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Hockenheim - In diesem Jahr fungiert der Monegasse statt Vettel als Ferrari-Gastgeber für den Formel-4-Nachwuchs. Ein Vorbote auf die sportliche Zukunft?

Charles Leclerc hatte es fast noch eiliger als auf der Rennstrecke. Im Eiltempo führte der Ferrari-Pilot den Nachwuchs der ADAC Formel 4 durch die rote Box der Scuderia. Ein paar Erläuterungen, in wenigen Minuten war alles vorbei. Fragen der Journalisten: nicht erlaubt.

Dabei hätte Leclerc durchaus Grund gehabt, sich ein wenig mehr Zeit zu nehmen. Denn neben den punktgleichen Spitzenreitern Théo Purchaire und Niklas Krütten gehörte auch Leclercs drei Jahre jüngerer Bruder Arthur zu den Gästen aus der Formel 4, die am Wochenende im Rahmenprogramm der Königsklasse auf dem Hockenheimring an den Start gehen (im LIVETICKER bei SPORT1).

Vettel konzentriert sich auf Befreiungsschlag

Im Vorjahr hatte noch Sebastian Vettel den Nachwuchs durch die Ferrari-Box geführt. Doch nach einem Jahr voller Pleiten, Pech und Pannen, das mit seinem Fahrfehler auf dem Hockenheimring den Anfang genommen hatte, dürfte es Vettel nicht ganz ungelegen kommen, sich unweit seines Geburtsortes Heppenheim auf den sportlichen Befreiungsschlag zu konzentrieren.

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Charles Leclerc fungiert als Ferrari-Gastgeber für den Formel-4-Nachwuchs
Charles Leclerc fungiert als Ferrari-Gastgeber für den Formel-4-Nachwuchs © SPORT1

Dass Leclerc bei dem Termin in Hockenheim in die Vettel-Rolle schlüpfte, ist einerseits erstaunlich, könnte andererseits aber auch schon ein Vorbote sein. Leclercs eigene Karriere ist ein rasanter Aufstieg nach oben: 2016 Gewinn der GP3-Serie, 2017 Meister der Formel 2, 2018 eine viel beachtete Debüt-Saison in der Formel 1 im unterlegenen Sauber und schließlich der Wechsel zu Ferrari an die Seite von Vettel.

Wachablösung in Hockenheim?

Und dieses Jahr? Setzt der Monegasse seinen Weg im Vollgas-Modus fort. Mit seinen 21 Jahren gehört er selbst noch zu den jungen Wilden der Formel 1, doch die Art und Weise seiner Auftritte lässt die Experten schwärmen. "Wir haben die Zukunft der Formel 1 gesehen", schrieb Ex-Weltmeister Nico Rosberg nach den jüngsten Rad-an-Rad-Duellen von Leclerc und dem ebenfalls 21 Jahre alten Max Verstappen.

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Bei Ferrari könnte die Zukunft schneller zur Gegenwart werden als Vettel lieb wäre. Denn in der Gesamtwertung liegt Leclerc nach vier Podiumsplätzen als Fünfter nur noch einen Rang und drei Punkte hinter Vettel im Windschatten – und könnte ausgerechnet in Hockenheim am viermaligen Weltmeister vorbei ziehen.

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Die Wachablösung bei der Scuderia könnte nur noch eine Frage der Zeit sein. Dann wäre Leclerc auch auf der Strecke in der Vettel-Rolle.

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