vergrößernverkleinern
Paul di Resta (r.) gewann das erste Nachtrennen der DTM-Geschichte in Misano © Imago
teilenE-MailKommentare

Der ehemalige Formel-1-Pilot gewinnt das erste Nachtrennen der DTM-Geschichte und ist wieder mittendrin im Titelkampf. Alex Zanardi schafft es nicht in die Top 10.

Paul di Resta jubelte ausgelassen über seinen nächsten Sieg, Gary Paffett dagegen schüttelte immer wieder frustriert den Kopf: Der Kontrast zwischen den beiden Meisterschaftskandidaten der DTM hätte am Samstag kaum größer sein können. Während di Resta in Misano gewann, schied Paffett nach einem Duell mit dem Italiener Edoardo Mortara aus und blieb ohne Punkte.

In der Meisterschaft liegen Paffett und di Resta nur noch einen Zähler auseinander.

"Natürlich ist der Frust groß, die Lenkung ist gebrochen, das war es dann", sagte Paffett bei kabel eins. Di Resta jubelte dagegen: "Das war ein perfekter Tag, ich bin absolut glücklich. Das war harte Arbeit, aber genau das, was wir gebraucht haben."

Turbulentes erstes Nachtrennen

Hinter dem Schotten kamen der Niederländer Robin Frijns (Audi) und Mercedes-Fahrer Mortara ins Ziel. Das erste Nachtrennen der DTM-Geschichte verlief turbulent. Das Safety Car musste im Laufe des Rennens zweimal auf die Strecke, insgesamt sechs Piloten schieden vorzeitig aus, nur 13 Fahrer beendeten das Rennen.

Einer von ihnen war Alex Zanardi. Der beinamputierte ehemalige Formel-1-Fahrer, an diesem Wochenende als Gaststarter dabei, hielt sich schadlos und kam als 13. ins Ziel. "Es ist eine große Ehre, in der DTM zu fahren, ich möchte das Rennen genießen", hatte Zanardi im Vorfeld gesagt: "Ich bin hier ein Schüler und werde einfach alles geben."

Mit dem Tempo der 18 DTM-Profis konnte Zanardi erwartungsgemäß nicht mithalten, dennoch wurde der 51-Jährige vom Publikum gefeiert. "Es ist eine großartige Erfahrung gewesen. Das Leben ist toll, man muss alle Chancen nutzen und das Beste aus ihnen machen", sagte der glückliche Zanardi mit einem Lächeln im Gesicht.

Mercedes verliert drei Autos

Paffett hatte dagegen keine Lust zu feiern, nach dem harten Duell mit Mortara suchte er die Schuld für das Aus bei seinem Markenkollegen. "Ich wollte zurück auf die Strecke, und dann kam es zum Kontakt mit Edo", sagte er. Mortara gab zu, dass "es sicher nicht optimal gelaufen" sei. Gleichwohl betonte er: "Ich kann mich ja nicht auflösen."

Entsprechend wertete auch Mercedes-Teamchef Ulrich Fitz das Rennen "mit gemischten Gefühlen" und betonte: "Wir haben drei Autos verloren, noch dazu Gary, der in einer hervorragenden Position lag. Das ist extrem schade."

Nächste Artikel
previous article imagenext article image