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Die neue GT2-Klasse von Stephane Ratel nimmt langsam Fahrt auf: Als dritter Hersteller präsentiert KTM einen Boliden für die neue Kategorie.

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Die 2018 von Stephane Ratel ins Leben gerufene GT2-Kategorie befindet sich in einer langsamen Wachstumsphase. Nach Porsche und Audi hat KTM als dritter Hersteller einen Boliden für die Klasse präsentiert, die sich ausdrücklich an Gentlemenfahrer richtet.

Der GT2-KTM setzt sich mit einem starken Leistungsgewicht in Szene: Auf gerade einmal 1.000 Kilogramm kommen 600 PS, die aus Audis 2,5-Liter-Fünfzylinder-TFSi-Motor gequetscht werden. Und das zum Kampfpreis von 294.000 Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer).

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Zum Vergleich: Der Audi R8 LMS GT2 leistet 640 PS, der Porsche 911 GT2 RS Clubsport sogar 700. Beide sind aber deutlich schwerer als der KTM und kosten jeweils über 400.000 Euro - auch hier zuzüglich Mehrwertsteuer.

Die GT2-Kategorie wird von Ratel als Alternative zur GT3 positioniert. Sie richtet sich an Gentlemen, die mit den hohen G-Kräften und Abtriebswerten der GT3-Boliden nicht zurechtkommen. Die GT2 lockt mit mehr Längsdynamik bei geringeren Kurvengeschwindigkeiten und damit geringerer physischer Belastung.

Ratel verspricht weitere Hersteller

Die Klasse wurde bei den 24 Stunden von Spa 2018 präsentiert. Porsche bot mit dem 911 GT2 RS Clubsport das erste Fahrzeug an, auf dem auch eine auf 77 Stück limitierte Sonderedition "935" basiert. 2019 präsentierte sich Porsche mit den beiden GT2-Modellen mit einem Rahmenrennen bei den 24 Stunden von Spa.

Als zweiter Hersteller hat Audi mit dem R8 LMS GT2 im Juli 2019 sein Modell für die neue Klasse vorgestellt. Die Auslieferungen begannen Ende Dezember 2019. Der KTM ist nun das dritte Fabrikat.

Mit der GT2-Klasse hat sich Ratel eine eigene Kategorie geschaffen, die weitgehend unabhängig von der FIA ist. Sie dient auch als Rückversicherung für Ratels SRO Motorsports Group, sollte die GT3 wegen der Kosten oder aufgrund einer GTE/GT3-Konvergenz einmal wegfallen.

Die Klasse hat im Jahr 2019 einen Rückschlag hinnehmen müssen, als McLaren die Entwicklung des 720S GT2 abbrach. Dieser wäre eigentlich ein prädestiniertes Fahrzeug für diese Kategorie gewesen. Doch Ratel rechnet mit noch weiteren Projekten, die 2020 vorgestellt werden, sofern Corona es zulässt. Als mögliche Kandidaten werden Aston Martin, Lamborghini und Glickenhaus gehandelt.

KTM hat neben dem X-Bow GT2 auch eine 500-PS-Variante des X-Bow aufgelegt, die auf den Namen "GTX" hört. Sie kostet 230.000 Euro und ist für diverse Langstreckenserien unterhalb der GT3-Klasse angesiedelt.

© Motorsport-Total.com

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