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Formel 1 2019

Die Formel 1 gilt als die Königsklasse des Motorsports. Der seit 1950 ausgetragenen Weltmeisterschaft im Rennfahren werden die höchsten technischen, fahrerischen und finanziellen Anforderungen nachgesagt.

SPORT1 stellt die Formel 1 in all ihren Facetten vor:

Die Formel-1-Rennautos jagen mit rund 370 Kilometer pro Stunde über die mindestens acht, maximal aber 21 festgelegten Strecken. Dabei gehen 20 Fahrer in 10 Teams an den Start. Jeder Rennstall darf zwei baugleiche Fahrzeuge einsetzen.

Zu den bekanntesten Rennteams zählen Mercedes, Ferrari, Red Bull und Renault.

Der Dachverband der Formel 1 ist die Federation Internationale de l'Automobile, kurz FIA. Die Organisation ist nicht allein für die Formel 1 zuständig, sondern überwacht alle Motorsport-Wettbewerbe. Alle Regelungen zum Ablauf der Formel 1 und die technischen Eingrenzungen der Fahrzeuge werden durch den Verband festgelegt.

Die Formel 1 Rennstrecken

Die Rennen in der Formel 1 werden als Grand Prix (deutsch: Großer Preis) bezeichnet. Traditionell benennt die FIA das Rennen nach dem jeweiligen Land. Also beispielsweise: Großer Preis von Australien.

Die maximal 21 Rennen finden in verschiedenen Ländern statt, die meisten Strecken sind schon länger im Rennkalender etabliert.

Seit 2008 finden mit dem Großen Preis von Singapur und dem Großen Preis von Abu Dhabi regelmäßig auch Rennen in der Dunkelheit statt. Diese Strecken haben besondere Lichtanlagen da Formel-1-Wagen selbst nicht über Licht verfügen.

Das Formel 1 Punktesystem

Die ersten zehn Plätze eines Rennens erhalten Punkte. Seit einer Reform 2010 bekommt der Gewinner 25 Punkte, der Zweitplatzierte 18 Punkte und der Dritte auf dem Treppchen 15 Punkte. Der Fahrer auf Platz 10 erhält lediglich einen Punkt, alle dahinter platzierten gehen leer aus.

Weltmeister wird der Pilot, der am Ende aller Rennen die meisten Punkte auf seinem Konto vermerken kann. Derjenige ist dann Sieger der Fahrerwertung.

Seit 1958 erhält auch das Team, welches mit beiden Autos die meisten Zähler erreichen konnte, den Konstrukteurs-Weltmeistertitel, also den ersten Platz in der Teamwertung.

Das F1-Rennwochenende

Ein Rennwochenende findet regulär von Freitag bis Sonntag statt. Der Freitag ist dabei gänzlich dem Training gewidmet und in zwei Einheiten aufgeteilt.

Der Samstag beginnt erneut mit einem freien Training bevor es zum Qualifying kommt. Nach mehrfachen Änderungen wird das Qualifying seit 2006 als ein dreiteiliges Ausscheidungsrennen ausgetragen.

Am Ende des Qualifyings steht die Startaufstellung fest, mit der am Renn-Sonntag der Große Preis begonnen wird.

Während des Rennens dürfen die Teams ihre Fahrzeuge nicht auftanken. Lediglich Reifenwechsel und kleine Reparaturen sind in der Boxengasse gestattet.

Nach dem Rennen findet die Siegerehrung mit der Übergabe der Pokale statt. Zusätzlich stehen die Gewinner der Presse in einer Konferenz Rede und Antwort.

Die Formel 1 Regeln

Die Formel 1 ist von häufigen Regeländerungen geprägt. Grundsätzlich wichtige Regeln sind:

Die Renndauer: Ein Formel-1-Rennen darf nie länger als zwei Stunden gefahren werden. Ist es nicht möglich, die feststehende Rundenanzahl in dieser Zeit zu absolvieren, so wird das Rennen definitiv nach zwei Stunden abgewunken.

Das Safety-Car: Kommt es während eines Formel-1-Rennens zu Unfällen, Gefahren oder Streckenbehinderungen rückt das Safety-Car aus. Dieses Sicherheitsfahrzeug setzt sich vor das Starterfeld und führt dieses an. Mit dem Safety-Car an der Spitze kann ein Rennen sowohl beginnen, als auch zu Ende gefahren werden. Den Formel-1-Piloten ist es während der Safety-Car Phase nicht gestattet andere Fahrzeuge zu überholen.

Vier Motoren: Seit der Saison 2018 dürfen die Rennställe nur maximal drei Motorenwechsel im Saisonverlauf vornehmen. Weitere Wechsel gelten als illegal und werden bestraft.

Die F1-Rekorde

Die Formel 1 machte in ihrer 68-jährigen Geschichte sowohl positive, also auch negative Schlagzeilen.

Aufgrund der extremen Schnelligkeit der Fahrzeuge gab es mehrere tödliche Unfälle.

Das wohl bekannteste Unglück der Formel-1-Geschichte ist der Unfall vom Ayrton Senna 1994. Der damalige dreifache Weltmeister krachte beim Großen Preis von San Marino mit 240 km/h in eine Betonmauer und starb noch an der Unfallstelle.

Beim gleichen Rennen verunglückte auch der Rennfahrer Roland Ratzenberger. Insgesamt muss die Formel 1 in ihrer Geschichte 33 Todesfälle verzeichnen. Der letzte ereignete sich im Oktober 2014, als der Franzose Jules Bianchi beim Großen Preis von Japan von der Strecke abkam und unter ein Bergungsfahrzeug rutschte. Bianchi lag daraufhin mehrere Monate im Koma und verstarb im Juli 2015.

Einen positiven Formel-1-Rekord stellte Michael Schumacher auf. Mit sieben Weltmeistertiteln gilt der Deutsche als der erfolgreichste Formel-1-Fahrer aller Zeiten. In insgesamt 307 Rennen ging Schumi an den Start und konnte dabei 91 Siege einfahren.

Der Geschwindigkeitsrekord in der Formel 1 liegt bei 378 Kilometer pro Stunde und wurde 2016 von Valtteri Bottas im Williams auf dem engen Stadtkurs in Baku aufgestellt.