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München - Beim GP von Austin räumen Lewis Hamilton und Valtteri Bottas alles ab, was es zu gewinnen gibt. Bei Ferrari herrscht dagegen mal wieder Frust und Ratlosigkeit.

Es war der totale Triumph für Mercedes. Beim Großen Preis der USA im texanischen Austin räumten die Silberpfeile alles ab, was nur möglich war.

Valtteri Bottas schnappte sich nach der Pole Position vom Vortag auch den Sieg, und Lewis Hamilton machte als Zweiter nicht nur den Doppelerfolg der Silberpfeile perfekt, sondern krönte sich ganz nebenbei auch noch zum sechsten Mal zum Weltmeister.

Ganz anders dagegen die Situation bei Ferrari. Die Scuderia erlebte einen Tag zum Vergessen. Erst musste Sebastian Vettel mit einer gebrochenen Aufhängung bereits in Runde acht seinen Boliden abstellen, dann hinkte Charles Leclerc dem Feld meilenweit hinterher.

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Hamilton enteilt der Konkurrenz

Der Monegasse kam zwar hinter Max Verstappen als Vierter ins Ziel, mit mehr als 52 Sekunden Rückstand war er aber chancenlos wie lange nicht.

Die Ereignisse in Austin sind dabei ein Spiegelbild der Saison.

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Die Silberpfeile, besonders Hamilton, waren häufig eine Klasse besser als die Konkurrenz. Der Brite agiert erfolgsbesessen, gnadenlos und abgezockt wie eh und je. In Austin hätte ein achter Platz für den WM-Titel gereicht, doch damit wollte sich der von Rang fünf startende Hamilton nicht zufrieden geben.

Rekord von Schumacher ganz nah

Gleich am Start machte der Brite Plätze gut, arbeitete sich mit seiner Einstoppstrategie sogar bis auf Platz eins vor. Am Ende reichte es dank der frischeren Reifen von Bottas für Hamilton zwar nur zu Rang zwei, am sechsten Titel für Hamilton änderte dies jedoch nichts.

Und auch die Gier nach weiteren Titeln ist beim 34-Jährigen ungebrochen. "Ich weiß nicht, wie viele Titel möglich sind, aber als Sportler fühle ich mich so fit wie nie. Ich werde wieder angreifen", sendete er direkt eine Kampfansage für die im März beginnende neue Saison. (Teamwertung der Formel 1)

Mit sechs WM-Titeln fehlt nur noch ein Triumph, um mit Rekord-Weltmeister Michael Schumacher gleichzuziehen. Bleibt Mercedes ähnlich stark wie in den vergangenen fünf Jahren, könnte es Hamilton durchaus gelingen, selbst zum Rekordhalter aufzusteigen. Zumal er bereits angekündigt hat, sich ein Karriereende mit 38 – wie es Schumacher vollzog – vorstellen zu können.

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Bei den Roten aus Maranello hat sich in Austin dagegen wieder eine Mischung aus Fehlern und Pech eingeschlichen. Sebastian Vettel verlor bereits am Start seine gute Ausgangsposition und klagte nur wenige Augenblicke später über starkes Untersteuern.

Desaster für Ferrari

Nachdem er innerhalb kürzester Zeit vom zweiten auf den siebten Rang zurückgefallen war, hörte er am Ausgang der neunten Kurve beim Fahren über eine Bodenwelle einen Schlag und musste sein Fahrzeug mit einer gebrochenen Aufhängung abstellen.

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Teamkollege Charles Leclerc kam zwar als Vierter ins Ziel, konnte sich seinen großen Rückstand im Anschluss aber nicht erklären: "Ich weiß nicht, was heute los war. Irgendwas ist nicht in Ordnung gewesen. Die Reifen vorne waren ganz komisch, die habe ich nicht zum Arbeiten bekommen. Ich habe unheimlich zu kämpfen gehabt."

Zudem verpatzte die Scuderia den Boxenstopp des Monegassen, als ein Schlagschrauber nicht richtig funktionierte und Leclerc knapp acht statt der üblichen zwei bis drei Sekunden stand. (Fahrerwertung der Formel 1)

"Wir kamen nicht auf Tempo. Die Gründe dafür kennen wir noch nicht. Wir hatten mehr erwartet. Ein enttäuschender Tag für uns", fasste Teamchef Mattia Binotto das Rennen passend zusammen.

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