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Für Audi gibt es in der DTM 2018 nur das Ziel Titelverteidigung, doch die Ingolstädter erwarten eine starke Gegenwehr der Konkurrenz und "viele wechselnde Sieger"

"Drei Titel verteidigen" lautet die Marschroute von Audi für die DTM-Saison 2018. Im Vorjahr nahmen die Ingolstädter drei Pokale für den Gewinn der Fahrer-, Team- und Herstellermeisterschaft mit nach Hause. Die Audianer erwarten 2018 einen harten Kampf bei der Mission Titelverteidigung. "Ich rechne damit, dass wir ein ausgeglicheneres Feld haben als in der Vergangenheit. Das bedeutet viele wechselnde Sieger und Marken vorne", sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

Durch die Reduzierung der aerodynamischen Hilfsmittel und des Abtriebs sehen sich die Ingolstädter im Nachteil. "Das Ergebnis im vergangenen Jahr hat gezeigt, dass wir aerodynamisch das beste Auto hatten. Wenn wir jetzt auf eine Einheits-Aerodynamik zurückgehen, dann bedeutet es gleichzeitig zwangsläufig auch, dass wir mehr verlieren als der Wettbewerb", so Gass.

Die Marke mit den vier Ringe werde sich "entsprechend aufstellen und alles dafür tun, dass wir das ausgleichen können". Denn das Ziel für 2018 ist klar: "Wir wollen auch in diesem Jahr wieder um Rennsiege und Meisterschaften kämpfen."

Mit Erfahrung und Champions an die Spitze

Der Audi-Verantwortliche erwartet eine "super spannende und umkämpfte Saison", in der er auf einen starken Fahrerkader setzen kann. "Wir sind in der glücklichen Situation, dass wir mehrere Fahrer im Kader haben, die sofort die Meisterschaft gewinnen können", meint Gass.

Einige von ihnen hätten bereits Titel gewonnen - beispielsweise der amtierende DTM-Champion Rene Rast und Phoenix-Fahrer Mike Rockenfeller. Andere hätten gezeigt, "dass sie ganz knapp dran sind", wie Jamie Green. Mit Nico Müller und Le-Mans-Sieger Loic Duval haben die Ingolstädter zwei weitere starke Fahrer in ihren Reihen. Und auch DTM-Rookie Robin Frijns hat bereits mehrere Titel in verschiedenen Meisterschaften gewonnen.

Gass geht entspannt in die Saison und wird seine Schützlinge genau beobachten. "Letzten Endes ist es eine Frage dessen, wie bringe ich die ersten Rennen zusammen und teilweise der Effekt, nicht durch unglückliche Aktionen, vielleicht auch durch die Gegner, getroffen zu werden", erklärt er.

Beim Saisonauftakt in Hockenheim (4. bis 6. Mai) gibt es das erste Aufeinandertreffen der Saison 2018, bei der die Hersteller die Karten auf den Tisch legen werden und das wahre Kräfteverhältnis zum Vorschein kommen wird. Beim Test in Hockenheim trennten BMW, Audi und Mercedes nur 0,08 Sekunden.

© Motorsport-Total.com

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