Vettel enttäuscht - aber Räikkönen vertagt Hamiltons Party
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Sebastian Vettel patzt in der USA erneut und wird dafür von der Presse kritisiert. Sein Teamkollege wird gefeiert. SPORT1 zeigt internationale Pressestimmen.

Sebastian Vettel kollidierte beim Großen Preis der USA schon in der ersten Runde mit Daniel Ricciardo und musste damit frühzeitig alle Siegchancen begraben - am Ende wurde er Vierter.

Vettels Teamkollege Kimi Räikkönen schnappte sich seinen ersten Sieg nach 113 Rennen, während der WM-Führende Lewis Hamilton Dritter wurde und damit den vorzeitigen Titelgewinn in der Formel 1 verpasste. Am kommenden Wochenende reicht ihm aber ein siebter Platz für seinen fünften Weltmeister-Titel. (Service: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Die internationalen Medien feiern das spektakuläre Rennen in Austin. Vettel bekommt sein Fett weg, Räikkönen wird gefeiert.

SPORT1 fasst die Pressestimmen zum USA-Grand-Prix zusammen.

ENGLAND

Daily Mail: "Hamilton darf noch nicht feiern. Stattdessen durchlebte Mercedes Momente der Niedergeschlagenheit: Sie begingen einen seltenen Taktikfehler, holten Hamilton zu früh an die Box und ließen ihn dann zu lange draußen, das kostete an diesem Tag den Titel. Vettel indes verlor mal wieder ganz plötzlich seine Form und begann zu schwanken, als er einen Unfall mit Ricciardo baute."

The Guardian: "Mercedes wollte es in Texas beenden, aber sie wurden von den Ferrari-Strategen ausgespielt. Auch mit Blick auf den Speed war es ein Rückschritt für Silber. Aber Hamilton braucht nur noch fünf Punkte. Und blickt man auf Vettels Form, spricht ohnehin kaum etwas dafür, dass der Deutsche die restlichen drei Rennen gewinnt. Sein Dreher gegen Ricciardo wirkte wie der letzte Sargnagel in einer Saison, in der Vettels Fehler ihn teuer zu stehen kamen."

The Telegraph: "Hamilton muss eine weitere Woche auf seine historische Krönung warten. Der weise Veteran Räikkönen zerstört die Party, mit 39 Jahren beweist er einmal mehr sein altersloses Talent. Vettel beging den nächsten Kardinalfehler, sein Rückstand auf Hamilton wirkt nun endgültig unaufholbar."

The Sun: "Hamilton verpasst die Entscheidung in einem spannenden US-Grand-Prix. Es passte, dass das Land der Hollywood-Blockbuster uns so ein sensationelles, ereignisreiches Rennen mit einer derart spektakulären Wende brachte."

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Ferrari kann wieder mit Räikkönen feiern. Die Sterne haben sich in Bewegung gesetzt, um Maranello zu helfen. Räikkönen wird sich von Ferrari mit einem Sieg verabschieden, auf den er fünf Jahre lang gewartet hat. Ein Sieg, der ihn für all die Tage belohnt, an denen er vom Team zu Vettels Gunsten geopfert wurde."

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Corriere dello Sport: "Großartiger Kimi, der Hamilton das Fest ruiniert. Eine WM, die schon fast tot schien, belebt sich wieder. Räikkönen feiert einen der unvergesslichsten Tage seiner Karriere. Ferrari kann nach einem verwunschenen Monat wieder aufatmen. Zu Räikkönens Sieg trägt Vettel bei, der verurteilt ist, nur von kleinen Freuden zu leben."

Tuttosport: "Räikkönen, ein fantastischer Sieg. Vettel macht wieder Fehler und muss sich mit dem vierten Platz begnügen. Obwohl er das beste Auto hat, leidet Hamilton überraschend wegen der Reifen und muss seine WM-Party verschieben."

Corriere della Sera: "Räikkönens Sieg in Austin ist die Krönung einer Karriere, das Ende von Jahren bei Ferrari voller bitterer, enttäuschender und grauer Tage im Schatten von Alonso und Vettel. Doch Räikkönen ist auf seine Art ein Künstler der Geschwindigkeit, der sich einen Höhenflug im Moment des Abschieds schenken kann."

SPANIEN

Marca: "Kimi und Max werden zum Partyschreck für die Silberpfeile. Vettel wehrt den ersten Matchball ab! Die Improvisation von Mercedes ging diesmal in die Hose."

AS: "Räikkönen verzögert Hamiltons Krönung. Doch wenn nichts Außergewöhnliches passiert, wird Hamilton in Mexiko seinen fünften WM-Titel einfahren."

El Mundo Deportivo: "Hamilton vergeigt die vorzeitige Entscheidung in einem epischen Rennen. Vettel wird Vierter nach einem erneuten schweren Fehler. Wieder ein Drama für den Deutschen."

SCHWEIZ

Neue Zürcher Zeitung: "Die Formel-1-Weltmeisterschaft bleibt noch einmal offen, spannend kann man nicht unbedingt sagen. Das Rennen in Texas zeigte aber, wie schwer trotz der drückenden Mercedes-Überlegenheit in den letzten Wochen Prognosen sind."

FRANKREICH

L'Equipe: "Hamilton fehlte zum vorzeitigen Titel von allem ein bisschen: Am Start gegen Räikkönen, bei der Strategie und in der Endphase gegen Verstappen. Er muss sich noch ein wenig gedulden. Vettel ist mal wieder schwierig zu bewerten. Die Kollision mag nicht komplett seine Schuld sein, doch sie kam ihn teuer zu stehen. Immerhin stimmte seine Form bei der folgenden Aufholjagd."

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