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Formel 1 2019

Die Formel 1 gilt als die Königsklasse des Motorsports. Die seit 1950 ausgetragene Weltmeisterschaft im Automobilrennsport hat die höchsten technischen, fahrerischen und finanziellen Anforderungen.

SPORT1 stellt die Formel 1 in all ihren Facetten vor:

Die Formel-1-Rennautos jagen mit bis zu 370 Kilometer pro Stunde über die mindestens acht, maximal  21 festgelegten Strecken. In der Saison 2019 gehen 20 Fahrer in 10 Teams an den Start. Jeder Rennstall muss zwei Fahrzeuge einsetzen.

Zu den bekanntesten Teams zählen Mercedes, Ferrari, McLaren, Red Bull und Renault.

Mercedes ist die dominierende Mannschaft der aktuellen Ära. Seit 2014 konnten stets Mercedes-Fahrer den WM-Titel gewinnen. Aktueller Champion ist der Brite Lewis Hamilton. 2016 gelang dem Deutschen Nico Rosberg der Titelgewinn. 

Der Dachverband der Formel 1 ist die Fédération Internationale de l'Automobile, kurz FIA. Die Organisation ist nicht allein für die Formel 1 zuständig, sondern überwacht viele Wettbewerbe im internationalen Motorsport. Alle Regelungen zum Ablauf der Formel 1 und der technischen Eingrenzungen der Fahrzeuge werden durch den Verband festgelegt.

Die Formel-1-Rennstrecken

Die Rennen in der Formel 1 werden als Grand Prix (deutsch: Großer Preis) bezeichnet. Traditionell werden die Rennen nach dem jeweiligen Land benannt. So findet aktuell der Große Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring statt.

Eine Saison besteht aus maximal 21 Grand Prix in verschiedenen Ländern. Traditionsreich sind die Rennen auf Strecken wie dem Autodromo Nazionale Monza, dem Silverstone Circuit oder dem Circuit de Monaco werden bereits seit der ersten Saison Rennen ausgetragen - teilweise allerdings mit Unterbrechungen. 

Seit 2008 findet mit dem Großen Preis von Singapur ein Rennen in der Dunkelheit statt. In Abu Dhabi wird seit 2010 und in Bahrain seit 2014 in die Dunkelheit hineingefahren. Die Strecken haben Lichtanlagen da Formel-1-Wagen kein Licht haben.

In der Saison 2019 gibt es keine neue Rennstrecke im Rennkalender der Formel 1.

Das Formel-1-Punktesystem

Diejenigen Fahrer, die einen Grand Prix unter den ersten 10 beenden, erhalten WM-Punkte für die Gesamtwertung. Seit einer Reform 2010 bekommt der Gewinner 25 Punkte, der Zweitplatzierte 18 Punkte und der Dritte auf dem Treppchen 15 Punkte. Der Fahrer auf Platz 10 erhält einen Punkt, alle dahinter platzierten gehen leer aus.

Einen Zusatzpunkt gibt es seit diesem Jahr für denjenigen Fahrer, der im Rennen die schnellste Rundenzeit erzielt. Damit er den zusätzlichen Punkt erhält, muss er das Rennen allerdings unter den besten 10 abschließen. Gelingt ihm dies nicht, wird der Zusatzpunkt nicht verteilt.

Wird ein Rennen vorzeitig abgebrochen, werden unter Umständen nur Punkte in halbem Umfang. Dieser Fall tritt ein, wenn mehr als zwei Runden, aber weniger als 75 Prozent der Renndistanz absolviert werden. 

Weltmeister ist am Ende der Saison der Pilot, der die meisten Punkte auf seinem Konto vermerken kann. Derjenige ist dann Sieger der Fahrerwertung.

Seit 1958 erhält auch der Konstrukteur, der in der Summe beider Autos die meisten Zähler erreicht, den Konstrukteurs-Weltmeistertitel. Sie wird auch als Teamwertung bezeichnet, auch wenn dies streng genommen der falsche Begriff ist.

Sind zwei Teilnehmer punktgleich, entscheiden Einzelplatzierungen über die Reihenfolge in der Gesamtwertung. Wer die größere Anzahl an ersten Plätzen hat, erhält dann den besseren Platz in der Wertung. Sind die Teilnehmer auch darin ebenbürtig, entscheidet die Anzahl der zweiten Plätze. Diese Regelung wird schließlich so lange angewendet, bis eine Entscheidung feststeht.

Das F1-Rennwochenende

Ein Rennwochenende findet von Freitag bis Sonntag statt. Am Freitag finden zwei freie Trainings mit einer Dauer von jeweils 90 Minuten statt.

Der Samstag beginnt erneut mit einem freien Training (60 Minuten), danach steht das Qualifying an. Es beginnt in der Regel um 15 Uhr. Nach mehrfachen Änderungen wird das Qualifying seit 2006 als ein dreiteiliges Ausscheidungsrennen ausgetragen. Nach dem ersten und zweiten Teil scheiden jeweils 5 Fahrer aus. Am Ende kämpfen damit noch 10 Piloten um die Pole-Position.

Am Ende des Qualifyings steht die provisorische Startaufstellung fest. Häufig werden nach der Qualifikation Strafen ausgesprochen, die die Startreihenfolge verändern. Die endgültige Startaufstellung wird am Renntag spätestens vier Stunden vor dem Start in die Einführungsrunde (15.10 Uhr) veröffentlicht.

Während des Rennens dürfen die Teams ihre Fahrzeuge nicht auftanken. Lediglich Reifenwechsel und kleine Reparaturen sind in der Boxengasse gestattet.

Nach dem Rennen findet die Siegerehrung mit der Übergabe der Pokale statt. 

Die Formel-1-Regeln

Das Regelwerk der Formel 1 ist in das sportliche und in das technische Reglement untergliedert.

Die Formel 1 ist von häufigen Regeländerungen geprägt. Aktuell sind dies die wichtigsten Regeln:

Die Renndistanz: Im Vorfeld wird die Renndistanz in Form einer Rundenanzahl festgelegt. Dabei gilt die Regel, dass in einem Grand Prix so viele Runden absolviert werden, wie zum Überschreiten der Distanz von 305 Kilometern erforderlich sind. Die einzige Ausnahme gilt für Rennen in Monaco. Dort beträgt der Grenzwert 260 Kilometer.

Die Renndauer: Ein Formel-1-Rennen darf nie länger als zwei Stunden dauern. Ist es nicht möglich, die feststehende Rundenanzahl in dieser Zeit zu absolvieren, wird das Rennen nach zwei Stunden abgewunken.

Reifenwechsel: Während des Rennens können die Teams zwischen drei unterschiedlichen Reifenmischungen für Trockenreifen (weich, mittel, hart) wählen. Mindestens zwei Mischungen müssen sie verwenden. Somit gibt es einen Pflichtboxenstopp. Diese Regelung entfällt bei nasser Piste.

Das Safety-Car: Kommt es während eines Formel-1-Rennens zu Unfällen, Gefahren oder Streckenbehinderungen rückt unter Umständen das Safety-Car aus. Es liegt im Ermessen der Rennleitung, zu entscheiden, ob der Einsatz des Safety-Cars notwendig ist. Das Sicherheitsfahrzeug setzt sich vor das Starterfeld und führt es an. Mit dem Safety-Car an der Spitze kann ein Rennen sowohl beginnen, als auch zu Ende gefahren werden. Den Formel-1-Piloten ist es während der Safety-Car Phase nicht gestattet, andere Fahrzeuge zu überholen.

Drei Power Units: In der Saison 2019 dürfen die Rennställe pro Fahrzeug maximal drei Power Units im Saisonverlauf einsetzen. Eine Power Unit besteht aus dem Verbrennungsmotor, zwei verschiedenen Generatoren für elektrische Energie und dem Turbo. Wird die Anzahl der erlaubten Elemente überschritten, wird jeder Wechsel mit einer Rückversetzung in der Startaufstellung für das nächste Rennen bestraft.

Tödliche Unfälle in der Formel 1

Aufgrund der extremen Schnelligkeit der Fahrzeuge und der mangelhaften Sicherheit gab es in der Vergangenheit einige tödliche Unfälle. Durch verbesserte Strecken und eine optimierte Crashstruktur der Fahrzeuge konnten die Gefahren stark reduziert werden.

Das wohl bekannteste Unglück der Formel-1-Geschichte ist der Unfall vom Ayrton Senna. Der dreifache Weltmeister schlug 1994 beim Großen Preis von San Marino mit 240 km/h in eine Betonmauer ein. Er wurde mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus geflogen, wo er wenige Stunden später verstarb. Am Tag zuvor kam der junge Österreicher Roland Ratzenberger ums Leben.

Insgesamt muss die Formel 1 in ihrer Geschichte 33 Todesfälle verzeichnen. Der letzte ereignete sich im Oktober 2014, als der Franzose Jules Bianchi beim Großen Preis von Japan von der Strecke abkam und unter ein Bergungsfahrzeug rutschte. Bianchi lag daraufhin mehrere Monate im Koma und verstarb im Juli 2015.

Die F1-Rekorde

Michael Schumacher stellte zahlreiche Rekorde in der Formel 1 auf. Mit sieben Weltmeistertiteln gilt der Deutsche als der erfolgreichste Formel-1-Fahrer aller Zeiten. In 307 Rennen ging Schumacher an den Start und konnte 91 Siege einfahren.

Auch Sebastian Vettel hält einige Rekorde. Der vierfache Champion war jeweils der jüngste Pilot, dem eine Pole-Position und darauf der Rennsieg gelang. Er ist ebenso der jüngste Fahrer, der die Pole-Position, den Sieg und die schnellste Rennrunde gelungen ist und dabei während des gesamten Rennens geführt hat. Daneben ist der Deutsche der jüngste Titelgewinner überhaupt in der Formel 1.

Der Geschwindigkeitsrekord in der Formel 1 liegt bei 378 Kilometer pro Stunde und wurde 2016 von Valtteri Bottas im Williams auf dem Stadtkurs in Baku aufgestellt. Er vereint sowohl enge Passagen in der Altstadt als auch einen Highspeed-Abschnitt.

2019 wurde der Rekord für den schnellsten Boxenstopp gleich mehrfach unterboten. Er liegt momentan bei Red Bull Racing. Das Team erledigte einen Reifenwechsel bei Max Verstappen in 1,88 Sekunden.