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F1 Grand Prix of Monaco - Qualifying
Ferrari-Pilot Sebastian Vettel rechnet sich nach wie vor Siegchancen in Monaco aus © Getty Images
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Sebastian Vettel unterläuft nach dem Qualifying in Monaco ein Fauxpas. Der viermalige Weltmeister gibt dafür seinem Rennstall die Schuld.

"Es ist mir egal, dass Red Bull hier schneller ist", blaffte Lewis Hamilton nach seinem dritten Platz beim Qualifying im Fürstentum ins Mikro, und fügte hinzu: "Es gibt noch genug andere Strecken, die nicht so langsam sind und uns liegen. Hauptsache wir haben da die Oberhand." (Das Rennen am Sonntag ab 15.10 Uhr im LIVETICKER)

Dass Ex-Silberpfeil-Pilot David Coulthard seinem Landsmann nach dessen Mini-Stichelei keine Frage zu der knallpinken Schildmütze stellte, die Hamilton da auf seinem Kopf trug, ist in dem Fall wohl aber der größere Affront.

Stattdessen ließ der Schotte lieber Qualifying-Dominator Daniel Ricciardo zu Wort kommen.

Vettel bleibt Fragerunde fern

"Wir haben bisher alles richtig gemacht, jetzt müssen wir den Job nur noch zu Ende bringen", sagte der Australier.

Der Red-Bull-Pilot fuhr zuvor die Konkurrenz um Ferrari und Mercedes in Grund und Boden und pulverisierte nebenbei noch den Streckenrekord (1:11,786 Minuten) auf der traditionsreichen Strecke in Monte Carlo. (SERVICE: Das Ergebnis des Qualifying in Monaco)

Nur der Zweitplatzierte Sebastian Vettel blieb der lustigen Fragerunde fern, die in diesem Jahr in der vorletzten Kurve "Rascasse" im Anschluss an das Qualifying stattfand.

Vettel gibt Scuderia die Schuld

Der viermalige Weltmeister war nach dem Rennen bis vor auf die Start-Ziel-Geraden gefahren, stellte dort seinen Boliden ab und verpasste die Interviewrunde der Topplatzierten.

"Normal ist es ja so, dass die ersten Drei nach dem Qualifying auf dem Grid parken. So hat mir das auch das Team gesagt und dann bin ich da hingefahren, aber da war keiner", gab sich Vettel bei RTL ahnungslos und schob prompt die Verantwortung für den Fauxpas auf seine Scuderia ab.

Eine Strafe muss Vettel nicht fürchten, auch, weil er rechtzeitig zum offiziellen Fototermin wieder zur Stelle war.

Verstappen wirft Chance weg

"Ich glaube eher nicht, dass von Hamilton Gefahr ausgeht. Wir orientieren uns nach vorne, müssen uns von der Pace her nicht verstecken", sollte der auf der Presserunde bestens gelaunte Vettel später dann doch noch einen Ausblick auf das Rennen geben, bei dem die Vorzeichen schon jetzt relativ klar scheinen.

Das mit Abstand schnellste Auto - Vettel hatte 0,2, Hamilton sogar 0,4 Sekunden Rückstand auf Daniel Ricciardo - startet von der Pole.

Dass es Vettel noch in die erste Startreihe schaffte, hatte er wohl einzig und allein Max Verstappen zu verdanken, der aufgrund seines Crashs im dritten Training nicht am Qualifying teilnehmen konnte und dafür harte Kritik einstecken musste.

Alle hoffen auf den Start

Der Niederländer startet auf dem engen Stadtkurs also von ganz hinten und ist erst einmal keine Gefahr für die Spitze.

Vorne wird es, wie so oft in Monaco, auf einen guten Start ankommen, bei dem sich alle Beteiligten Chancen ausrechnen.

"Wenn Daniel keinen guten Start hat und wir einen sehr guten, können wir vorbeikommen", prophezeit Vettel. "Am Start haben wir eine Chance, Sebastian zu überholen", gibt Hamilton seinerseits die Richtung vor.

Da wohl die meisten Teams auf einer Ein-Stopp-Strategie unterwegs sein werden, könnten am Sonntag auch die Reifen zum Thema werden. Vor allem Ferrari hatte am Samstag Probleme mit überhitzten Pneus.

"Ich bin hier sehr sensibel was das Gefühl für die Reifen angeht", sagte Vettel, der für einen möglichen Monaco-Coup diese Probleme abstellen und auf Fehler der Konkurrenz am Sonntag hoffen muss.

"Hier ist es einfach, einen kleinen Fehler zu machen. Manchmal merkt man ihn gar nicht, manchmal kostet er viel. Deshalb gilt es, den Druck bis zum Ende aufrecht zu erhalten", sagte Vettel.

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