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Wie DTM-Champion Rene Rast die Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf die DTM einschätzt und wie die Autohersteller unter der Pandemie leiden

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Welche Folgen hat die Coronavirus-Krise für die DTM? Der traditionsreichen Rennserie drohen nach der Präsentation des überarbeiteten Kalenders nicht nur Absagen, auch die langfristige Zukunft wird von Tag zu Tag ungewisser. Denn auch die verbliebenen zwei Autohersteller Audi und BMW werden von der globalen Krise gebeutelt.

Das weiß auch DTM-Champion Rene Rast. "Durch die Coronakrise ist die Automobilbranche jetzt sehr getroffen", sagt er gegenüber 'Ran'. "Man muss jetzt sehen, wie sich das weiterentwickelt, wie sich die Absatzzahlen der Automobilkonzerne verhalten, und dann muss man natürlich irgendwann eine Entscheidung treffen", spielt er auf die Zukunft der Rennserie an.

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Fakt ist: Der DTM-Vertrag von Audi läuft mit Saisonende 2020 aus. Und selbst in Zeiten, als sich das Coronavirus noch nicht zu einer weltweiten Pandemie ausgebreitet hatte, wurde in Ingolstadt ein Ausstieg aus der DTM mit Ende 2020 bereits angedacht.

Jetzt ist die Lage bedeutend schwieriger: Audi hat wie BMW Kurzarbeit angemeldet - bei beiden Herstellern stehen derzeit alle europäischen Werke still. Jeder Tag ohne Umsatz bedeutet laut Branchenkennern einen Verlust im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Und in fast allen Ländern - darunter die Motorsport-Zentren Deutschland, Großbritannien und USA - ist der Höhepunkt der Krise noch lange nicht erreicht.

Ob Rast damit rechnet, dass sich die Krise auch auf den Motorsportbereichs Audis auswirken wird? "Einbußen wird es mit Sicherheit geben", sagt der Mindener. "In welchen Bereichen, das kann man noch nicht sagen."

Schließlich wisse er "nicht, wie lange sich der Virus noch so verhält, wie er es jetzt tut. Und wie danach die Wirtschaft aussieht. Klar, das erste Beben sieht man schon, aber die reale Wirtschaft wird noch weiter leiden. Und zwar in einem Ausmaß, das wir im Moment noch nicht wirklich vorhersehen können. Und welche Folgen das dann für uns Rennfahrer haben wird, kann man auch noch nicht absehen."

Seine Hoffnung? "Ich hoffe natürlich, dass alles bleibt, wie es ist. Aber das ist eine Hoffnung", gibt er zu. Dass sich ein neuer Hersteller für einen Einstieg in die DTM entschließt, zweifelt er in Anbetracht der aktuellen Lage an: "Der DTM würde es natürlich guttun, wenn wir jetzt noch mehr Hersteller dazubekämen. Aber im Moment ist es schwierig für einen weiteren Hersteller, sich zu committen."

© Motorsport-Total.com

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