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Lawrence Stroll ist Miteigentümer bei Racing Point
Lawrence Stroll ist Miteigentümer bei Racing Point © Imago
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München - Racing-Point-Eigentümer Lawrence Stroll knöpft sich in der Kopier-Affäre die Kontrahenten wie Ferrari vor. Er werde sich nicht gefallen lassen, als Betrüger dazustehen.

Racing-Point-Miteigentümer Lawrence Stroll hat wegen der Anschuldigungen in der Kopier-Affäre gegen seinen Rennstall zu einem Rundumschlag gegen den Weltverband FIA und mehrere Formel-1-Kontrahenten ausgeholt.

Er sei "äußerst verärgert über jede Andeutung, dass wir hinterhältig waren oder betrogen haben - insbesondere über die Kommentare unserer Konkurrenten", teilte der kanadische Milliardär am Sonntag in einem Statement mit.

Stroll teilt aus: "Noch nie betrogen"

Er habe "noch nie in meinem Leben bei irgendetwas betrogen", seine Integrität und die des Teams stünden "außer Frage". Entsprechend sei man bei Racing Point "schockiert und enttäuscht" gewesen über die FIA-Entscheidung, "wir halten vollkommen an unserer Unschuld fest".

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Der Automobil-Weltverband hatte das britische Team wegen des illegalen Designprozesses technisch legaler Bremsbelüftungen mit 400.000 Euro Geldstrafe und 15 Punkten Abzug in der Konstrukteurs-WM sanktioniert. Racing Point, das nach eigenem Bekunden anhand von Fotografien und legalem Wissensaustausch den Weltmeisterwagen von Mercedes aus der Vorsaison nachgebaut hat, darf die fraglichen Teile weiter verwenden.

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Attacke  gegen Ferrari und Co.

Deswegen haben Ferrari, Renault, McLaren und Williams ihre Absicht erklärt, gegen das aus Urteil in Berufung zu gehen. "Sie ziehen unseren Namen in den Dreck, und ich werde weder zusehen noch dies akzeptieren", so Stroll, der dem Quartett "schlechten Sportsgeist" vorwarf. Er beabsichtige daher, "alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um unsere Unschuld zu beweisen."

Stroll (61), dessen 21-jähriger Sohn Lance Stammfahrer bei den Pink Panthern ist, erklärte weiter: "Wir waren schon immer ein Konstrukteur und werden es auch in Zukunft sein. Das Team kann endlich sein Potenzial ausschöpfen und sollte für seine starke Leistung gefeiert werden."

Die FIA habe in ihrer Urteilsbegründung zudem viele mildernde Umstände genannt, aber keine spezifische Anleitung oder Klarstellung abgegeben, wie "der Übergang zu den gelisteten Teilen im Sinne des Geistes und der Absicht des Reglements gehandhabt werden könnte." Stroll verwies weiter auf schriftliche Bestätigung der FIA aus dem März, wonach man in dieser Angelegenheit die Vorschriften eingehalten habe.

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