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Renger van der Zande sieht Cadillac bei der BoP benachteiligt
Renger van der Zande sieht Cadillac bei der BoP benachteiligt © LAT
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Cadillac fällt in der IMSA SportsCar Championship immer weiter zurück: Fast eine Minute Rückstand in Elkhart Lake - Muss die BoP eingreifen?

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Verkehrte Welt in der IMSA SportsCar Championship: Nachdem Corvette- beziehungsweise Cadillac-Piloten bisher alle Titel in der seit 2014 ausgetragenen Sportwagenserie geholt haben, fahren die Cadillac DPi-V.R in diesem Jahr seit mehreren Rennen hinterher. Der letzte Sieg datiert auf Long Beach im April zurück.

Seitdem fahren die Penske-Acuras und in jüngster Zeit insbesondere die Joest-Mazdas von Sieg zu Sieg. Anders als jene beiden Marken setzt General Motors beim Cadillac-Programm auf Kundeneinsätze. Gleiches gilt übrigens auch für den Nissan DPi von Core Autosport, der bislang noch gar keinen Podiumsplatz geholt hat.

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Konnte man das angesichts der knappen Vorbereitung noch erwarten, ist das Cadillac-Lager erfolgsverwöhnt und entsprechend angefressen. "Seit Mid-Ohio sind wir völlig von der Rolle", schlägt Renger van der Zande gegenüber 'Motorsport-Total.com' Alarm.

Sein Team Wayne Taylor Racing hat seit dem Triumph bei den 24 Stunden von Daytona kein Rennen mehr gewonnen und stand seit Sebring nicht mehr auf dem Podest. Liegt es an der Balance of Performance (BoP) oder einfach am fehlenden Werksstatus? Überhaupt holte Cadillac seit dem Long-Beach-Sieg nur noch einen einzigen Podiumsplatz durch Pipo Derani und Felipe Nasr in Detroit.

Abstand wird zu groß

"Sie mögen nicht sehr objektiv sein, aber mir haben zahlreiche Fans gesagt, dass da etwas falsch läuft", sagt van der Zande. "Wir sprechen nicht gerne über die BoP, weil sie den Fans schwer zu erklären ist. Aber wir sind jetzt einfach zu weit weg. Es ist schwierig, das den Fans zu erklären, wenn man sein Bestes gibt und das Beste aus dem Auto rausgeholt hat."

"Zwar sind wir nur zweitbester Cadillac [in Elkhart Lake gewesen], haben also Raum für Verbesserungen. Andererseits lagen wir [Cadillacs] innerhalb von zehn Sekunden und das nächste Fahrzeug eine halbe Minute davor. Das ist einfach ein zu großer Abstand."

Für van der Zande ist das Phänomen nicht neu. Cadillac seit schon während der Saison 2018 ins Hintertreffen geraden. Damals waren WTR und Action Express Racing aber in der Lage, das zu kompensieren.

"Vergangenes Jahr konnten wir uns über die Strategie in den Rennen nach vorne arbeiten, in denen wir im Hintertreffen waren", urteilt der Niederländer. "Mal hatten wir Glück, weil sie Fehler gemacht haben und mal haben wir einen perfekten Job bei der Strategie gemacht. So kamen wir sogar in Rennen, in denen uns Pace gefehlt hat, auf vordere Plätze. Aber wenn man so weit zurückliegt, dann braucht es viel Strategieglück, um das wettzumachen."

Das Rennen auf der Road America ging komplett ohne Gelbphase über die Bühne, sodass strategische Möglichkeiten hier gar nicht bestanden. Und die Abstände reflektieren, wie weit Cadillac in der IMSA derzeit wirklich zurückliegt.

© Motorsport-Total.com

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