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Stefano Domenicali war von November 2007 bis April 2014 Teamchef der Scuderia
Stefano Domenicali war von November 2007 bis April 2014 Teamchef der Scuderia © Imago
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Die Königsklasse des Motorsports bekommt einen neuen Chef. Stefano Domenicali hat eine erfolgreiche Vergangenheit mit Ferrari.

Die Formel 1 bekommt einen neuen Boss und setzt dabei auf einen alten Bekannten.

Wie die Königsklasse am Freitag bestätigte, übernimmt der frühere Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali (55) zum Jahreswechsel die Rolle des CEO und löst damit Chase Carey (66) ab. Der Amerikaner übt als "non-executive Chairman" ab Januar 2021 eine beratende Funktion aus.

"Wir freuen uns auf die Ankunft Stefano Domenicalis", sagte Greg Maffei, Geschäftsführer des Formel-1-Rechteinhabers Liberty Media: "Er hat große Erfolge mit Ferrari in der Formel 1 und mit Audi und Lamborghini in der Autoindustrie vorzuweisen."

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Domenicali an Schumacher-Ära beteiligt

Domenicali war in der Erfolgsära Michael Schumacher bei Ferrari mit insgesamt elf WM-Titeln zwischen 1999 und 2004 unter anderem als Sportdirektor tätig, von November 2007 bis April 2014 war er Teamchef der Scuderia. Derzeit ist Domenicali Geschäftsführer bei der Volkswagen-Tochter Lamborghini, dazu leitet er beim Automobil-Weltverband FIA die Monoposto-Kommission.

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Mit seiner Berufung wird die Formel 1 künftig von drei führenden Köpfen der Ära Schumacher/Ferrari geführt: Der damalige Teamchef Jean Todt ist amtierender FIA-Präsident, der frühere Star-Ingenieur Ross Brawn Sportdirektor der Formel 1, er wird eng mit Domenicali zusammenarbeiten.

"Es wird ein Vergnügen sein, mit einem guten Freund wie ihm zusammenzuarbeiten, da wir zusammen bei Ferrari aufgewachsen sind", sagte Teamchef Mattia Binotto am Freitag: "Ich freue mich darauf, mit ihm und allen anderen Beteiligten zusammenzuarbeiten, um die Formel 1 noch stärker und spektakulärer zu machen."

Großes Lob für Carey

Carey hatte den Vorsitz über die Formel 1 erst Anfang 2017 von Langzeit-Promoter Bernie Ecclestone (89) übernommen und nachhaltige Veränderungen angeschoben. "Er hat kommerziell und sportlich eine erstklassige Organisation aufgestellt", sagte Maffei, zu Careys Erfolgen zählt er "die Vergrößerung der Reichweite des Sports und der digitalen Präsenz" und vor allem die erstmalige Einführung einer Kostenobergrenze.

Carey war es erst vor wenigen Wochen gelungen, sämtliche Teams von der Unterzeichnung des neuen Grundlagenvertrags bis 2025 zu überzeugen. Dieser beinhaltet den Budgetdeckel, der ab dem kommenden Jahr schrittweise eingeführt wird und zudem ein neues Reglement ab der Saison 2022.

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