vergrößernverkleinern
British Touring Car Championship - Brands Hatch
British Touring Car Championship - Brands Hatch © Getty Images
Lesedauer: 2 Minuten
teilenE-MailKommentare

Schon vor dem Start der Formel-1-Saison macht Lewis Hamiltons Vater Anthony Neuzugang Valtteri Bottas klar, was ihn bei Mercedes erwartet. Hamilton sei ein "Karriere-Killer".

Schon vor dem ersten gemeinsamen Grand Prix hat die Seite von Lewis Hamilton den Psycho-Krieg gegen Valtteri Bottas eröffnet.

"Jeder, der es mit Lewis aufnehmen will, sollte einen guten Plan für seine Karriere haben. Denn Lewis ist ein Karriere-Killer. Er killt Fahrer. Und das ist keine Phrase", sagte Hamiltons Vater Anthony dem Magazin Newsweek.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff macht sich in der Hinsicht allerdings überhaupt keine Sorgen. "Lewis Hamilton und Valtteri Bottas, das passt", sagte der Österreicher in einem von Mercedes veröffentlichten Interview: "Es ist ein gutes Gleichgewicht zwischen den beiden, sie respektieren sich gegenseitig. Nico (Rosberg, d. Red.) hatte einen wichtigen Platz im Team, den Valtteri bisher sehr gut ausfüllt."

Anzeige

Seit seinem Formel-1-Debüt im Jahr 2007 musste sich Lewis Hamilton am Ende einer Saison nur zweimal nach Punkten seinem jeweiligen Teamkollegen geschlagen geben: 2011 seinem Landsmann Jenson Button bei McLaren, 2016 dem Wiesbadener Rosberg bei Mercedes - der trat wenige Tage nach dem Gewinn seiner ersten Weltmeisterschaft zurück und öffnete damit die Tür für Bottas. 2007 begann erzudem die Fehde mit Superstar Fernando Alonso.

"Lewis geht Dir unter die Haut, weil er höllisch schnell ist. Weil Du als Teamkollege nicht weißt, wie er das Auto abstimmt, wie er so schnell sein kann, wie er die Kurven fährt, wie er diese Linie fahren kann. Es zermartert Dir den Kopf", erklärte Anthony Hamilton.

"Auf der Strecke ist Lewis ein Söldner"

Bottas wechselte als Rosbergs Nachfolger von Williams zu Mercedes und soll dort den Deutschen vergessen machen.

Hamilton senior, der bis 2010 auch Manager seines Sohnes war, glaubt zudem, dass Lewis "viel lieber Nico Rosberg" weiterhin als Teamkollege gehabt hätte, weil "sie einander gekannt haben, seit sie 13 waren. Das spornte Lewis an. Es ist eine gute Rivalität."

Für Anthony Hamilton spielt der gegenseitige Respekt im Rennen keine Rolle. "Lewis und Valtteri kennen sich gut, haben großen Respekt voreinander. Aber es geht nicht darum, wie gut man sich versteht. Nico war ein guter Freund, aber auf der Strecke ist Lewis ein Söldner. So ist er. So holt er das Beste aus sich raus."

Rosberg und Hamilton hatten sich trotz jahrelanger Freundschaft erbitterte Kämpfe auf der Rennstrecke geliefert. Die neue Formel-1-Saison beginnt am 26. März in Melbourne.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image