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Thomas Preining ist als Meister des Porsche Carrera Cup Deutschland ins ADAC GT Masters eingestiegen. Auf Anhieb konnte er dort ein Rennen gewinnen.

Als Neueinsteiger ist Thomas Preining bereits im ADAC GT Masters angekommen. Schon das zweite Saisonrennen in Oschersleben hat der 20 Jahre alte Rookie gewonnen.

Kein Wunder, dass es so gekommen ist, möchte man fast sagen. Der junge Österreicher hat im letzten Jahr den Porsche Carrera Cup Deutschland dominiert. Bei zehn der 14 Saisonrennen stand er ganz oben auf dem Podest. Natürlich reichte das zum Gewinn der Meisterschaft. Auch im Porsche Supercup war er unterwegs. Dort wurde er Gesamt-Dritter.

Hilfreich für den Aufstieg ins GT Masters war sicherlich auch, dass er für Herberth Motorsport an den Start. Das ist die  Meistermannschaft aus dem vergangenen Jahr. Mit Robert Renauer hat er außerdem einen erfahrenen Piloten an seiner Seite. Sie sind das einzige Porsche-Duo, das in dieser Saison bislang auf das Podest klettern konnten. (Rennkalender des ADAC GT Masters im SPORT1-Datencenter)

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Vor drei Wochen in Most hätte es zu einer Wiederholung kommen können: Preining lag auf dem vierten Platz, als es zu einer Kollision mit einem anderen Teilnehmer kam. Mit hoher Geschwindigkeit schlug er in die Leitplanke ein – blieb aber unverletzt. "Jeder will möglichst viel Punkte einfahren. Da kann so etwas passieren", sagt er mit ohne Schuldzuweisung vor seinem Heimspiel am Red Bull Ring (ADAC GT Masters, Rennen am Red Bull Ring Sa. ab 14 Uhr und So. ab 13 Uhr LIVE bei SPORT1 im Free-TV und im LIVESTREAM).

Porsche Carrera Cup als gute Vorbereitung

Hat Preining damit gerechnet, dass er auf Anhieb um die Spitze mitkämpfen kann? "Wir hatten nicht viel Vorbereitungszeit, weil wir nur beim offiziellen Test gefahren sind", erklärt er gegenüber SPORT1. "Deswegen war es sehr ungewiss, wo wir stehen. Aber ich war zuversichtlich, weil ich an mich und das Team geglaubt habe."

Den Porsche Carrera Cup Deutschland hat Thomas Preining im vergangenen Jahr dominiert
Den Porsche Carrera Cup Deutschland hat Thomas Preining im vergangenen Jahr dominiert © Porsche AG

Für ihn war es der logische Schritt, nach dem Titelgewinn im Porsche Carrera Cup Deutschland ins GT Masters einzusteigen. Sowohl der Carrera Cup als auch der Supercup seien die beste Schule für höhere Aufgaben. "Weil es keine Fahrhilfen gibt, ist das Auto extrem schwer zu fahren. Als Fahrer kann man den Unterschied machen und richtig herausstechen", sagt Preining. Außerdem sei man auf Strecken unterwegs, auf die man in einer Rennkarriere immer wieder treffen würde.

"Ich finde die Serie extrem attraktiv, weil ich denke, dass es aktuell die stärkste GT-Serie ist. Die Leistungsdichte ist sehr hoch", sagt er über das GT Masters. Die größten Unterschiede zum Porsche Cup sind laut Preining: "Wir haben Fahrhilfen, ein bisschen mehr Leistung und viel mehr Downforce."

Mehrfachbelastung als Young Professional

Auch wenn es sich wegen der technischen Ausstattung so anhören mag. Für die Fahrer ist es nicht einfacher, den Porsche 911 GT3 R aus dem GT Masters zu fahren. "Es ist immer schwierig, ein Auto am Limit zu bewegen. Aber wenn du den Cup-Porsche beherrscht, tust du dich mit dem Einstieg leichter." Dennoch erfordere es viel Arbeit, das Limit des Autos zu finden.

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Preining kann sein Wissen aus den Porsche Cups nicht nur im GT Masters einsetzen. Als Porsche Young Professional ist er für den Hersteller in verschiedenen Rennserien im Einsatz. So kommt er in diesem Jahr auf rund 25 Rennwochenenden, an denen er aktiv ist.

Eine Prognose, wie er bei seinen GT-Masters-Heimrennen am Red Bull Ring abschneiden wird, will Preining noch nicht abgeben: "Wir sind dort dieses Jahr noch keinen Meter gefahren. In der Vergangenheit war es nicht unbedingt eine Porsche-Strecke."

In den vergangenen Jahren waren vor allem die Corvette vom Callaway-Team stark. 

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