Das ist die Schlüsselstelle beim Singapur-GP
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München - Beim Qualifying zum Großen Preis von Singapur erlebt Sebastian Vettel den nächsten Rückschlag. Der Druck wird immer größer - auch, weil Hamilton mal wieder glänzt.

Sebastian Vettel war spürbar zerknirscht.

"Das ist keine ideale Ausgangsposition. Für uns war es ein chaotisches Qualifying. Das ist nicht, was ich wollte. Das ist nicht, was wir wollten", sagte der viermalige Weltmeister nach dem verpatzten Qualifying in Singapur ins RTL-Mikrofon und machte aus der schlechten Stimmungslage keinen Hehl.

Der Ferrari-Pilot startet am Sonntag hinter Titelverteidiger Lewis Hamilton und Max Verstappen nur aus der zweiten Reihe (Das Formel-1-Rennen aus Singapur ab 14.10 Uhr im LIVETICKER). Ein weiterer Rückschlag im Titelkampf - und Vettel war daran nicht schuldlos (DATENCENTER: Ergebnis des Qualifyings in Singapur).

Vettel selbstkritisch: "Wenn man die Runde nicht so trifft"

Ein Verbremser in Kurve 13 zerstörte Vettels Hoffnungen auf die Pole endgültig. "Wenn man die Runde nicht so trifft und alles nicht so zusammenkommt, dann macht es einen sehr, sehr großen Unterschied", sagte Vettel selbstkritisch.

Vor der beeindruckenden Skyline von Singapur muss Sebastian Vettel liefern, um den Rückstand auf Lewis Hamilton zu verkürzen
Vor der beeindruckenden Skyline von Singapur muss Sebastian Vettel liefern, um den Rückstand auf Lewis Hamilton zu verkürzen © Getty Images

Auch die Scuderia gab keine gute Figur ab.

Im dritten Sektor musste der Deutsche direkt hinter Hamilton auf die Strecke fahren und die Geschwindigkeit seiner Warmup-Runde dementsprechend anpassen. "Das war eine schlechte Position", funkte Vettel in Richtung Box.

Nicht Vettels erster Patzer

Zwar hielt sich Vettel mit einer seiner berüchtigten Schimpftiraden zurück, konnte sich einen Seitenhieb in Richtung Team aber nicht verkneifen.

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Doch es ist eben vor allem Vettel selbst, der die Erwartungen wieder nicht erfüllen konnte. Bei den Rennen in Aserbaidschan, Frankreich, Deutschland und Italien ließ er wichtige Punkte durch Unfälle oder Ausritte liegen. Mal waren es offensichtliche Fehler, mal war eine Portion Pech dabei.

Und nicht nur in den Rennen, auch in den Qualifyings ziehen andere Piloten immer häufiger an Vettel vorbei - vor allem Hamilton. Vier der letzten fünf Pole Positions schnappte sich der Brite. Auch in Singapur, auf einer der laut Mercedes-Motorsportchef Wolff "kniffligsten Strecken des Jahres", hatte am Ende der Brite die Nase vorne. (DATENCENTER: Teamwertung der Formel 1)

Die Hoffnung, "vorbei zu schlüpfen"

Eigentlich will Vettel in Singapur die dringend benötigte Aufholjagd starten - nun ist er bei 30 Punkten Rückstand auf Hamilton von Startplatz 3 noch mehr unter Druck. (DATENCENTER: Fahrerwertung der Formel 1)

Vettel hofft auf die 61 Runden beim spektakulären Nachtrennen auf dem Marina Bay Street Circuit. "Das Rennen ist eine andere Geschichte", ist er sich sicher. Eine Chance um "vorbei zu schlüpfen" wird sich laut Vettel auf jeden Fall ergeben. Ob am Start, oder mit der richtigen Taktik im Rennen.

Das Qualifying hat die Sache nicht einfacher gemacht. Will er Hamilton im Titelkampf noch einheizen, muss Vettel ähnliche Fabelrunden hinlegen, wie der Mercedes-Pilot im Qualifying.

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