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Robert Kubica ist 2018 wohl höchstens Testfahrer bei Williams
Robert Kubica wird 2018 wohl höchstens Testfahrer bei Williams © Getty Images
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Formel-1-Rennstall Williams entscheidet sich wohl gegen Robert Kubica. Stattdessen hat ein Russe gute Chancen. Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve empört das.

Die Entscheidung um das letzte Cockpit für die Formel-1-Saison 2018 ist wohl gefallen. Der britische Rennstall Williams soll sich für Sergei Sirotkin und damit gegen Robert Kubica entschieden haben. 

Nach Informationen von Motorsport-Total habe sich Williams nach den Tests in Abu Dhabi für den Russen entschieden. Dort haben beide Fahrer Tests absolviert, Sirotkin soll den Analysen des Rennstalls zufolge aber die bessere Leistung gezeigt haben. Kubica wäre damit nur dritte Wahl.

Während der Altmeister zumindest auf einen Vertrag als Testfahrer hoffen darf, bleibt ein fader Beigeschmack bei der anstehenden Verpflichtung des derzeitigen Formel-2-Fahrers Sirotkin. Der Russe gilt als sogenannter Paydriver, würde also einiges an Sponsorengeld zum Rennstall mitbringen.

Kubica würde zwar durchaus auch zahlungskräftige Sponsoren einbringen, an die Gelder, die Williams durch die Sirotkin-Verpflichtung erhalten würde, kommt Kubica aber nicht heran. 17 Millionen Euro soll das russische Rennteam SMP Racing von SMP-Bank-Chef Boris Rotenberg für Sorotkin zahlen.

Kubica war von 2006 bis 2010 Formel-1-Pilot. 2011 zog er sich bei einem Rallye-Unfall eine schwere Handverletzung sowie zahlreiche Arm- und Beinbrüche zu.

Villeneuve hätte Wehrlein fahren lassen

Ex-Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve überrascht die Entwicklung bei Williams nicht.

"Sie haben ihre Seele schon für die Milliarden von Lawrence Stroll verkauft. Sogar Massa war schneller. Die Podiumsplatzierung in Baku überzeugt mich nicht, das war reines Glück", sagte der Kanadier bei Inside Racing über das letztjährige Fahrerduo seines ehemaligen Rennstalls.

Über den ehemaligen Williams-Fahrer Valtteri Bottas hatte Villeneuve ebenso wenig Gutes zu sagen. "Bottas' Leistung war fast peinlich. Er ist eine solide Nummer zwei, aber nicht mehr. Ich hätte Pascal Wehrlein ausgesucht."

Der Finne fährt auch 2018 für das Mercedes-Team. Wehrlein ist derzeit ohne Cockpit für die kommende Saison.

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