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Mick Schumacher geht als Ferrari-Junior in seine erste F1-Saison. Einst war er mit Mercedes verbunden - der ihn dann jedoch dem Rivalen in die Arme trieb.

Mick Schumacher ist nach seinem Aufstieg in die Königsklasse mit Haas-Ferrari in aller Munde.

Jeder in der Formel-1-Szene wird nach ihm gefragt, jeder gibt bereitwillig Antwort, jeder hat eine Meinung.

So auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff. "Wir dürfen Mick nicht zu sehr beschleunigen, sonst wird die Erwartungshaltung der Fans zu groß. Er hat jetzt die Formel 2 gewonnen, womit er gezeigt hat, dass er das Zeug hat, Formel 1 zu fahren", so der Wiener. 

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"Jetzt muss man ihm aber die Zeit geben, in Ruhe die nächsten Schritte zu machen", sagt Wolff weiter. "Bei Haas ist er in einem Team, wo er mal Akzente setzen kann, aber nicht regelmäßig. Er hat mit Mazepin einen Teamkollegen, der ebenfalls Neuling ist, damit sollte er sich vergleichen. Man muss ihm jetzt zwei, drei Jahre Zeit geben, sich zu entfalten. Dann bekommt er vielleicht einmal die Chance, den Ferrari zu fahren so wie George Russell bei uns die Chance bekam, den Mercedes zu fahren. Er kann auf jeden Fall in der Formel 1 Karriere machen."

Allein, ob der Österreicher das wirklich hofft?

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Schumacher hat bei Mercedes keine Priorität

Man muss wissen: Bevor Mick Schumacher Ferrari-Junior wurde, stand er bei Mercedes als Markenbotschafter unter Vertrag. Der Konzern drehte Werbefilme mit Schumacher junior, begleitete und unterstützte ihn bei seiner Führerscheinprüfung.

Gemeinsam mit dem früheren Mercedes-Piloten David Coulthard fuhr Mick bei einem PR-Termin der Klassik-Abteilung sogar einen Mercedes-Oldtimer von 1904. Die Schieberkappe auf dem Kopf, den Stern an der Brust.

Mit einem Mercedes-Motor im Heck holte der Deutsche auch noch seinen Titel in der Formel-3-EM. Trotzdem war der Weg ins Juniorteam blockiert.

Mercedes hatte Recht auf Michael Schumacher - und nutzte es nie

"Im Mercedes-Juniorprogramm haben wir derzeit wenig Platz und zudem ist es meine erste Priorität, ein Formel-1-Cockpit für Esteban (Ocon; d. Red.) für das Jahr 2020 zu finden", ließ Mercedes-Sportchef Toto Wolff damals auf Nachfrage ausrichten. 

Also schlug Ferrari zu. Seit Januar 2019 ist Michael Schumachers Sohn in der Nachwuchs-Akademie der Scuderia- und eben kein Mercedes-Mann mehr. Sollte Schumacher junior in Zukunft Siege und Meisterschafften einfahren, wird man sich daran erinnern. An die Chance, die man bei Daimler nicht nutzte.

Die Parallelen mit Vater Michael sind dabei erstaunlich, denn bei ihm war es ähnlich. Mercedes bildete den Kerpener aus, förderte ihn im Juniorteam, bezahlte sogar seinen ersten Formel-1-Einsatz bei Jordan. Michael Schumacher ging dann zu Benetton, schließlich zu Ferrari. Erst am Ende seiner Karriere fuhr er wieder bei Mercedes. 

Doch anders als bei Mick Schumacher hatte Mercedes stets ein Zugriffsrecht. Eine Klausel im Junior-Vertrag gab der Marke mit dem Stern die Möglichkeit, Schumacher nach Hause zu holen. Doch der damalige Mercedes-Boss Jürgen Hubbert machte nie davon Gebrauch. Er wolle die Karriere von Schumacher nicht beeinträchtigen, war die Begründung.

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