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Lewis Hamilton gewann 2018 den GP von Deutschland auf dem Hockenheimring
Lewis Hamilton gewann 2018 den GP von Deutschland auf dem Hockenheimring © Getty Images
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Die Formel 1 gibt auch in der kommenden Saison ihre Visitenkarte in Deutschland ab. Der Große Preis von Deutschland soll am 28. Juli stattfinden. Mercedes ist der Retter.

Mercedes gibt das Geld, der Ferrari-Star erhält sein Heimspiel: Sebastian Vettel und Co. gehen auch in der nächsten Saison der Formel 1 beim Großen Preis von Deutschland an den Start.

Das Rennen auf dem Hockenheimring soll am 28. Juli stattfinden, wie die Eigner der Königsklasse am Freitag in Monza nach langen Verhandlungen bekannt gaben. Der vorläufige Rennkalender umfasst erneut insgesamt 21 Rennen.

Als Titelsponsor des Rennens am Hockenheimring tritt Mercedes-Benz auf - und damit rettete der Autokonzern wohl das Traditionsrennen in Hockenheim.

"Besonderer Dank" für Mercedes

"Die intensiven, direkten Vertragsgespräche zwischen der Formel 1 und uns waren in den vergangenen Wochen stets vertrauensvoll, konstruktiv und lösungsorientiert - die getroffene Vereinbarung ist der Beweis dafür", sagte Hockenheimring-Geschäftsführer Georg Seiler, der Mercedes einen "besonderen Dank" aussprach.

Der Formel 1 drohte im Vettel-Land lange das Aus, nachdem der bisherige Kontrakt mit dem Hockenheimring nach dem diesjährigen Rennen am 22. Juli ausgelaufen war. Und Seiler wollte für einen neuen Deal nicht mehr ins finanzielle Risiko gehen, die Antrittsgebühr soll zuletzt zwischen 15 und 20 Millionen Euro gelegen haben.

Am Ende kam die Einigung dank Mercedes und der "proaktiven Unterstützung" von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sowie den deutschen Automobilklubs ADAC und AvD aber doch noch zustande.

Vettel: "Bein ausgerissen"

"Es wäre eine Schande, den Großen Preis von Deutschland, eines der klassischen Rennen, zu verlieren", hatte Vettel zuletzt gesagt und meinte nun in Richtung von Mercedes: "Vielen Dank."

Doch die eigentlichen "Helden" seien die Organisatoren in Hockenheim, die sich ein "Bein ausgerissen" hätten für das Rennen: "Dass Mercedes den Geldbeutel aufmacht, ist doch schön."

In diesem Sommer strömten am Rennsonntag rund 71.000 Fans an die Rennstrecke, so viele wie zuletzt 2005. Die Begeisterung war riesig.

"Deshalb war es uns wichtig, alles in unserer Macht Stehende zu tun, damit unser Heimrennen im nächsten Jahr wieder stattfinden kann", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

Formel-1-Chef: "Wichtige Strecke"

Formel-1-Chef Chase Carey hatte zuletzt bereits klar gemacht, dass die Königsklasse weiter in Deutschland fahren soll.

"Hockenheim ist eine wichtige Strecke, Deutschland als Automobilnation mit einer großen Fanbasis ein wichtiges Land für uns", sagte der US-Amerikaner: "Die Kulisse im Motodrom war beeindruckend."

Wie 2016 und in diesem Jahr sollen kommende Saison 21 Rennen steigen. Der Auftakt ist für den 17. März wie in den vergangenen Jahren in Australien geplant, der neue Weltmeister könnte dann allerdings erst im Dezember gekrönt werden.

Das Finale ist für den 1. Dezember in Abu Dhabi geplant. Der 1000. Grand Prix der Formel-1-Geschichte soll am 14. April in China steigen.

Noch ist der Kalender nicht offiziell, da er erst noch vom Motorsport-Council des Weltverbandes FIA bestätigt werden muss. Dies gilt allerdings als Formalität.

Der vorläufige Kalender für die Formel-1-Saison 2019 im Überblick:

17. März Australien
31. März Bahrain
14. April China
28. April Aserbaidschan
12. Mai Spanien
26. Mai Monaco
9. Juni Kanada
23. Juni Frankreich
30. Juni Österreich
14. Juli Großbritannien
28. Juli Deutschland
4. August Ungarn
1.September Belgien
8. September Italien
22. September Singapur
29. September Russland
13. Oktober Japan
27. Oktober Mexiko
3. November USA
17. November Brasilien
1. Dezember Abu Dhabi

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