen kann. "Das war ein Beweistag ? wenn die Bedingungen stimmen, kann der Speer einfach mal richtig weit segeln. Die 100 Meter sind die machbare Distanz in unserem Sport", sagte der Jenaer: Ich war der erste, der schon vor einigen Jahren gesagt hat, dass das Ziel rein physikalisch machbar ist. Jetzt ist die Frage, wann es passiert und wer es schaffen wird."

Wichtiger als der 100er wäre Rio-Olympiasieger Röhler aber ein erneuter Gold-Coup im Sommer in Tokio. Wenn er die Wahl hätte, "dann würde ich den Olympiasieg nehmen", sagte er.

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